Zeig’ mir  deine  Liebe!

Kristin Pelzl-Scheruga

Zeig’ mir deine Liebe!

Weihnachten und Ostern mag ich sehr. Wirklich. Sogar Halloween kann ich etwas abgewinnen, obwohl es das in meiner Kindheit noch gar nicht gab. Zumindest nicht in Wieselburg.
Mit Silvester tu ich mir schon schwerer: Das zwanghafte Lustigsein bis ­Mitternacht macht mich müde. Noch fragwürdiger ist nur der Valentinstag. Ich will dem Besten nicht just am 14. Februar zeigen müssen, dass er „the one and only“ ist. Und mich womöglich über Zuckerherzen freuen müssen. Oder über ein Candlelight-Dinner mit fettem Prozentnachlass für Paare. Dass sich Liebe nicht kommerzialisieren lässt, wussten doch schon die Beatles: Can’t buy me love. Yeah!
Dabei verdanken wir die Valentins-Epidemie hierzulande den Briten (und Amerikanern): Ein englischer Schriftsteller namens Samuel Pepys hat 1667 einen Brief an seine Geliebte verschickt, worauf sie sich mit Blumen bedankt haben soll. Nach dem zweiten Weltkrieg dann ist der Brauch durch US-Soldaten zu uns rübergeschwappt.
An den Besten appelliere ich an dieser Stelle: Du weißt, ich liebe Blumen (am liebsten weiße Rosen!). Ich gehe auch sehr gerne mit dir essen, von mir aus sogar bei Kerzenschein. Genauso freue ich mich über Bücher, CDs oder schöne Unterwäsche. Ein Liebesfilm im Kino? Auch da bin ich dabei.
Aber bitte nicht am 14. Februar!

Kristin Pelzl-Scheruga ist Gesund-Chefin von MADONNA.

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