The Show Must Go On

Irmgard Griss

The Show Must Go On

Es ist bereits mehr als zwölf Monate her, dass Irmgard Griss (70) bei der Bundespräsidenten-Wahl für eine große Überraschung sorgte. Mit dem Erreichen von bemerkenswerten 18,9 Prozent der Wählerstimmen, die die Ex-OGH-Präsidentin für sich gewann, munkelten  Experten  schon über einen möglichen Polit-Einstieg ihrerseits – Spekulationen, die auch ein Jahr später kein Ende finden.

Alles nur Show? Doch nun überrascht die 70-Jährige erneut: Ab 7. Mai moderiert Irmgard Griss den im Look einer Gerichtsverhandlung abgehaltenen Polit-Talk „Im Namen des Volkes“ auf Puls 4. Was davon zu erwarten ist und ob  sie die aktive Politik nun abgeschrieben hat, lesen Sie hier.

Erklären Sie doch bitte kurz das Konzept der Sendung.

Irmgard Griss:Es geht darum, zu einem strittigen Thema verschiedene Standpunkte zu erarbeiten und so dem Publikum eine Entscheidungsgrundlage zu bieten.

Von den Tischgesprächen zu diesem neuen TV-Projekt. Was hat Sie dazu bewogen, sich für Ihre Teilnahme zu entscheiden?

Griss:Das Ziel hat sich ja nicht verändert. Es geht immer noch darum, Menschen dazu zu animieren, sich vertieft mit einem Thema auseinanderzusetzen. Der Rahmen ist jetzt nur ein anderer.

In den sozialen Netzwerken stellen viele User die Assoziation zu Richter-Sendungen wie z.B. „Barbara Salesch“ her.

Haben Sie keine Angst, dass Ihre im letzten Jahr erarbeitete Popularität wieder sinkt?

Griss:Ich denke, man wird die erste Sendung anschauen müssen, um sich darüber ein Urteil bilden zu können.

Sie haben auch keine Bedenken, dass diese Sendung Ihnen hinsichtlich dessen schaden könnte?  

Griss:Nein, denn es ist auch eine Form von zivilgesellschaftlichem Engagement. Menschen einzubinden, sie zum Nachdenken zu bringen, ihnen Fakten aufzuzeigen. Eigentlich müssen wir doch alle anstreben, dass es informierte Wahlentscheidungen gibt.

Wie fühlen Sie sich in Ihrer neuen Rolle vor der Kamera?

Griss:Ob das jetzt die Teilnahme an einer  Diskussion oder einem Interview ist – wenn eine Livesendung beginnt, habe ich den Rahmen schon vergessen und konzentriere mich auf den Inhalt.

Ihr Mann gilt als einer Ihrer engsten Berater, wie hat er diese neue Aufgabe aufgenommen?

Griss:Er war am Anfang auch ein wenig skeptisch, doch wir haben alle Details besprochen und, na ja, letztlich muss man es einfach probieren. Es gibt diesen schönen Spruch von Cicero – höre nie auf anzufangen, und fange nie an aufzuhören. Peter Simonischek hat ihn vor Kurzem zitiert, und ich glaube, auch für mich ist das eine gute Richtschnur.

Machen Sie sich Gedanken darüber, ob die Sendung Erfolg haben oder floppen wird?

Griss:Nein, ich denke hauptsächlich darüber nach, ob das Thema gut ist und man sachlich darüber diskutieren kann. Wie viele Leute tatsächlich einschalten werden, 
kann man ja nicht beeinflussen.

Kann man daraus schließen, dass es für Sie dementsprechend kein passendes politisches Angebot gab, für das Sie sich als Akteurin entschieden hätten?

Griss:Diese Frage hat sich nicht gestellt, da wir noch keine Wahlen hatten. Momentan gibt es überhaupt keine Notwendigkeit, zu etwas Ja oder Nein zu sagen.

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