(K)ein Kinderspiel

Glücklich Mutter sein: So gelingt's!

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Alles Liebe zum Muttertag! Am 14. Mai stehen Mamas im Fokus. Über Selbstfürsorge, freies Mutterglück und die Wichtigkeit, den Perfektionismus endlich in die Wüste zu schicken. 

Aufopfernde Fürsorge, grenzenlose Geduld, zum Abendessen ein mindestens 3-gängiges Menü (natürlich Bio und regional, versteht sich von selbst, oder?), immer ein offenes Ohr für die Anliegen der anderen, ein Topbody nur wenige Woche nach einer Geburt – und all das am besten immer bei bester Laune. Die Hauptsache: der Familie und vor allem den Kindern soll es gut gehen und ja an nichts fehlen.

Viele Mama-Ratgeber kreisen vor allem um die eine ominöse Frage, was wohl das Beste für den Nachwuchs ist. Schon klar, Mamas wünschen sich natürlich, dass es den Lieblingen rundum gut geht. Aber: Was ist denn eigentlich mit den Mamas selbst? Was ist das Beste für Mütter?

Mama im Fokus

Diese Frage hat sich auch Autorin Ana Wetherall-Grujic in ihrem brandneuen Buch „Das Baby ist nicht das verdammte Problem – ein Handbuch für glückliche Mütter“ gestellt. Die Antwort –kurz, knapp und im Grunde simpel: „Das Beste für die Mutter ist, frei entscheiden zu können.“ In ihrem Buch verdeutlicht die Autorin allen Neo-Mamis, Neo-Papas, Omas und Opas auf humorvolle, einfühlsame und ehrliche Weise, wie wichtig es ist, im Strudel (und manchmal regelrechten Wahnsinn, sind wir uns doch bitte ehrlich!) des Alltags besonders bewusst auf sich selbst und die eigenen Bedürfnisse zu achten und als Mama den eigenen Weg zu gehen. Und weil wir wissen, dass genau das manchmal leichter gesagt als getan ist, haben wir hier einige Tipps und Inputs zum Schmökern zusammengefasst.

Mamas, steht zu euch! Denn auch Superheldinnen brauchen mal Pause, haben Bedürfnisse, dürfen Grenzen setzen, frei entscheiden und müssen nicht perfekt sein! 

Mamas, steht zu euch! Denn auch Superheldinnen brauchen mal Pause, haben Bedürfnisse, dürfen Grenzen setzen, frei entscheiden und müssen nicht perfekt sein! 

© Getty
× Mamas, steht zu euch! Denn auch Superheldinnen brauchen mal Pause, haben Bedürfnisse, dürfen Grenzen setzen, frei entscheiden und müssen nicht perfekt sein! 

Schluss mit den Vergleichen!

Die Nachbarin hatte eine natürliche Geburt, Sie haben per Kaiserschnitt entbunden? Die beste Freundin stillt ihr Baby, Sie geben ihm Fläschchen? Ihre Cousine wickelt ihr Baby mit wiederverwendbaren Windeln aus Bio-Stoff, Sie mit Wegwerfwindeln? Wenn Sie jetzt das Gefühl haben, eine Rabenmutter zu sein, dann sind Sie mit Sicherheit nicht alleine. Ratschläge über Ratschläge, Regeln über Regeln, Meinungen über Meinungen – Schwangere und Neo-Mamis stehen heutzutage enorm unter Druck. Noch bevor das Baby auf der Welt ist, laufen werdende Mamas bereits Gefahr, als Rabenmütter abgestempelt zu werden. Atmen Sie einmal durch! In vielen Fällen gibt es gar kein Richtig oder Falsch, kein Gut oder Schlecht. Hören Sie doch lieber einmal mehr auf Ihr Bauchgefühl. Sich permanent zu vergleichen bzw. Idealen entsprechen zu wollen, die gar nicht zu einem selbst passen, ist doch wirklich zermürbend. Sie haben jedes Recht, für sich und Ihr Baby frei zu entscheiden.

Lassen Sie die anderen doch einfach reden!

„Das Leben ist jetzt erst mal vorbei – für Jahre“, „Schlaf, solange du noch kannst!“ „Duschen ist Luxus“ oder „Bald hast du einen neuen Chef: dein Baby!“ – welche Jungmami kennt solche Witzeleien und Hiobsbotschaften nicht? Das Ungute daran: Es mögen zwar Scherze sein, dennoch setzen sie sich in gewisser Weise im Kopf fest. Mit Sicherheit sind Sie nicht die einzige ­Mama, die sich vielleicht denkt: „Wie schlimm kann es wirklich werden, wenn mein Baby auf der Welt ist?“ Ja, Kinder großzuziehen ist – nun ja – kein Kinderspiel. Aber anstelle der Witzeleien, die einem im Grunde nur Sorge bereiten und Bammel machen, wären doch viel eher Mitgefühl, Fürsorge und gegenseitige Unterstützung angebracht. Lassen Sie die Leute doch reden, hören Sie nicht auf all die Scherze. Umgeben Sie sich lieber mit Menschen, die für Sie da sind und Ihnen auf dem Weg in den neuen Lebensabschnitt als Mama positiv zureden und helfen.

Freiheit bedeutet Loslösung von Normen, Regeln und den Meinungen anderer. Ziehen Sie Ihr eigenes Mutterding durch, achten Sie gut auf sich selbst. 

Freiheit bedeutet Loslösung von Normen, Regeln und den Meinungen anderer. Ziehen Sie Ihr eigenes Mutterding durch, achten Sie gut auf sich selbst. 

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× Freiheit bedeutet Loslösung von Normen, Regeln und den Meinungen anderer. Ziehen Sie Ihr eigenes Mutterding durch, achten Sie gut auf sich selbst. 

Raus mit den Emotionen!

Jede Menge Verantwortung, Berge von Wäsche, wenig Ruhe und ein kleiner Mensch, der 24/7 an einem klebt – Mama sein kann wirklich intensiv sein. Einige Menschen glauben doch tatsächlich, dass das Babyglück die schlechten Seiten der Mutterschaft aufwiegt und Mütter daher bloß nicht jammern dürfen. Die Frage sei dahingestellt, ob es sich dabei um Jammern oder einfach nur um Ehrlichkeit handelt. „Du bist aber schon überglücklich und dankbar, oder?“, bekommen viele Neo-Mamis zu hören – und fühlen sich unter Druck gesetzt. Schon klar, Mama sein ist wunderschön, aber es ist auch wirklich, wirklich hart, vor allem anfangs. Und daher ist es wirklich, wirklich okay und sogar gesund, über das eigene Gefühlsleben zu sprechen und auch mal so richtig Dampf abzulassen.

Mehr Solidarität, bitte

Denn Sie sind mit Ihren Gefühlen sicher nicht allein. Ehrlich mit sich selbst und zu anderen Mamas zu sein, führt in ganz vielen Fällen zu mehr Zusammenhalt und wunderbaren authentischen Verbindungen. Was wir Mamas dieser Welt brauchen: Mehr Offenheit, mehr Toleranz, weniger Performing-Druck, ein paar helfende Hände, eine Schulter zum Anlehnen – und weitaus weniger Bewertung.

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