Caroline Peters im MADONNA-Talk

Neue Buhlschaft

Caroline Peters im MADONNA-Talk

Vier Saisonen darf Tobias Moretti (60) bereits im weltberühmten Theaterhit „Jedermann“ als Schwerenöter werken. In Hugo von Hofmannsthals „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ hat er aber relativ aussichtslose Chancen. Wie gut, dass er stets weibliche Unterstützung zur Seite hat! Und der Strizzi ist ein Nimmersatt: Mit der neuen Buhlschaft Caroline Peters (48) wird Moretti bereits von der dritten Flamme bezirzt!  

Schauspielaffin. 1971 in Mainz geboren, schloss die Blondine ihr Schauspielstudium in Saarbrücken ab. Danach zog es sie an die Bühnen Berlins, Hamburgs oder Zürichs. 2004 folgte die Aufnahme am Wiener Burgtheater als fixes Ensemblemitglied – wo sie unter anderem in „Bella Figura“ begeisterte. Für „Tatort: Dreimal schwarzer Kater“, „Mord mit Aussicht“, „Arnies Welt“ oder dem Austro-Hit „Womit haben wir das verdient?“ (mit Simon Schwarz) stand sie auch viel vor der Kamera. 2018 gab’s verdienterweise den „Nestroy“-Theaterpreis: Als „Beste Schauspielerin“ überzeugte sie in der Akademietheater-Produktion „Hotel Strindberg“. Peters schnupperte bereits u. a. mit „Cappuccetto Rosso“ Salzburger Festspielluft. Der 48-Jährigen, die übrigens die älteste Buhlschaft der bisherigen Geschichte sein wird, wird großes komödiantisches Talent nachgesagt. Ein echtes Versprechen für den „Jedermann“ – Moretti selbst kennt sie natürlich, zusammen gespielt hat das angehende Traumpaar aber noch nicht. Das wird sich ab 18. Juli ändern.

Ablöse. Die Deutsche folgt damit auf Stefanie Reinsperger (31) die 2017 und 2018 in der Mozartstadt werkte, und auf Valery Tscheplanowa (39), die ihr Glück heuer am Domplatz versuchte. Peters verkörpert 2020 übrigens die „Jubiläums-Buhlschaft“ zum 100-jährigen Bestehen der Festspiele. Eine Ehre!

Sie sind die neue Buhlschaft. Wie war Ihre erste Reaktion auf das Angebot?
Caroline Peters:
Ich war sehr überrascht – und habe mich gefreut! Ich habe aber tatsächlich länger gebraucht, um mich zu entscheiden. Ich wollte eben abwägen und war mir nicht sicher, ob das ein reines Vergnügen wird. Dann hat aber die Neugier gesiegt. Und ansonsten hätte ich die nächsten zehn Jahre nachgedacht, und wenn es jetzt schiefläuft, weiß ich das wenigstens.

Der Talk. Redakteurin Manuela Tiefnig sprach mit Caroline Peters
Caroline Peters © Artner

Holen Sie sich Tipps bei Kolleginnen und gibt es Vorgängerinnen, die Sie bewundern?
Peters:
Klar werde ich mich bei bekannten Kollegen erkundigen. Die Erfahrungen muss ich aber trotzdem selber machen! Die Salzburger Welt ist eine eigene Welt im Sommer, die „Jedermann“-Welt eine noch eigenere. Und sehr toll finde ich Senta Berger, Birgit Minichmayr oder ­Sophie Rois.


Wie steht’s denn um Ihren Jedermann: Kennen Sie Tobias Moretti und haben Sie schon mit ihm zusammengearbeitet?
Peters:
Natürlich kenne ich ihn, wir haben aber noch nicht gemeinsam gespielt. Ich hoffe, wir gehen vor der Aufführung noch gemeinsam einen Kaffee trinken! (lacht) Ich habe mit ihm ja einen sehr erfahrenen Jedermann, der schon zwei Buhlschaften vor mir hatte. Ich hoffe, er freut sich auch auf mich.


Hand aufs Herz: Nichts wird bei der Buhlschaft mehr diskutiert als ihr Kleid. Hätten Sie da einen Wunsch?
Peters:
Ich liebe ja die Farbe Gelb! Es vergnügt mich, weil sie sehr auffällt. Aber es ist keine seriöse Farbe, Rot schon viel mehr. Es ist mir aber nicht egal, was ich anhabe. Bei der Buhlschaft ist es eben etwas besonders, weil ich selber schon wahnsinnig viel darüber geredet habe oder mit Freundinnen auf WhatsApp darüber geschrieben habe. Etwa heuer: „Wow, Valery hat einen Hosenanzug an!“ Ich halte das nicht nur für irgendein Kostüm.
 

Das ist die neue „Buhlschaft“
Deutsche in Österreich. Am 7. September 1971 wurde Caroline Peters in Mainz geboren, wuchs seit ihrem achten Lebensjahr in Köln auf. Nach einem Schauspielstudium und diversen Bühnenengagements wurde sie 2004 am Wiener Burgtheater Ensemblemitglied. Sie lebt in Wien.

Ausgezeichnet. Für ihre Performances in „Arnies Welt“, „John Gabriel Borkman“ oder „Hotel Strindberg“ gab’s prestigeträchtige Auszeichnungen: Adolf-Grimme-Preis, Nestroy-Preis oder „Schauspielerin des Jahres“. 2019 wurde sie zur „Österreicherin des Jahres“ in der Sparte „Kulturerbe“ gekürt. Auch privat läuft’s richtig rund: Ihr Lebenspartner ist Frank Dehner, ebenso Schauspieler. Das Paar will laut „Bunte“ weder heiraten noch Kinder bekommen.
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