Kaffee macht Ehrgeizler zu Faulsäcken

20 Kaffe-Mythen

Kaffee macht Ehrgeizler zu Faulsäcken

Gehören Sie auch zu denen, die morgens erst einen schnell zubereiteten Instant-Kaffee brauchen, um die Kaffemaschine zu bedienen? Fix ist: Ohne Kaffee kommen Sie nicht in die Gänge, das Koffein ist Ihr Muntermach-Elixier? Wie motivierend Koffein-Einfluss tatsächlich wirkt haben Wissenschaftler der University of British Columbia herausgefunden.

Die 20 größten Kaffee-Mythen 1/20
Mythe 1 - Kaffee weckt richtig auf Stimmt. Koffein ist ein mildes Stimulans, das Wachheit, Konzentration und geistige sowie körperliche Leistungsfähigkeit erhöhen kann. Koffein beschleunigt die Reizverarbeitung und die Informationsprozessierung. Koffein (mehr als 3 mg/kg Körpergewicht) verzögert das Einschlafen und die Schlafdauer.
Mythe 2 - Kaffee entzieht dem Körper Wasser Stimmt nur bedingt. Koffein wirkt auch als mildes Diuretikum (Mittel zu Ausscheidung von Wasser), die Gefahr einer Dehydratation oder eines Mineralstoffverlusts ist aber in normalen Dosen nicht gegeben. In den üblichen Mengen getrunken, entspricht die Flüssigkeitsbilanz von Kaffee der dem von reinem Wasser.
Mythe 3 - Kaffee schadet dem Herz-Kreislaufsystem Stimmt nicht. Es liegen keine Beweise vor, dass Kaffee das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steigert. Kurzzeitig kann es bei manchen Menschen zu einem leichten Ansteigen des Blutdrucks kommen.
Mythe 4 - Kaffee erhöht den Cholesterinspiegel Stimmt zum Teil. Der Genuss von gefiltertem Kaffee bleibt ohne Einfluss auf die Blutfettwerte. Nur bei ungefilterten Varianten (z.B. Espresso) gelangen Stoffe in den Körper, die den Cholesterinwert beeinflussen.
Mythe 5 - Kaffee macht süchtig Stimmt nicht. Zwar gewöhnen sich die Nervenzellen Koffein und wird der Kaffeegenuss plötzlich komplett eingestellt, so können sich Kopfschmerzen einstellen. Doch klingen diese nach einigen Tagen wieder ab.
Mythe 6 - Kaffee ist schlecht für den Magen Stimmt nicht. Das Risiko von Magengeschwüren wird durch Kaffee nicht gesteigert. Kaffee regt die Magensaftproduktion an. Bei empfindlichem Magen sollten Sie Ihren Kaffeekonsum auf zwei Tassen am Tag einschränken.
Mythe 7 - Kaffee ist schlecht für die Knochen Die Effekte von Kaffee auf den Kalzium-Haushalt werden als nur leicht negativ bewertet, ein Einfluss auf die Knochengesundheit wird jedoch nicht beobachtet.
Mythe 8 - Kaffee erhöht das Krebsrisiko Stimmt nicht. Das Krebsrisiko wird durch den Genuss von Kaffee nicht erhöht. Im Gegenteil: Einen bedeutenden Schutzeffekt scheint regelmäßiger Kaffeekonsum gegenüber dem Auftreten von Krebs der Gebärmutter zu besitzen (bis zu -62% bei steigendem Kaffeekonsum). Kaffee schützt auch vor Krebs des Rachenraums (bei mindestens vier Tassen täglich -40%).
Mythe 9 - Kaffee und Sport das passt nicht. Stimmt nicht. Koffein steigert die physische Leistungsfähigkeit insgesamt. Mittels Untersuchungen an trainierten Langläufern ermittelte man die für eine Leistungssteigerung optimale Koffein-Dosis: diese liegt bei 3 bis 6 mg/kg Körpergewicht.
Mythe 10 - Kaffee ist schlecht für die Leber Stimmt nicht. Vier oder mehr Tassen Kaffee täglich können das Risiko für eine Leberzirrhose um bis zu 80 Prozent senken.
Mythe 11 - Kaffee während der Schwangerschaft ist schädlich Stimmt zum Teil. Zwar gibt keine eindeutigen Belege, dass moderater Kaffeekonsum (unter 300 mg Koffein täglich) eine Schwangerschaft oder die Gesundheit des Embryos negativ beeinflusst - ob dies auch für höhere Dosen gilt, ist umstritten.
