Christkind, mach mich schlank!

Mehr Genuss, weniger Reue

Christkind, mach mich schlank!

Den Advent genießen und schlank unterm Christbaum stehen? Figur-Profis zeigen, wie’s geht!

Haben Sie Ihren Brief ans Christkind schon geschrieben? Wüsste man, dass sich alle Herzens-Begehren auch wirklich erfüllen, könnte man es mit folgendem Appell versuchen: „Liebes Christkind! Ich will heuer Kekse naschen dürfen und dabei auch noch schlank werden!“

Ihr Schlank-Plan
Eine gewisse Herausforderung für die guten Himmelsgeister, keine Frage. Aber dennoch kein Ding der Unmöglichkeit: Die Wiener Ernährungswissenschafterinnen und MADONNA-Figur-Expertinnen Ursula und Julia Pabst verraten Ihnen im Rahmen der vierteiligen Gesund-Serie „Schlank durch den Advent“, wie Sie die Vorweihnachtszeit in vollen Zügen genießen können, ohne dass Ihre Figur dabei Schaden nimmt (siehe auch Expertinnen-Interview auf der nächsten Seite).

Figur-Tricks
Zunächst einmal heißt es, der (bitteren) Wahrheit ins Auge schauen: „Die beliebten Weihnachtskekse sind aufgrund der Fett-Zucker-Kombination natürlich Gift für die Figur“, warnt Ursula Pabst. Und gesunde, gut schmeckende Alternativen zu den süßen Verführern sind leider rar gesät. Die gute Nachricht: Sie müssen auf Ihre Lieblingskekse nicht verzichten, wenn Sie strategisch klug vorgehen. Der wichtigste Schachzug lautet: Die Basisernährung muss stimmen. „Wer auf ein sinnvolles Frühstück, gesunde Zwischen-Snacks und nährstoffreiche, aber kalorienarme Hauptmahlzeiten achtet, darf sich auch ein paar süße Sünden gönnen“, so Figur-Profi Julia Pabst. Wie ein idealer Tagesmenüplan aussieht, bei dem auch adventliches Naschen erlaubt ist, sehen Sie im Kasten rechts oben.

Letztlich ist für ein erfolgreiches Schlank-Programm die folgende Gleichung entscheidend: Wer jetzt nicht zunehmen will, muss darauf achten, dass die tägliche Energiezufuhr nicht größer ist als die Menge an Energie, die man während des Tages verbraucht. Das heißt: Wenn Sie schon am Vormittag wissen, dass Sie sich abends mit Freunden am Punschstand treffen, sollten Sie schon mittags Kalorien einsparen – indem Sie zum Beispiel einen leichten Salat wählen. Und: Planen Sie an diesem Tag zumindest einen flotten Spaziergang von etwa einer halben Stunde ein. Somit bleibt auf dem Kalorienkonto noch Platz für einen Glühwein (ist kalorienärmer als Punsch!) und ein paar Kekse.

Schlecht wäre es jedoch, auf das Frühstück zu verzichten: „Wer das Frühstück auslässt, tut sich nichts Gutes. Es ist eine wichtige Mahlzeit, damit der restliche Tag nicht von Heißhunger und Naschphasen begleitet wird“, meint Ursula Pabst. Morgen-Muffeln empfiehlt sie zumindest die Mini-Variante: ein Getreidekaffee mit geschäumter Sojamilch. Keinesfalls sollten Sie die Hauptmahlzeiten durch Kekse ersetzen: „Auch Süßspeisen sind jetzt als Hauptspeisen nicht ideal. Wenn Sie das Mittag- und Abendessen je zur Hälfte mit Gemüse, etwas magerem Eiweiß (wie Fisch, Hüttenkäse oder Putenfleisch) und ein paar vollwertigen Kohlenhydraten (wie Vollkornnudeln, Kartoffeln) gestalten, sind Sie auf der sicheren Seite“, garantieren die MADONNA-Schlank-Expertinnen.

