Invasion der Schneemänner im steirischen Eisenerz

Die Idee kam von der "Eisenerzer Kunstzelle": Der Blick der Betrachter soll vom Erzberg auf den Ort gelenkt werden, so Alex Pühringer. Eigentlich sollte der Rekord schon bis Ende Jänner fallen, doch zunächst machte Schneemangel den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Dennoch steckte man nicht auf, und nachdem der Schneenachschub der vergangenen Wochen für ausreichend Baumaterial gesorgt hatte, legte man am Montag los, um in vorgegebener Wochenfrist für eine neue Höchstzahl an - gleichzeitig unversehrt zu sehenden - Schneefiguren zu sorgen.

Doch der Neuschnee hat auch seine Tücken: Eingeschneite Figuren müssen vom lockeren Pulver "entstaubt" werden, damit die Konturen wieder erkennbar sind. Eine Sisyphusarbeit, "doch das schaffen wir locker", so Raudisgund Tobias von der Kunstzelle. Auch von einigen Vandalismus-Fällen ließen sich die Eisenerzer nicht entmutigen. "Das Schneemannfieber hat alle infiziert und verbreitet sich wie ein Virus", berichtete Tobias am Donnerstag im APA-Gespräch. Nicht nur die Knirpse aus den Kindergärten und Nachwuchs-Baukünstler aus den Schulen haben Hand angelegt, sogar drei Schulklassen aus Deutschland, die auf Sportwoche in Eisenerz waren, haben tatkräftig mitgeholfen und das Areal rund um das Jugendgästehaus mit weißen Wesen besiedelt.

Gelingt es, eine Feier am Freitagabend mit anschließender Disco einigermaßen unbeschadet hinter sich zu bringen, steht der Ausrufung des neuen Weltrekords am Samstag eigentlich nichts mehr im Weg. Jedes Schneeobjekt, das zwischen Eisenerzer Ramsau und Leopoldsteiner See anzutreffen ist, wird übrigens fotografisch dokumentiert und im Rahmen einer Fotoschau ausgestellt.

INFO: Informationen zum Rekordversuch "gemma Schneemann bauen, gemma Schneemann schauen" online unter http://www.schneemannweltrekord-8790eisenerz.blogspot.com

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