Wie Maye Musk Sohn Elon zum Erfolg brachte

Treibstoff Disziplin

Wie Maye Musk Sohn Elon zum Erfolg brachte

Wären da nicht die Coronakrise und Anti-Rassismus-Demonstrationen im ganzen Land, hätte wohl Ende Mai in den USA, aber auch weltweit, Elon Musk die volle mediale Konzentration gegolten. Mit seiner SpaceX hatte der private Raumfahrtunternehmer zusammen mit der NASA förmlich „Geschichte geschrieben“, indem man die Crew Dragon mit einer Rakete ins All katapultierte und so Robert Behnken und Douglas Hurley zur Raumstation ISS brachte. Der erste bemannte Start von den USA zur ISS seit neun Jahren, der allererste in Zusammenarbeit mit einem privaten Unternehmen. Zustande brachte das Ganze Elon Musk, der den meisten als Tesla-Hersteller und Selfmade-Milliardär bekannt ist. Die Erfolgsstory des aus Südafrika stammenden heute 48-jährigen Gründer des Online-PayPal-Bezahlsystems ist so faszinierend wie die zukunftweisenden Projekte, in die er Geist und Geld investiert. Musks Privatleben wird freilich ebenso gerne medial beleuchtet. Erst jüngst sorgte der inzwischen sechsfache (!) Vater mit der Namensgebung seines Jüngsten für Aufregung: Das Baby, das ihm Musikerin Claire Boucher alias Grimes schenkte, nannte Musk „X ÆA-Xii“ – nach X für die unbekannte Variable, Æ für künstliche Intelligenz in Elfensprache und A-12 für Musks Lieblingsflugzeug. Nun ja.

„Abgespact“
ist Papa Elon in mehrerlei Hinsicht – und nicht ohne Grund, wie sich nun herausstellt. Bereits 2017 ließ der Vater von fünf Söhnen (Zwillinge und Drillinge aus seiner ersten Ehe mit Fantasyautorin Justine Wilson, sein erster Sohn starb 10 Wochen nach der Geburt an plötzlichem Kindstod) mit einem dramatischen Interview aufhorchen. Unter Tränen berichtete er damals in der Zeitschrift „Rolling Stone“ nach der Trennung von Amber Heard von seiner Angst vor dem Alleinsein. „Ich werde niemals glücklich sein, ohne jemanden zu haben. Alleine schlafen zu gehen, bringt mich um.“ Schuld daran sei vor allem seine Kindheit, die von Drill und Gewalt geprägt gewesen sei. „Ich wurde nicht von meinen Eltern, sondern von Büchern erzogen“, erzählt Musk. Nannys seien nur dazu da gewesen, darauf aufzupassen, dass er nichts kaputt macht – während seine Mutter Maye mit ihrer Modelkarriere beschäftigt war, nachdem sie sich 1980 vom tyrannischen und gewalttätigen Vater, Maschinenbauingenieur Errol Musk, getrennt hatte. Bei diesem wuchs Elon in Südafrika auf, während seine Geschwister Kimbal und Tosca bei Maye Musk blieben. Ebendiese dürfte aber auch alles andere als eine liebevolle Mutter gewesen sein – und darauf ist Maye Musk sogar ein wenig stolz.


„Nur die Harten … werden wirklich erfolgreich“, lautete stets das Motto der in einfachen Verhältnissen aufgewachsenen heute 70-jährigen Beauty. In einem Interview mit dem deutschen Sender RTL rühmt sich Maye Musk nun, für den Erfolg ihrer Kinder, insbesondere jenem von Elon verantwortlich zu sein. „Ich habe von zu Hause gearbeitet und ich habe meinen Kindern nicht dabei geholfen, die Hausaufgaben zu machen“, erzählt sie von der ersten Zeit nach der Trennung von Errol Musk. „Dazu hatte ich weder Zeit noch Lust. Sie mussten sich um sich selbst kümmern.“ Durchaus erstaunlich, wie selbstbewusst die dreifache Mutter davon berichtet, heute auch ihre Enkelkinder „nicht großartig zu beachten“, wenn sie bei ihr seien. „Wenn sie sich verletzen, schaue ich hoch, aber ansonsten schaue ich permanent auf meinen Bildschirm“, so die Geschäftsfrau, die diesbezüglich zum Vorbild ihres Sohnes wurde. 80 bis 120 Stunden die Woche soll der Businessman arbeiten. „Eher bringe ich mich um, als zu scheitern“, stellte Elon Musk einmal fest – und seine eigene Mutter dürfte diese Einstellung durchaus verstehen. Eiserne Disziplin und fehlerloses Funktionieren haben für sie oberste Priorität. „Ein schwarzes Schaf in meiner Familie hätte ich niemals erduldet“, sagt sie zwar lächelnd, aber todernst.


„Alle drei sind brillant“, beschreibt Maye Musk ihre Kinder. Kimbal (47) ist erfolgreicher „The Kitchen“-Gastronomie-Unternehmer, Schwester Tosca (45) ist Filmproduzentin und Regisseurin. Dass Elon noch heute unter seiner Kindheit mit einem gewalttätigen Vater leidet („Er hat mich psychisch misshandelt. Er hat jede erdenkliche kriminelle Tat begangen, die man sich vorstellen kann“), ist Maye Musk wohl klar. „Er hat oft gesehen, wie mich sein Vater geschlagen hat. Da war er noch ganz klein“, erzählt sie mit eiserner Miene. Aber: Man habe sich mit Elon ja schon im Alter von drei Jahren unterhalten können wie mit einem Erwachsenen. Sein heutiger Erfolg käme also nicht von ungefähr – drei gescheiterte Ehen (mit Talulah Riley versuchte es Musk zwei Mal), Angstzustände und Suizidgedanken im Fall eines Scheiterns wohl auch nicht.

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