Der Irrtum mit dem Sonnenschutzfaktor

Mogelpackung

Der Irrtum mit dem Sonnenschutzfaktor

Wie Kosmetik mit Sonnenschutzfaktor uns Gefahren aussetzt.

Wechselhaftes Wetter sind wir ja gewohnt, wenn wir also mal die Sonne scheint, wollen wir diese auch genießen. Damit das ohne Reue geschieht wird auch auf den vorhandenen Sonnenschutzfaktor geachtet und nachdem die meisten Make-up Produkte uns bereits einen Minimumfaktor von 15 anbieten, fühlt man sich für die „leicht“ sonnigen Tage gewappnet. Doch das sind wir nicht.

Gefahr
Im Gegenteil: wir sind weit davon entfernt ausreichend geschützt zu sein und das liegt, laut einer Untersuchung der DailyMail, daran, dass wir die Produkte falsch auftragen. 80% des übermäßigen Alterungsprozesses der Haut ist von exzessivem Sonnenkonsum verursacht. Den Zusammenhang zwischen ungeschütztem Sonnengenuss und Hautkrebs brauchen wir hier nicht näher erläutern. „Die tägliche Kosmetik, die wir auftragen und die „Sonnenschutz“ enthält, bietet einfach nicht das, wir brauchen um geschützt zu sein. Und die Art, wie wir es auftragen, bietet nicht die Schicht, die dem Sonnenschutzfaktor dann auch entspricht.“, so der Dermatologe Dr. Sam Bunting. Wir sind also auch selbst schuld.

Anwendung
Das Problem besteht auch darin, dass eine Durchschnittsfrau in der Früh eine Foundation aufträgt, meist mit Sonnenschutzfaktor von 25- um diese tatsächliche Wirkung zu haben, müsste man eine Menge an Creme auftragen, die circa so groß ist wie eine 2€-Münze. Und diese dann alle 2 Stunden erneuern. Wer schmiert sich schon alle 2 Stunden erneut das Gesicht ein? Dazu meint Dr. Chris Flower von der Kosmetik-Assoziation in Großbritannien: „Kosmetikproduzenten mengen dem Produkt einen Sonnenschutzfaktor bei, damit die Haut bei unerwarteter Konfrontation mit der Sonne geschützt ist. Konsumentinnen sind nicht dumm, sie wissen, dass, wenn sie eine Creme kaufen, sie kein Sonnenschutzprodukt kaufen.“

Fazit: besser einen hohen Sonnenschutzfaktor als Basis auftragen und dann ein Make-up darüber ziehen. Dieses kann dann auch ohne sein. Und hoffen, dass die Make-up Firmen aufhören, uns mit ihren Angaben in falscher Sicherheit zu wiegen.

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