Neuer US-Trend: „Instant-Brüste“ für 24 Stunden

Das Auto Probefahren, den Designermantel Probetragen und die Playstation Probetesten – eine Vielzahl an Produkten kann auf Herz und Nieren geprüft werden, ehe man sich endgültig dafür oder dagegen entscheidet. Das gilt nun auch für Brustvergrößerungen. Möglich macht das Norman Rowe, ein New Yorker Schönheitschirurg: Bei ihm können sich Frauen eine Infusion mit Kochsalzlösung legen und so ihre Brüste aufspritzen lassen. Die sogenannten „Instant-Brüste“ halten rund 24 Stunden – danach sollen die Brüste wieder so aussehen wie zuvor.

Infusion statt Implantat

Diese neue Methode funktioniert folgendermaßen: Während des Eingriffes ist die Frau bei vollem Bewusstsein; es erfolgt lediglich eine örtliche Betäubung, damit die Einschnitte am Brustansatz ohne Schmerzen durchgeführt werden können. Per Infusion mit einer stumpfen Kanüle pumpt der Arzt in jede der beiden Brüste eine bestimmte Menge an Kochsalzlösung über zwei kleine Einschnitte am Brustansatz. Rund 60 Minuten später hat Frau für die nächsten 24 Stunden – abhängig von der Menge der Kochsalzlösung – zwischen ein bis drei Körbchengrößen größere Brüste.

Experten orten Risiken

„24 Stunden sind toll“, sagt der Schönheitschirurg Rowe einem US-Sender. Risiken sehe er – abgesehen von leichten blauen Flecken – keine. Experten sind skeptisch, zumal es noch keine Kenntnisse über mögliche Langzeitfolgen eines solchen Eingriffes gibt. Fest steht: Die Eingriffe können dazu führen, dass die Haut sowie das Stützgewebe stark ausgedehnt und die innere Festigkeit der Brust beschädigt wird. Zusätzlich bestehe durch die Einschnitte ein Risiko von Infektionen, Hämatomen und Nervenschäden. „Während des Tragens kann es durch die ungewohnte Dehnung zu einem Druckgefühl, einem Spannen und Schmerzen kommen. Auch ein Hängebusen nach dem Rückgang der Schwellung ist nicht auszuschließen“, erklärt Dr. Daniel Thome, Facharzt für Ästhetische und Plastische Chirurgie der Münchner Schönheitsklinik „aesthetic and soul“. Seine Empfehlung ist eine dauerhafte Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten, da dies eine Methode sei, die sich bewährt habe und nur geringe Risiken aufweise.

„Ferien-Brüste“ halten drei Wochen

Umgerechnet kostet der Eingriff ungefähr 2.000 Euro. Ein teures Kurzzeitvergnügen, das schon in wenigen Jahren auf drei Wochen ausgedehnt werden kann. Norman Rowe plant nämlich, die sogenannten „Ferien-Brüste“ auf den Markt zu bringen, die mehrere Wochen halten sollen – optimal für einen Strandurlaub. Derzeit werde die Zulassung dieses Produktes von der US-Arzneimittelbehörde FDA geprüft. Davon, dass das Produkt bewilligt wird, ist Rowe überzeugt, denn es enthalte Stoffe, die in der Medizin bereits vielfach erfolgreich eingesetzt wurden.

 

 

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