Ekel-Schulessen darf wieder gebloggt werden

Behörden kapitulieren

Ekel-Schulessen darf wieder gebloggt werden

Bezirksregierung musste Blog-Verbot wieder rückgängig machen.

Martha darf wieder bloggen!  Die neunjährige schottische Schülerin ärgerte mit einem Foto-Blog über das Essen in ihrer Schulkantine die Behörden. Nachdem die Bezirksregierung von Argyll and Bute der neunjährigen Martha Payne angesichts der Berichterstattung über ihre inzwischen in aller Welt bekannte Internetseite am Donnerstag untersagt hatte, weiter Fotos ihres Mittagessens zu veröffentlichen, musste sie das Verbot am Freitag wieder zurücknehmen. Im Internet hatte die Bezirksregierung mit ihrem Verbot einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

"Heute wurde ich von meinem Klassenvorstand aus der Mathe-Stunde geholt. In seinem Büro erklärte er mir, dass ich keine Fotos vom Schul-Essen mehr machen darf, wegen der Schlagzeile einer Zeitung heute. Ich schreibe nur meinen Blog, nicht Zeitungsartikel, und ich bin traurig, dass ich das nicht mehr machen darf. Ich werde die Bewertung meines Schulessens vermissen und die Fotos, die ihr mir von euren Mahlzeiten schickt. Goodbye, Veg", hieß es am Donnerstag auf Marthas Blog. Der Eintrag sorgte für eine Welle von empörten Botschaften in sozialen Netzwerken. Der Bezirksregierung blieb daraufhin nichts anderes übrig, als ihr Veröffentlichungsverbot zurückzunehmen. Inzwischen kündigte das Mädchen auf der Seite an, am Montag das nächste Essensbild zu veröffentlichen.

Diashow: Dieses Essen wird Martha täglich vorgesetzt:

Dieses Essen wird Martha täglich vorgesetzt:

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    Martha Payne hat vor sechs Wochen angefangen, Fotos ihres Kantinenessens ins Internet zu stellen. In ihrem Blog bewertet sie die Mahlzeiten nach Kategorien wie Geschmack, Nährwert - oder einfach der Zahl der darin gefundenen Haare. Die Neunjährige sammelt damit Geld für eine Wohltätigkeitsorganisation, die Kinder in Entwicklungsländern mit Nahrungsmitteln versorgt. Nachdem das Mädchen noch am Donnerstag dachte, ihre eigene Zielmarke von 7.000 Pfund (8.600 Euro) zu verfehlen, verschaffte ihr das Behördenverbot einen Geldregen: Bis Freitagabend wurden für das Projekt gut 45.000 Pfund (55.426 Euro) gespendet.

    Neunjährige bloggt Ekel-Schulessen

    Erfolg im Kampf gegen Ekel-Schulessen

    Blog-Verbot für Ekel-Schulessen