Nie wieder Brille mit Laser-OP

Scharfe Sicht

Nie wieder Brille mit Laser-OP

Vom ersten Termin bis zum Ergebnis nach dem Eingriff: so verläuft eine Laser-Operation.

Egal wie leicht und schick Brillen oder wie komfortabel gut angepasste Kontaktlinsen auch sein mögen: Immer mehr Menschen empfinden ihre Sehbehelfe dennoch als Störfaktor – und erfüllen sich den Traum von einem „Leben ohne Brille“ mittels Augen-Operation. Doch wie riskant ist der Eingriff wirklich? Worauf soll man achten und für wen sind die Lasereingriffe am Auge wirklich geeignet?

 

Top-Augenarzt
Darüber sprach MADONNA mit einem der erfahrensten Augenärzte: Prof. Dr. Martin Zehetmayer leitet das Augenlaserzentrum Wien in der Währingerstraße bei der Votivkirche, das auch unter Ärzten als eine der besten Adressen auf diesem Gebiet gilt:  

© chrissinger.com

Bild: (c) chrissinger
Prof.Zehetmayer beginnt mit dem Eingriff der nur 15.Min. dauert.

Herr Professor, wie viele Augen-Laser-Operationen haben Sie denn bereits durchgeführt?
Martin Zehetmayer:
Ich habe sie nicht gezählt (lacht)! Aber man kann so sagen: Ab 150 Patienten pro Jahr kann man von einem routinierten Operateur ausgehen. Diese Voraussetzungen sind bei allen Chirurgen unseres Zentrums mehr als gegeben.  

Und wie oft ist dabei schon etwas schiefgegangen?
Zehetmayer:
Eine gute Frage, die mir viele Patienten im Rahmen ihres Erstgespräches stellen. Also: Mit anhaltenden Problemen gibt es niemanden. Aber es gibt schon hin und wieder Patienten, deren Wundheilung etwas verzögert ist und die vielleicht etwas länger als andere brauchen, um das optimale Ergebnis endgültig zu erreichen.

Man hört aber immer wieder, dass der Eingriff doch nicht so harmlos ist …
Zehetmayer:
International gesehen gibt es leider schon Patienten, die durch eine Laseroperation einen bleibenden Schaden davongetragen haben. Erst kürzlich haben sich wieder zwei Patienten an unser Zentrum gewandt, weil sie nach Eingriffen im nahen Ausland einen Schaden an der Hornhaut erlitten haben. Aber das kommt glücklicherweise sehr selten vor. Generell gilt die refraktive Laserchirurgie (Anm.: Unter diesem Begriff werden alle Operationen am Auge zusammengefasst, die Brillen oder Kontaktlinsen ersetzen sollen) – korrekt durch geführt – heute als ein sehr sicherer Routineeingriff.


Und wie zufrieden sind die Patienten danach?
Zehetmayer
: Einer wissenschaftlichen Publikation zu diesem Thema zufolge sind weltweit 95,4 aller Patienten mit dem Ergebnis nach einer Lasik-Operation zufrieden. Dieser Eingriff wurde bis 2009 16,3 Millionen Mal durchgeführt.

Was genau ist eine „Lasik“-Operation eigentlich?
Zehetmayer:
Es ist die derzeit populärste OP-Methode:  Sie ermöglicht sehr schnell und relativ schmerzfrei scharfe Sicht, da die Operation unter der schmerzempfindlichen Hornhautoberfläche vorgenommen wird. Eine Weiterentwicklung dieser Methode ist die Femto-Lasik: Sie ist noch sicherer und noch schmerzloser (siehe dazu Überblick im Kasten auf Seite 65).

Ist die Lasik oder Femto-Lasik für jeden geeignet?
Zehetmayer:
Die Eignung zur Operation hängt im Einzelfall natürlich sehr stark von der Beschaffenheit des individuellen Auges ab und die Operationsmöglichkeit kann immer nur im konkreten Einzelfall festgestellt werden. Allgemein ist die Lasik-Methode für die Korrektur von rund 90 Prozent der Fehlsichtigkeiten gut geeignet. Üblicherweise können eine Weitsichtigkeit von +5 Dioptrien oder weniger und eine Kurzsichtigkeit von bis zu –10 Dioptrien zumeist gut operiert werden. Wenn die Hornhaut dicke von der Norm abweicht oder die Pupille in der Dunkelheit sehr groß ist, können diese Angaben aber auch über- und unterschritten werden.  

Tut der Eingriff weh?
Zehetmayer:
Patienten beschreiben die Lasik- und insbesondere die Femto-Lasik-Technik als nicht oder fast nicht schmerzhaft. Manchmal spüren sie einen leichten Druck auf das Auge. Es ist aber durch Tropfen betäubt und so eigentlich schmerzunempfindlich.

Und wie lange dauert die OP?
Zehetmayer:
Sie wird ambulant durchgeführt und dauert mit Vorbereitung rund 30 Minuten für beide Augen. Nach Femto-Lasik können Sie bereits ein, zwei Tage nach dem Eingriff wieder Auto fahren.

Und wie teuer ist der Eingriff?
Zehetmayer:
Wir haben Pauschalpreise: Je nach Methode und Falllage muss pro Auge mit Kosten von 2.000 bis 2.800 Euro gerechnet werden. Im Preis inkludiert sind die Untersuchungen nach der OP für einen Zeitraum von zwölf Monaten.

Zahlen die Krankenkassen in bestimmten Fällen?
Zehetmayer:
Die gesetzlichen Krankenkassen sind im Regelfall nicht verpflichtet, Rückerstattungen für eine Lasik-OP zu leisten. Manche Zusatzkrankenkassen aber zahlen – je nach Vertragssituation – einen mehr oder weniger großen Anteil zur Operation dazu. Wichtig: Vor der OP unbedingt mit einem Kostenvoranschlag anfragen!

Ab welchem Alter kommt eine Lasik in Frage?
Zehetmayer:
Bei geringen, stabilen Werten ab 18 Jahren; bei höheren Werten (–6 Dioptrien und mehr) erst ab 21.  

Wie lange hält das Ergebnis?
Zehetmayer:
Im Regelfall ein Leben lang. Ein späteres Wiederauftreten einer Fehlsichtigkeit ist sehr selten. Ausgenommen davon ist natürlich die Altersweitsichtigkeit, die etwa ab dem 45. Lebensjahr auftritt.

© Fuhrich Roman

Bild: (c) Fuhrich Roman.
Prof.Dr. Martin Zehetmayer ist Augenarzt und Chirurg im renommierten Augenlaserzentrum Wien. www.augenlaserzentrum-wien.at

Heimische Laserzentren:
Augenlaserzentrum Wien, Prof. Dr. Martin Zehetmayer,
Prof. Dr. Andreas Kruger,
Währingerstraße 3, 1090 Wien,
Tel.: 01/402 0053.
www.augenlaserzentrum-wien.at

Auge & Laser,
Prof. Andreas Kuchar, Dr. Stephan Kaminski, Grundauerweg 15, 2500 Baden, Tel.: 02252/9010-0,
www.auge-und-laser.at

Augen Laser Klinik
Vorarlberg,
Dr. Wolfgang Diem, Kaiser-Franz-Josef-Straße 8, 6845 Hohenems,
Tel.: 05576/7844-0,
www.smileyes.de/vorarlberg

Augenlaserklinik Wien,
Dr. Reinhard Schranz,
Lange Gasse 72/7, 1080 Wien, Tel.: 01/408 19 66,
www.augenchirurgie.at