Umgangsformen am Arbeitsplatz

Business Knigge Teil I

Umgangsformen am Arbeitsplatz

Zehn Stockwerke mit dem Chef alleine im Lift – peinlich schweigen oder sollte man doch ein Gespräch einleiten? Wenn ja, wie? Spricht man den neuen Mitarbeiter mit Sie an, auch wenn es viel zu steif erscheint? Wie geht man bei einem Geschäftsessen vor? Viele dieser Fragen beschäftigen jeden früher oder später im Geschäftsleben. Wer die Etikette beherrscht, wird auch im Beruf weiterkommen, da derjenige Souveränität ausstrahlt.

Gute Umgangsformen werden heutzutage nicht mehr mit Aufgesetztheit assoziiert, sondern gelten als Basis eines jeden Umgangs miteinander. Egal ob im Job oder im Privatleben gute Umgangsformen sind immer gefragt. Daraus ergibt es sich, dass es für den zwischenmenschlichen Umgang gewisse Normen gibt und diese wollen gelernt sein. Ein chinesisches Sprichwort besagt beispielsweise, dass man alles durch Höflichkeit bekommen kann.

Im beruflichen Umfeld kann schlechtes Benehmen sehr starke Konsequenzen mit sich bringen. Hinterlässt man bei Vorgesetzten, Kollegen oder Geschäftspartnern einen schlechten Eindruck, so kann dies über den beruflichen Erfolg entscheiden. Im Folgenden werden nun ein paar Eckpunkte einer guten Umgangsform erläutert:

  • Im privaten Bereich entscheiden Frauen selbst, ob sie aufstehen oder wann sie jemanden die Hand schütteln und wann nicht. Im Berufsleben ist dies aber etwas anders. Der Ranghöhere entscheidet darüber, ob er aufsteht oder nicht.
  • Pünktlichkeit wird nicht als eine Tugend angesehen, sondern ist Pflicht.
  • Sollte man neu in ein Unternehmen kommen, so liegt es nicht an einem selbst darüber zu entscheiden, ob man seine Arbeitskollegen duzt oder in der höflichen Form verbleibt. Dies wird von den ranghöheren Mitarbeitern und Kollegen bestimmt.
  • Vor allem am ersten Arbeitstag stellt die korrekte Kleidung oft ein Problem dar. Es ist jedoch immer besser sich etwas eleganter als zu leger zu kleiden. Später kann man dann seinen Kleidungsstil an den der Mitarbeiter anpassen.
  • Fühlen Sie sich oft unsicher bei der Ansprache anderer Personen?  Falls Sie den Namen nicht verstanden haben, fragen Sie lieber gleich nach und lassen Sie keine Unstimmigkeiten aufkommen. Falls ein Geschäftspartner über mehrere Titel verfügt, brauchen Sie nur den höchsten nennen.
  • Wer grüßt als erster? Nun, dies lässt sich leicht beantworten, derjenige, der den Raum betritt grüßt die Menschen im Raum.
  • Grundsätzlich gilt, dass Frauen den Vortritt bekommt, außer eine andere Person ist deutlich älter oder diese muss besonders gewürdigt werden. Dies gilt beispielsweise bei Politikern oder anderen Personen von höherem Rang.
  • Die Einhaltung eines gewissen Respektabstandes zum Gesprächspartner ist auch sehr wichtig. In Mitteleuropa sprechen Experten von einer persönlichen Distanzzone von 50 cm, welche man nicht übertreten sollte ohne sein gegenüber zu bedrängen.
  • Bedenken Sie, dass neben dem Gesagten auch das Benehmen, Kleidung, Gestik und Mimik den Gesamteindruck eines Menschen bestimmt. Die nonverbale Kommunikation spielt im zwischenmenschlichen Umgang eine wichtige Rolle.

Dies sind ein paar Richtlinien zum richtigen Umgang mit Mitmenschen. Wichtig ist jedoch immer, dass Sie sich selbst treu bleiben und Ihre Identität wahren. Es ist auch klar, dass jede Situation ein unterschiedliches Verhaltensmuster verlangt und man in diesem Bereich einfach eigene Gewohnheiten aufbaut. Gewisse Eckpunkte müssen jedoch eingehalten werden, vor allem im Berufsleben.

Sollten Sie in einem internationalen Unternehmen arbeiten, werden Sie mit ganz neuen Herausforderungen anderer Kulturen konfrontiert. Auf diese werden im zweiten Teil der Business Knigge nächste Woche genauer eingegangen.

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