Mythe 12 - Kaffee kann vor Alzheimer, Demenz und Parkinson schützen Stimmt. Eine portugiesische Studie zeigte, dass der Genuss von Kaffee über einen Zeitraum von 20 Jahren signifikant das Risiko verringerte, an Alzheimer-Demenz zu erkranken. Kaffeetrinker haben im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkern ein um 31 Prozent geringeres Risiko, an Parkinson zu erkranken.
Mythe 13 - Kaffeetrinker werden leichter zuckerkrank Stimmt nicht. Welchen Einfluss Kaffee auf das Diabetes-Risiko hat, wird derzeit intensiv untersucht. Immer deutlicher wird dabei, dass Kaffee einen gewissen protektiven Einfluss auf die Entwicklung eines Typ-2-Diabetes hat.
Mythe 14 - Kaffee macht ängstlich Stimmt. Je höher die Zufuhr von Koffein (300 mg und mehr), desto ängstlicher waren die Versuchspersonen. Mit geringeren Koffein-Dosierungen wurde dieser Effekt nicht beobachtet.
Mythe 15 - Kaffee führt zu Wahrnehmungsstörungen Stimmt nicht. Studien zeigen, dass bei Kaffeetrinkern die Häufigkeit von Wahrnehmungsstörungen halbiert ist. Über einen Zeitraum von 12 Monaten war die Rate von klinisch relevanten Depressionen bei Koffeinzufuhr um bis zu 88 % vermindert.
Mythe 16 - Kaffeebohnen halten im Kühlschank länger Kaffeebohnen sind porös, nehmen schnell Essensgerüchte und Feuchtigkeit auf – der Kühlschrank ist also der letzte Ort, an den Kaffee gehört. Tipp: Bohnen frisch kaufen, in einem luftdichten Gefäß bei Raumtemperatur lagern und innerhalb einer Woche verbrauchen.
Mythe 17 - Kein Kaffee während Diät Nein, im Gegenteil: Koffein steigert die Fettverbrennung, die Wärmeproduktion sowie den Blutdruck des Körpers und kurbelt dadurch den Stoffwechsel an. Tipp: eine Tasse starker Kaffee oder Espresso nach dem Essen!
Mythe 18 - Die Kaffeefilter-Marke ist egal Nein. Billig-Filter machen laut Experten auch schlechten Kaffee. Achten Sie beim Einkauf auf chlor- und dioxinfrei gebleichte bzw. mit Sauerstoff gebleichte Kaffeefilter.
Mythe 19 - Kaffeekochen mit destilliertem Wasser Nein - die Mineralien in normalem Wasser tragen zu gutem Kaffee bei – entzieht man dem Wasser diese, können Sie den Kaffee gleich in den Ausguss gießen. Tipp für Kaffeegourmets: Quellwasser aus der Flasche benutzen. Oder an den Wasserhahn spezielle Aktivkohle-Filter anbringen – diese verbessern die Leitungswasser-Qualität.
Kaffee wiegt immer gleich viel Falsch. Wenn man einem Objekt Energie zuführt, vergrößern wir dessen Masse. Heißt: es wird schwerer. Eine Tasse heißer Kaffee wiegt daher mehr als eine Tasse kalter Kaffee.

Die Forscher teilten Ratten in "fleissige“ und "faule“ Gruppen ein. Motiviertere Ratten bekamen beim Lösen von Aufgaben mehr Belohnung als die faulen. Unter Einfluss verschiedener Drogen wie Amphetaminen oder Koffein lösten die fleissigen Ratten weniger gut die Aufgaben als zuvor. Wenigstens bei der faulen Testgruppe zeigte Amphetamin Wirkung: Sie waren motivierter, Kaffee hatte aber keinen Einfluss.

Durch die erlangten Erkenntnisse versprechen sich die an der Studie beteiligten Wissenschaftler, mehr über die Wirkung bestimmter Substanzen bei unterschiedlichen psychischen Mustern von Menschen zu erfahren. Dieses Wissen könnte zukünftig dazu beitragen, spezifischere Medikamente für unterschiedliche Charaktere zu entwickeln, berichtet 20min.

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