Karriere: Wer fröhlich ist, hat es schwer

Lachen unerwünscht!

Karriere: Wer fröhlich ist, hat es schwer

Wer erfolgreich sein will, muss das Lachen verlernen. Eine Studie fand heraus, dass fröhlichen Frauen kein Führungswille zugetraut wird.

Nicht lachen, sonst wird das nichts mit der Karriere! Mitarbeiter der Technischen Universität München haben nämlich herausgefunden, dass fröhlichen Frauen vieles zugetraut wird, nur leider kein Führungswille - die Vorurteile sind bei den Frauen selbst manchmal stärker. Härter verhandeln, Netzwerke knüpfen und die Karriere strategisch planen, das sind die üblichen Tipps, die Frauen mitgegeben werden auf dem Weg nach ganz oben. Aber führen sie wirklich zum Erfolg? Eine Studie der Technischen Universität München fand heraus: Wenn es darum geht, wer den nächsten Top-Job bekommt, sind Stereotype der entscheidende Faktor.

Vor allem fröhlichen Frauen wird keine Führungsposition zugetraut. Frauen, die sichtlich stolz auf ihre Leistungen sind, werden viel eher als führungsbereit wahrgenommen. Forscher der Münchner TU untersuchten seit 2011 die Auswahl und Beurteilung von Führungskräften. "Führungskräfte sollen durchsetzungsstark, dominant und hart sein. Und Frauen gelten als ausgleichend, freundlich, sozial", so beschreibt Wirtschaftswissenschaftlerin Welpe die Klischees. Wirkten die Frauen stolz, wurden sie als führungswilliger beurteilt. Berühmte Persönlichkeiten, wie Anna Wintour (63) oder Victoria Beckham (39) sind das beste Beispiel. Fröhliche Frauen dagegen schnitten deutlich schlechter ab. Vor allem Frauen machen es anderen Frauen oft schwer.

Die Forscher wollen nun mit strukturellen Änderungen in großen Unternehmen diesem stereotypen Denken entgegenwirken. Es ist wichtig darauf zu achten, dass nicht Geschlechterklischees, sondern Kompetenz und Wissen bei der Auswahl eines Führungskandidaten im Vordergrund stehen.

Die Konkurrentin – wie viel dieser Alpha steckt in Ihnen? 1/11
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