Und PC-Spiele machen doch aggressiv!

Verhalten beeinflusst

Und PC-Spiele machen doch aggressiv!

99 Prozent aller Burschen und 94 Prozent aller Mädchen spielen in den USA Computerspiele. Eine neue Studie zeigt, wie Spiele das Verhalten beeinflussen können. Nach dem längeren Konsum von gewalttätigen Computerspielen steigt demnach die Wahrscheinlichkeit für aggressives Verhalten. Gleichzeitig fördern Spiele mit prosozialen Inhalten die Hilfsbereitschaft der Spieler. Diese Ergebnisse präsentierte Tobias Greitemeyer vom Institut für Psychologie der Universität Innsbruck Mittwochabend bei einer Veranstaltung des Wissenschaftsfonds FWF.

"Der Zusammenhang zwischen aggressivem Verhalten und gewalttätigen Computerspielen ist nicht außergewöhnlich hoch, aber er ist signifikant", so Greitemeyer. Aggressives Verhalten, Gefühle und Gedanken würden steigen, Mitgefühl und prosoziales Verhalten abnehmen. Das hänge nicht daran, dass nur ohnehin gewaltbereite Menschen zu aggressiven Computerspielen greifen würden, erklärte der Professor für Sozialpsychologie. Die Tendenz zu aggressiverem Verhalten nach Spielen wie Ego-Shootern ziehe sich durch die gesamte Bevölkerung. Je stärker die Identifikation mit dem Charakter in den Spielen, desto aggressiver das Verhalten danach. Das testeten Greitemeyer und sein Team anhand von personalisierbaren Charakteren, Shootern und dem Willen, anderen Menschen danach Schaden zuzufügen.

Ein weiterer Grund für die gesteigerte Aggression liege in der Übertragung des Spiels auf den Alltag. Je eher ein Kontrahent als "unmenschlich" wahrgenommen werde, desto geringer sei die Hemmung, Gewalt anzuwenden. Nutzer von gewalttätigen Spielen würden auch im Alltag eher zu einer Dehumanisierung ihres Gegenübers und damit zu Alltagsaggression neigen, die sie in Relation zu den Geschehnissen des Spiels als harmlos einstufen. Eigenes aggressives Verhalten werde demnach nicht so wahrgenommen, meinte Greitemeyer.

Dieser Einfluss auf unser Verhalten funktioniere aber ebenso umgekehrt. An der Uni Innsbruck wurden auch Spiele getestet, die Rettung oder Hilfe zum Ziel haben, sogenannte prosoziale Spiele. Wie bei den gewalttätigen Spielen spielte eine Vergleichsgruppe nach Zufallsprinzip ein neutrales Spiel wie etwa Tetris. Danach wurden beide Gruppen mit einer gestellten Notsituation konfrontiert. Von den Teilnehmern am neutralen Spiel half nur jeder fünfte, während mehr als die Hälfte der Spieler eines prosozialen Computerspiels einschritt. Außerdem erkannten Spieler von prosozialen Spielen Worte wie Hilfe schneller und spendeten mehr ihres Verdienstes als Spieler von gewalttätigen Spielen.

Zwar fördere das Spielen von Ego-Shootern die Aggressivität, jedoch könne das gemeinsame Spielen diesen Aspekt in den Hintergrund drängen und den kooperativen Gedanken fördern. Spieler, die gewalttätige Games zusammen benützten, spendeten im Vergleich sogar mehr als jene, die alleine neutral spielten. "Man kann die Effekte von gewalttätigen Computerspielen auffangen, wenn man sie gemeinsam spielt", erklärte Greitemeyer. Problematisch bleibe jedoch, dass rund drei Viertel aller Computerspiele gewalttätige Sequenzen oder Handlungen beinhalten und diese meist die bessere Optik und anspruchsvollere Gestaltung vorweisen könnten. "Je länger und regelmäßiger Computerspiele konsumiert werden, desto stabiler sind auch die Effekte, die sie hervorrufen", so der Sozialpsychologe.

Tipps für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt 1/5
Grüner Spargel Gehören Sie auch zu den Frauen, die kurz vor Eintreten der Periode mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen haben? Dann sollten Sie regelmäßig Spargel essen. Das Stangengemüse ist ein exzellenter Lieferant für Folsäure, die der Körper in solchen Situationen ganz besonders gut gebrauchen kann, um das Wechselspiel der Hormone auszugleichen. Fünf Stangen liefern in etwa 25 Prozent des täglichen Bedarfs.
Leinöl Wenn die Hormone verrücktspielen, ist Leinöl die richtige Wahl. Die enthaltenen Lignane gleichen das Auf und Ab von Östrogen und Progesteron aus. Am Besten verfeinern Sie Salate mit ein paar Spritzern des Poweröls.
Soja Lebensmittel aus Soja können durch ihren hohen Gehalt an Pflanzenhormonen (Phytoöstrogenen) Hormonschwankungen während des weiblichen Zyklus abfedern. Sie wirken aber nicht auf Knopfdruck, sondern müssen langfristiger Bestandteil Ihres Speiseplans sein. Ob als Sojamilch, -joghurt oder Tofu: Wer täglich 100 Gramm aufnimmt, wird sich auch über ein strafferes Bindegewebe freuen. Denn die Phytoöstrogene sind auch ein 1a-Cellulite-Killer.
Lachs Dieser Fisch enthält besonders viele Omega-3-Fettsäuren, welche die Laune heben und PMS-bedingte Depressionen verhindern. Wissenschaftler der Harvard Medical School glauben, dass das Fischfett die Kommunikationswege im Gehirn günstig beeinflusst. Ob frisch oder geräuchert: Essen Sie zweimal pro Woche den „Glücksfisch“ – so bleiben Ihre Hormone in Balance.
Reis Wenn kurz nach dem Eisprung, etwa in der dritten Zykluswoche, der Progesteronspiegel steil ansteigt, kommt es vermehrt zu Wassereinlagerungen im Bindegewebe. Damit diese nicht dauerhaft bleiben, lohnt es sich, viel Reis zu essen, er entschlackt. Weiterer Benefit: Mit 100 Gramm Reis decken Sie den Tagesbedarf an Mangan. Das Spurenelement wirkt Wunder bei stimmungsbedingter Abgeschlagenheit.

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