Naschen light
Wenn Sie selbst Kekse backen, raten die Profis: „Viele Rezepte sind sehr süß konzipiert. Eine Zucker-Reduktion um ein Drittel ist fast immer möglich. Und: Backen Sie kleine Kekse! Man neigt dazu, von jeder Sorte kosten zu wollen. Sind die Kekse groß, häufen sich auch die Kalorien...“ Kandierte Früchte klingen zwar gesund, sind aber eine Figur-Falle: „Sie enthalten Unmengen an Zucker, weil ihnen anstatt der Feuchtigkeit eine Zuckerlösung hineingepumpt wurde. Besser die Finger davon lassen!“, raten die „Ernährungspäbstinnen“. Ihre Tipps für eine schlanke Advent-Idylle: Trinken Sie Gewürztees (wie „Yogitee“), die besonders gut mit etwas (Soja-)Milch verfeinert schmecken. Auch ein „Rotbuschtee Vanille“ mit einem Schuss Milch befriedigt Süßgusto und verhilft zur Top-Figur: „Tee hilft über Heißhungerphasen hinweg, liefert Flüssigkeit und kurbelt den Stoffwechsel an“, so Ursula Pabst. Gipfel der Gemütlichkeit: Abends Bratäpfel mit Zimt, Nüssen und Rosinen im Backrohr zubereiten. Ein Schlank-Rezept, wie vom Christkind gemacht...

Auf der nächsten Seite: Die MADONNA-Expertinnen Julia und Ursula Pabst verraten im Interview Schlank-Tipps.

Gesund-Talk
Wo lauern jetzt die größten Figurfallen und wie kann man sie umgehen? Darüber sprach MADONNA mit den Ernährungswissenschafterinnen Ursula und Julia Pabst:

Expertinnen-Interview: " Die tükischen Vanillekipferl..."

Warum nehmen so viele Menschen jetzt zu?
Ursula Pabst:
Die Hauptübeltäter sind die Kekse, genauer das Fett in den Keksen. Mit 9 Kalorien pro Gramm enthält Fett mehr als doppelt so viele Kalorien wie zuckerreiche Snacks. Das heiß: Ein Vanillekipferl, das sehr viel Fett enthält, ist kalorientechnisch tückischer als ein Anisbögerl, das aus Ei, Mehl und Zucker besteht.

Julia Pabst: Dazu kommt, dass sich viele Menschen im Winter weniger bewegen. Dabei kann man die Kalorienbilanz durch Sport gut verbessern. In der Praxis heißt das: Wer den Besuch am Christkindlmarkt mit einem ausgedehnten Spaziergang verbindet, kann sich dann gerne einen Becher Glühwein genehmigen. Glühwein hat außerdem meist weniger Kalorien als Punsch.

Gibt es denn keine gesunde Alternative zu Keksen?
Julia Pabst:
Es bringt nichts, sich mit „pseudogesunden“ Keksen über die Runden zu futtern, wenn man nach 20 Stück erst recht Lust auf Vanillekipferl hat. Als gute Alternative empfehlen wir, Trockenfrüchte wie Feigen mit einer Nuss zu füllen und an einem Ende in geschmolzene Zartbitterschokolade zu tunken. So kommt der Zucker aus den Früchten, gesundes Fett aus der Nuss und ein bisserl Sünde aus der Schokolade. Aber das Wichtigste: Es schmeckt auch!

Soll man die Kekse nach den Hauptmahlzeiten oder besser zwischendurch essen?
Ursula Pabst:
Wir beobachten in der Praxis, dass es zur Vermeidung von Heißhunger sinnvoller ist, zwei oder drei Kekse nach einer gesunden Mahlzeit als süßen Abschluss zu genießen, als zwischendurch immer wieder in die Keksschale zu greifen. Da kennt man oft kein Ende...

Essen Sie sich schlank! 21 goldene Tipps! Mit Rezepten von Ursula und Julia Pabst.