Lasst es mal giessen

Karin Garzarolli

Lasst es mal giessen

Habe zurzeit „Vollidiot“ auf meiner Stirn stehen. Genauer gesagt, „Vollidiotische Schnapsdrossel, die nicht mit der Sonne umgehen kann“. Passiert ist mir das während einer dreitägigen Tiroler Hochzeitsfeier.

Na Prost!
Dreitägig für uns Wiener. Wenn nämlich ein in Wien eingebürgerter Burgenländer eine waschechte Tirolerin mit norwegischen Wurzeln am wunderschönen Achensee im tiefsten Tirol heiratet, dann müssen die engsten Freunde aus Wien natürlich schon am Vortag anreisen. Und eben diese Ankunft muss erst einmal begossen werden.

Am nächsten Tag wird dann tränenreich, romantisch, wild und mit der schönsten Braut ever geheiratet. Und auch das muss natürlich ordentlich begossen und bis in die tiefste Nacht – oder vielmehr in die frühen Morgenstunden – gefeiert werden. Und nachdem die Wiener Freunde nur ja nicht als Schwächlinge dastehen wollten, war am nächsten Tag noch ein bisserl Freizeitprogramm angesagt. Nachdem ich am wackeligen Steg am Achensee leichte Übelkeit verspürte, ging es per Gondel hinauf auf den nächsten Gipfel. Dort bekamen wir vom Hüttenwirten – er erkannte uns von der Hochzeitsfeier – als Begrüßung einen Schnaps. Der brannte endgültig mein Hirn weg und die Sonne meine Stirn. Die ist jetzt feuerrot. Das muss jetzt einmal begossen werden...

Karin Garzarolli ist Beauty-Chefin bei MADONNA k.garzarolli@oe24.at

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