Lilian Klebow: "Habe jeden Moderator den ich kenne um Rat gefragt"

Opernball-Debüt

Lilian Klebow: "Habe jeden Moderator den ich kenne um Rat gefragt"

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SOKO Donau-Star Lilian Klebow moderiert heuer erstmals die Opernball-Sendung. Die Schauspielerin über ihre neue Aufgabe und Ball-Hoppalas in der Vergangenheit.

Eine schöne Überraschung für Schauspielerin Lilian Klebow (44) und alle Fans der SOKO Donau-Darstellerin hatte der ORF heuer parat: Die gebürtige Münchnerin und Wahl-Wienerin, die im letzten Jahr als „Dancings Stars“-Kandidatin über das Parkett schwebte, moderiert „Alles Opernball“, den großen Nachbericht, der am 9. Februar um 20.15 Uhr (ORF 1) zu sehen ist. Eine große Herausforderung für die Mutter einer neunjährigen Tochter und eines siebenjährigen Sohnes. Der MADONNA-Talk mit Lilian Klebow über ihre neue Rolle als sie selbst.

Durch die Live-Sendung am 8.2. führen noch Mirjam Weichselbraun (in Jenny Packham), Teresa Vogl (in Michel Mayer), Marion Benda (Atil Kutoglu) und Andi Knoll.   

Durch die Live-Sendung am 8.2. führen noch Mirjam Weichselbraun (in Jenny Packham), Teresa Vogl (in Michel Mayer), Marion Benda (Atil Kutoglu) und Andi Knoll.   

© ORF
× Durch die Live-Sendung am 8.2. führen noch Mirjam Weichselbraun (in Jenny Packham), Teresa Vogl (in Michel Mayer), Marion Benda (Atil Kutoglu) und Andi Knoll.   

Wie wird man Opernball-Moderatorin – wie kam es dazu?
Lilian Klebow:
Durch den plötzlichen Anruf des ORF, über den ich mich sehr, sehr, sehr gefreut habe, weil es so war, wie man sich das vorstellt: Man sitzt ­irgendwo und plötzlich ruft Hollywood an. Bei mir war es nicht Hollywood, sondern der ORF. (lacht) Aber ich habe mich natürlich irrsinnig gefreut. Und wie auch sonst in meinem Leben, gehe ich die Sache mit großem Respekt an. Weil das ja auch noch mal etwas ganz anderes ist, als das, was ich sonst tue. Als Schauspielerin bin ich ja gewohnt, in eine Rolle zu schlüpfen, bei „Dancing Stars“ war ich das erste Mal ich selbst vor der Kamera, ohne den Schutz einer Rolle. Ich denke, das war eine gute Vorübung für den Opernball, denn beim Moderieren hast du diesen Schutz einer Rolle ja auch nicht. Da ich aber nicht jemand bin, der gerne in Schubladen passt und mich Neues immer sehr interessiert, war meine Freude über dieses Angebot sofort sehr groß.

Auch die Vorbereitung auf diesen Auftritt ist sicher eine ganz andere – wie kann man sich diese vorstellen?
Klebow:
Definitiv. Schon die ersten Sitzungen mit der Redaktion, dem Team der Interspot, diesen erfahrene Journalist:innen waren sehr spannend für mich. Diese Schnelligkeit, mit der hier gearbeitet wird, war sehr beeindruckend. Voller Respekt erlebe ich jetzt, wie viel Arbeit in so einer Sendung steckt. Ich bin unheimlich dankbar, mit so einem Profi-Team arbeiten zu dürfen, das mich an der Hand nimmt. Und was bringe ich mit? Meine Spontanität, meine Neugier, meine Liebe dazu, mich mit Menschen zu unterhalten, eine gehörige Portion Respekt vor der Aufgabe und mein neu erworbenes Credo: „Ich bin gerne auch ich selbst vor der Kamera“.

Ist es schön, auch mal man selbst sein zu können – oder ist es auch gefährlich?
Klebow:
Es ist herrlich! Als Schauspielerin kann ich quasi in die Rolle meiner mutigeren Schwester schlüpfen und vielleicht Seiten ausleben, die ich sonst nicht zeigen würde. Ich würde nie meinen Aggressionen so freien Lauf lassen, wie ich das als Penny Lanz tue – aber es macht Spaß. (lacht) Umgekehrt mal das Experiment zu wagen, ganz authentisch in einer neuen Aufgabe zu sein, ist sehr spannend. Das war schon bei „Dancing Stars“ ein sehr befreiendes Erlebnis.

Am Opernball werden Sie wenig Zeit haben, zu tanzen. Wissen Sie schon, wie der Abend für Sie konkret verlaufen wird?
Klebow:
Ich habe mir ausverhandelt, dass ich zumindest mit meinem Mann über den Red Carpet gehen darf. Aber von dort aus starte ich dann direkt in die Dreharbeiten. Ich glaube, ich werde ihm noch eine Begleitung suchen, damit er nicht ganz allein ist, weil ich ja nur arbeiten werde. Ich werde mit dem Team in die Logen gehen und Interviews führen, wir werden viele Blicke auch hinter die Kulissen werfen – es ist ja beeindruckend, wie viele Menschen ihre Liebe in diesen Ball stecken.

Haben Sie Moderations-Vorbilder und sehen Sie sich diese nun ganz genau an?
Klebow:
Ich darf ja so ziemlich mit all meinen Idolen moderieren. Mirjam und Teresa sind ein Wunder an Wortwitz und Schlagfertigkeit. Aber auch von vielen anderen kann man sich etwas abschauen. Ich habe jeden Moderator, den ich kenne, um Rat und Tipps gefragt. (lacht)

Auf welches Interview freuen Sie sich ganz besonders?
Klebow:
Eine große Ehre ist es, den Bundespräsidenten interviewen zu dürfen, was natürlich auch einen Aufregungsfaktor in sich birgt. Aber es gibt immer viele, tolle Gäste, mit denen ich gerne sprechen würde. Und natürlich sind wir alle auf Priscilla Presley gespannt.

Sie waren privat schon des Öfteren am Opernball. Ist Ihnen schon einmal ein Ball-Hoppala passiert?
Klebow:
Ich hätte mich schon einmal fast in die Präsidentenloge verlaufen. Ich wollte in die Künstlerloge und habe einfach die Tür aufgerissen. (lacht)

Das passende Kleid zu finden, ist auch immer eine Challenge. Sie haben sich für eines der Gewinner:innen des Couture Salons entschieden ...
Klebow:
Ja, ich war Teil der Jury und Nachhaltigkeit ist mein Thema. Deshalb habe ich mich für die Kreation von CoutureWerkstatt Alexandra Gogolok-Nagl entschieden. Das hat eine ziemlich lange Schleppe, weshalb ich zunächst nicht so sicher war, da das gefährlich ist in dem Gedränge. Aber es hat mich so begeistert, dass das Kleid aus Stoffresten, die verbrannt worden wären, gefertigt ist.

Sie sind ja sonst eher nicht so der Kleider-Typ ...
Klebow:
(lacht) Das stimmt. Privat bin ich eher ein Hippie. Aber lustigerweise hat sich da seit „Dancing Stars“ etwas getan bei mir. Zuerst hat mich der ganze Glitzer und Strass genervt. Am Ende war ich dann diejenige, die gesagt hat: „Könnte ich bitte noch so ein Strassarmband haben?“ (lacht)

Was möchten Sie am 9. Februar sagen können?
Klebow:
Ich bin müde, aber glücklich – ich habe bei den Interviews gut zugehört und hatte Spaß!  

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