Karl Markovics führt erstmals Regie

Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) hat beim ersten Sitzungstermin 2010 Förderungen für sieben Kino-Projekte beschlossen. Unter den drei neuen Filmen findet sich auch die erste Regiearbeit von Karl Markovics. Unter dem Titel "Atmen" verfilmt der Schauspieler ein eigenes Drehbuch über einen wegen Totschlags verurteilten Mann, den ein Job bei der Wiener Bestattung wieder zurück ins Leben bringt.

Als Mitwirkende sind u.a. Birgit Minichmayr und Hary Prinz in der ÖFI-Aussendung genannt. Auch ein neuer Spielfilm von Barbara Albert, "Die Lebenden und die Toten", wird gefördert. Der Film mit Anna Fischer und Josef Bierbichler erzählt von der Reise der jungen Sita, die zwischen Berlin, Wien, Warschau und der spanischen Küste nach ihrer Heimat und sich selbst sucht. Unter dem Titel "Echte Wiener - Die Deppat'n und die Gspritztn" wird zudem der Kinoeinsatz von "Mundl" Sackbauer seine komödiantische Fortsetzung finden. Ebenfalls in Herstellung begriffen sind demnach der Spielfilm "Black - Brown - White" von Erwin Wagenhofer und die Glavinic-Verfilmung "Wie man leben soll" durch David Schalko.

Geförderte neue Dokumentarfilme beschäftigen sich mit der Energiesparlampen-Lobby (Christoph Mayr: "Bulb Fiction"), mit dem Bienensterben (Markus Imhoof: "More Than Honey"), mit dem Ursprung der Roma und Sinti (Klaus Hundsbichler: "Harri Stojka - Back to the Roots") oder mit dem in Baltimore lebenden Wiener Kriegstraumatisierten Leo Bretholz (Lukas Stepanik, Bernadette Wegenstein: "Wien - Baltimore"). Insgesamt erhielten 41 Kino-Projekte Zusagen in Höhe von insgesamt 4,47 Millionen Euro. 78 Projekte waren eingereicht.