"Snowmaker" ermöglicht früheren Ski-Saisonstart

Rechtzeitig zum Saisonstart setzen die Pitztaler Gletscherbahnen eine Technologie aus Israel ein, um Kunstschnee ohne Chemie und bei Plusgraden erzeugen zu können. Dadurch soll bereits im September ein größeres Pistenangebot für die Skifahrer zur Verfügung stehen, wie es bei der Präsentation am Donnerstag am Gletscher hieß.

Der Snowmaker, der unter anderem auch im Schweizer Zermatt zum Einsatz kommt, soll die bereits vorhandenen Beschneiungsanlage mit Kanonen und Lanzen ergänzen und vor allem zum Herbstauftakt und im späten Frühjahr zum Einsatz kommen. Unter anderem kann im Pitztal der Pistenabschnitt bei der Talstation der Pitz-Panoramabahn (2.850 Meter Höhe) früher freigegeben werden.

Bei herkömmlichen Beschneiungssystemen benötige man mindestens minus sechs Grad und es sollten nicht mehr als 60 Prozent Luftfeuchtigkeit gemessen werden, um einen optimalen Output zu erreichen. Auch der Wind spiele beim Einsatz der traditionellen Schneekanonen und Lanzen eine wichtige Rolle, sofern man ökonomisch beschneien wolle. Beim "IDE Snowmaker" spielten diese Faktoren keine Rolle, erläuterte Willi Krüger von den Pitztaler Gletscherbahnen.

Der 15 Meter hohe Produktionsturm für den Schnee wurde im Pitztal in einem eigenen Gebäude auf 2.840 Metern Höhe direkt neben der Talstation der Panoramabahn errichtet. Der hier produzierte Schnee kann somit direkt auf die unterhalb gelegenen Pisten der Sesselbahn Gletschersee geleitet werden. Das Wasser für diese neuartige Schneeproduktion mit einem Vakuumprinzip wird aus den bereits bestehenden Speicherteichen am Pitztaler Gletscher entnommen, die wiederum ausschließlich mit Gletscherschmelzwasser gespeist werden. Der elektrische Anschlusswert der Anlage liegt in der Größenordnung eines mittleren Sesselliftes, die elektrische Leistungsaufnahme liegt bei 500 KW, somit gleich viel wie bei sechs herkömmlichen Schneekanonen.