Witta Pohl: Krebsdrama um Mama Drombusch

Leukämie

Witta Pohl: Krebsdrama um Mama Drombusch

Unzählige Schicksalsschläge musste sie in der Rolle ihres Lebens verkraften – als Vera Drombusch kämpfte Schauspielerin Witta Pohl (73) in der Kult-Familienserie der 80er- und 90er-Jahre „Diese Drombuschs“ stets tapfer um das Glück ihrer Familie. Ebenso tapfer und stark muss Witta Pohl nun im wahren Leben sein. Die in Deutschland wie auch Österreich beliebte Schauspielerin liegt – wie letzte Woche bekannt wurde – seit nunmehr fünf Wochen im Krankenhaus. Die 73-Jährige ist an Leukämie, sprich Blutkrebs, erkrankt. Eine Diagnose, die nicht nur Witta Pohls Freunde, Verwandte und vor allem ihre Kinder (die Zwillinge Florian und Stefanie, 42) trifft wie ein Schlag ins Gesicht. Auch ihr Schauspielkollege Hans-Peter Korff (68), der über 11 Jahre lang ihren Ehemann Sigi spielte, ist erschüttert. Nicht zuletzt, weil das Drombusch-Team erst kürzlich vom tragischen Tod des Serien-Sohnes Mike Werup (alias Chris Drombusch) überrascht wurde. Der 52-jährige Schauspieler hatte aufgrund finanzieller Probleme und schwerer Depressionen Selbstmord begangen.

Zusammenbruch
„Witta hat nach Mikes Tod sehr deprimiert und traurig gewirkt“, erzählt jetzt Hans-Peter Korff. „Doch wir haben das auf den Selbstmord unseres Freundes zurückgeführt.“ Dabei kämpfte der sozial äußerst engagierte TV- und Bühnenstar zu diesem Zeitpunkt bereits mit heftigen gesundheitlichen Problemen. Unwohlsein und Erschöpfungszuständen folgte schließlich der völlige Zusammenbruch Anfang Februar im Hof ihres Hauses in Hamburg. Die Schockdiagnose der Ärzte: Leukämie. Und damit sofort die recht naheliegende Vermutung, Witta Pohls Erkrankung stehe mit ihren regelmäßigen Besuchen in der Sperrzone rund um das Kernkraftwerk Tschernobyl in Zusammenhang.

Reisen nach Tschernobyl
Schließlich setzte sich Witta Pohl als Gründerin des Vereins Kinderluftbrücke e.V. unter anderem für Kinder, die an den Spätfolgen der Atomreaktorkatastrophe im Jahr 1986 leiden, ein. Gleich mehrmals besuchte Pohl in ihrer Funktion als Ehrenbotschafterin der Unesco für das Tschernobyl-Hilfsprogramm Krankenhäuser in der Ukraine. Sogar in die Sperrzone rund um den Reaktor wagte sich Witta Pohl mehrmals. Weshalb nun der Verdacht laut wurde, die Schauspielerin sei aufgrund einer Verstrahlung an Leukämie erkrankt. Was ihre Familie jetzt jedoch dementiert. „Es wurde vonseiten der Ärzte ausdrücklich ausgeschlossen, dass die Leukämie-Erkrankung mit ihrem Engagement nach dem Super-GAU zu tun haben kann“, so ein Statement, das von Witta Pohls Kindern herausgegeben wurde.

Indes kämpft die dreifach geschiedene Schauspielerin, die sich in den letzten Jahren gänzlich ihrer Charity-Arbeit verschrieben hatte, auf der Intensivstation des Hamburger Krankenhauses um ihr Leben. „Unsere Mutter wird sicher noch einige Wochen im Krankenhaus bleiben müssen, wir hoffen jedoch, dass sie bald keine Intensivbetreuung mehr benötigt“, gaben sich die Zwillinge Florian und Stefanie Anfang letzter Woche zuversichtlich, haben sie ihre Mutter doch Zeit ihres Lebens so erlebt wie sie auch das TV-Publikum in ihrer Rolle als Vera Drombusch in der Kultserie sah: als tapfere, starke Kämpferin mit Herz.

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