Das gefährliche Business der Kinder-Misswahlen

Miss-Wettbewerbe von kleinkauf

Das gefährliche Business der Kinder-Misswahlen

„Viele Mütter sagen ‚Du dopst dein Kind‘. Nein tue ich nicht. Ich tue ihr ja nicht weh damit“, so June, Mutter der sechsjährigen Alana Holler. June gestand in der US-Sendung „Toddlers and Tiaras“ öffentlich, dass sie ihrer kleinen Tochter gerne einen „Spezial-DrinK“ vor den Wettbewerben gibt. Was in der Plastikflasche drinnen ist kann nur vermutet werden, koffeinhaltige Energy Drinks auf jeden Fall, manche vermuten sogar Alkohol, um das Kind zu entspannen und ihr einen Energieschub zu verleihen. Alana selbst mag den Drink, denn er „wird ihr helfen zu gewinnen“ und er macht sie „lustig und verspielt“.  „Sie trinkt ihn nur vor den Wettbewerben um ihr einen Extra-Schwung zu geben, also egal was euren Kindern hilft, verwendet es!!!“ – so der Rat von June an ihre Konkurrentinnen.

Strenges Beauty-Regime
Die Sendung, die in den USA ein voller Erfolg ist, zeigt den harten Alltag der Kinder-Missen und wie ihre Mütter sie zu Schönheits-Königinnen drillen. Lippenstift, Tonnen von Haarspray und falsche Wimpern sind selbstverständlich. Manche Mütter gehen sogar so weit, ihre Kinder zu Sonnenduschen zu schicken und ihnen die Augenbrauen in einer für die Kleinen schmerzhaften Prozedur entfernen zu lassen. Lauren Jackson schickt ihre erst zweijährige Tochter Savanna regelmäßig zur Sonnendusche, denn ihre Tochter würde ihren dünkleren Hautton „lieben“. „Ich möchte einfach, dass sie die beste Möglichkeit hat zu gewinnen. Außerdem liebt Savanna es. Es ist ein Muss für jede Miss. Für mich geht es bei diesen Wahlen um Spaß, das Selbstbewusstsein der Kinder aufzubauen und meinem Mädchen die beste Chance im Leben zu geben. Ich bin stolz auf sie!“ so Lauren Jackson.

Der Druck perfekt zu sein, einer lebendigen Puppe zu ähneln und beim Wettbewerb natürlich die Schönste zu sein ist enorm. Dafür gibt es mehrere Tausend Euro und viel Ruhm.

Zum Schönsein gezwungen
Die bisher berühmteste Kinder-Miss ist Eden Wood. Die mittlerweile siebenjährige hat mehr als 300 Miss-Wahlen gewonnen und mittlerweile eine eigene TV-Show. Für andere kleine Mädchen ist sie das Vorbild schlechthin. In einem Interview für die Sendung „Toddlers and Tiaras“ auf Youtube äußerte Eden sich zu ihrem größten Feind Haarspray: „Es stinkt und ich kann nicht einmal atmen! Pfui!“ Auch Alana ist weniger begeistert von dem Hobby, das ihre Mutter für sie ausgesucht hat: „Schönheit ist so langweilig. Ich will es nicht machen!“ Doch das viele Geld ist den Müttern mehr wert, als die körperliche, aber vor allem psychische Gesundheit ihrer Kinder.

'Es ist nur ein Hobby!'
Die Mütter haben allerdings mit schweren Vorwürfen und Anklagen zu kämpfen: ihnen wird die Sexualisierung der Kinder vorgeworfen. Kostüme mit falschen Brüsten und Po-Einlagen und knappe Cowgirl-Outfits gehen eindeutig zu weit. „Es unterscheidet sich nicht von Fußball, Schwimmen oder Gymnastik. Die Regierung sollte sich da nicht einmischen. Welcher Richter kann Eltern vorschreiben in welche Art von Freizeit-Akitvität sie ihre Kinder stecken? Kinder-Miss-Wahlen sind nicht illegal und nicht schädigend. Das ist ein Hoby!“, so Lindsay Jackson, Mutter der fünfjährigen Maddy, die mit ihrem Kostüm als Dolly Parton für Aufregung sorgte.

Auch die vielen Tränen, Wutanfälle und Verhaltensdefizite der Kinder ändern nichts an der Sichtweise ihrer geldsüchtigen Mütter, die ihren unerfüllten Traum ihren Kindern aufzwängen – und einen sehr hohen Preis dafür zahlen.

Diashow Kinder-Missen: Das gefährliche Business amerikanischer Mütter

Kinder-Missen: Das gefährliche Business amerikanischer Mütter

Eden Wood ist die bisher berühmteste aller Kinder-Missen. Ihr selbst gefällt das Hobby nicht, auch ihre eigene Reality-Show interessiert sie nicht: "Es geht darum, dass ich anderen Mädchen helfe und bla bla bla", so ihre Meinung dazu in einem TV-Interview.

Kinder-Missen: Das gefährliche Business amerikanischer Mütter

Lindsay Jackson als Dolly Parton: das Kostüm löste Debatten aus. Die Mutter würde ihr Kind dadurch zu eienm "Sex-Symbol" machen.

Kinder-Missen: Das gefährliche Business amerikanischer Mütter

Eden Wood ist die bisher berühmteste aller Kinder-Missen. Ihr selbst gefällt das Hobby nicht, auch ihre eigene Reality-Show interessiert sie nicht: "Es geht darum, dass ich anderen Mädchen helfe und bla bla bla", so ihre Meinung dazu in einem TV-Interview.

Kinder-Missen: Das gefährliche Business amerikanischer Mütter

Eden Wood ist die bisher berühmteste aller Kinder-Missen. Ihr selbst gefällt das Hobby nicht, auch ihre eigene Reality-Show interessiert sie nicht: "Es geht darum, dass ich anderen Mädchen helfe und bla bla bla", so ihre Meinung dazu in einem TV-Interview.

Kinder-Missen: Das gefährliche Business amerikanischer Mütter

Eden Wood ist die bisher berühmteste aller Kinder-Missen. Ihr selbst gefällt das Hobby nicht, auch ihre eigene Reality-Show interessiert sie nicht: "Es geht darum, dass ich anderen Mädchen helfe und bla bla bla", so ihre Meinung dazu in einem TV-Interview.

Kinder-Missen: Das gefährliche Business amerikanischer Mütter

Eden Wood ist die bisher berühmteste aller Kinder-Missen. Ihr selbst gefällt das Hobby nicht, auch ihre eigene Reality-Show interessiert sie nicht: "Es geht darum, dass ich anderen Mädchen helfe und bla bla bla", so ihre Meinung dazu in einem TV-Interview.

1 / 6

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum