Daniel Brühl dreht Sci-Fi-Film in Tirol

Noch bis Ende der Woche stehen die Protagonisten in Tirol vor der Kamera. Vor dem Hintergrund der instabilen Weltlage am Anfang des 21. Jahrhunderts werden die Lebenswege einer Berliner Mittelstandsfamilie aus der Gegenwart in eine durchaus realistische, nahe Zukunft mit Unsicherheit und großen Veränderungen erzählt. Laura Kuper (Bernadette Heerwagen) muss sich am Ende ihres Studiums zwischen ihrem Wunsch nach Kindern und Hans (Daniel Brühl), der großen Liebe ihres Lebens, entscheiden.

"Aufgrund einer genetischen Krankheit können Laura und Hans keine Kinder bekommen, weshalb sie sich trennen", gab Heerwagen bei einer Pressekonferenz am Dienstag einen näheren Einblick. Sie entscheide sich vorerst gegen die Liebe und für das Kind. In der Schlusssequenz ziehe sich Hans in eine Hütte mit einem afrikanischen Flüchtlingsjungen zurück. "Laura sucht ihn dort auf", erzählte Regisseur und Drehbuchautor Lars Kraume am Drehort auf der Walderalm im Gnadenwald bei Hall in Tirol.

Der große Ressourcenkrieg, der Krieg ums Öl in Saudi-Arabien, die Flüchtlingsbewegungen, die neuen Formen des Terrorismus sowie der Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung seien Hauptthematiken in dem Near-Future-Drama. "Der Film hat aber auch realistischen Anspruch und eine klare Haltung: Je größer die äußeren Probleme sind, desto größer ist der familiäre Zusammenhalt", meinte Kraume. Die Geschichte der Familie werde den Zuschauer über die nahe Zukunft des nächsten Jahrzehnts in eine Utopie unserer Welt in zwanzig Jahren führen.

Die Idee zum Film "Die kommenden Tage" habe er durch seine eigene Vaterschaft gehabt, als er sich Gedanken über die Zukunft der Kinder machte, erzählte der Regisseur. Mit den medizinischen, technologischen und emotionalen Fortschritten als positive Aspekte solle der Film auch einen hoffnungsvollen Blick aufwerfen.

Auch Johanna Wokalek, die derzeit im Film "Die Päpstin" zu sehen ist, wird mitspielen und die Rolle von Lauras Schwester Cecilia übernehmen. Für Daniel Brühl dient die Tiroler Bergwelt nach den Dreharbeiten zu "Die fetten Jahre sind vorbei" erneut als Filmset. Für die Badlands Film Produktion wurde weiters in Berlin, Frankfurt, Köln und Wuppertal gedreht.

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