Kitzbühels singende (Schnitzel-)Wirtin Rosi Schipflinger mit Schwiegertochter Anja Autenrieth, die das gesamte Sonnbergstuben-Marketing über hat.

84.Hahnenkamm-Rennen

Rosi Schipflingers Schwiegertochter Anja Autenrieth im Kitzbühel-Talk

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An diesem Wochenende feiert die High Society wieder in Kitzbühel – u.a. in Rosi’s legendärer Sonnbergstuben. Schwiegertochter Anja Autenrieth zieht medial und organisatorisch die Fäden.

Als singende Wirtin wurde Rosi Schipflinger (80) mit ihrer gemütlichen Sonnbergstuben am Oberaigenweg schon vor Jahrzehnten zum Wahrzeichen Kitzbühels. An diesem Hahnenkamm-Samstag werden ebendort wieder unzählige Stars mit den köstlichen Schnitzeln von Rosis Sohn Fridel Schipflinger bewirtet. Und auch Schwiegertochter Anja Autenrieth (46) arbeitet seit nunmehr neun Jahren auf Hochtouren mit.

Die gebürtige Deutsche, Journalistin und TV-Talkerin verliebte sich vor vielen Jahren in Rosis Sohn – und natürlich in die Sonnbergstuben, die sie nun als Kommunikations- und Marketingchefin in die Zukunft führt. Der Talk über die Herausforderung Hahnenkamm und Rosis unvergleichlichen Spirit.

Was bedeutet die Hahnenkamm-Woche für Sie – beruflich und persönlich?
Anja Autenrieth:
Ich bin jetzt seit neun Jahren auf der Sonnbergstuben – und habe relativ schnell gemerkt, dass das eine sehr wichtige Woche im Jahr ist. (lacht) Da ist schon ein bisschen Druck da. Es muss alles klappen und passen – das sind ja nicht irgendwelche Partys, sondern es muss alles zu 100 Prozent durchgeplant sein. Alle arbeiten auf Hochspannung – aber wir tun das auch sehr gerne. In dieser Woche herrscht ein ganz eigenes Flair – in ganz Kitzbühel.

Wie kann man sich Ihre Rolle in der Sonnbergstuben neben der Legende Rosi Schipflinger vorstellen?
Autenrieth:
Zum einen habe ich vor vielen Jahren unser hauseigenes Magazin ins Leben gerufen, um das ich mich kümmere. Zum anderen habe ich das gesamte Marketing – von Social Media bis hin zu sämtlichen Kooperationen sowie die Pressearbeit für unsere Events über. Und natürlich auch die Gesamtkoordination für die VIP-Gäste und die Presse in der Hahnenkamm-Woche fällt in mein Aufgabengebiet.

Seit über neun Jahren sind Anja und Fridel Schipflinger ein Paar. 

Seit über neun Jahren sind Anja und Fridel Schipflinger ein Paar. 

© beigestellt
× Seit über neun Jahren sind Anja und Fridel Schipflinger ein Paar. 

Und Sie sind Rosis Schwiegertochter. Was war zuerst da: die Liebe zu Fridel oder die Zusammenarbeit mit Rosi?
Autenrieth:
Das war ganz lustig: Ich arbeite ja schon seit über 20 Jahren fürs Fernsehen und habe eine eigene Produktion, mit der ich auch meinen TV-Talk „Herzgschichtn“ produziere. Ich kannte die Sonnbergstuben natürlich von früheren Dreharbeiten – ein Kollege sagte dann zu mir: „Mach doch mal eine Sendung mit der Rosi.“ Wir hatten dann ein wirklich schönes Gespräch und plötzlich sagt die Rosi: „Es wäre so schön, wenn du auch den Fridel inte­grieren könntest.“ Ich war zuerst skeptisch, weil ich ihn ja gar nicht kannte – nur die Geschichten über seine schweren Zeiten, die er wegen seiner Insolvenz hatte. Er war ganz deprimiert von dem Ganzen. Jedenfalls haben wir uns so erst kennengelernt – und den Kontakt gehalten, uns immer öfter getroffen, bis ich eines Tages vor der Entscheidung stand: Bayern oder Kitzbühel. Der Liebe wegen bin ich nach Kitzbühel gegangen. Und das passt perfekt.

Lief die Zusammenarbeit mit Ihrer Schwiegermutter gleich reibungslos oder hat es gedauert, bis Sie sich in den Familienbetrieb eingefunden haben?
Autenrieth:
Wir verstehen uns super, – auch wenn ich weiß, dass viel über uns geredet wird, aber das ist ganz normal. (lacht) Wir haben wirklich ein super Verhältnis – und die Rosi und ich sind uns in einer Eigenschaft sehr ähnlich: Wir sind immer sehr direkt und sagen es gerade raus, wenn mal etwas nicht passt. Natürlich gibt es immer wieder Themen, wo man sich nicht ganz einig ist – auch Generationsthemen, das kennt jeder Gastronom, der einen Familienbetrieb hat. Am Anfang war es nicht immer ganz einfach, aber jetzt sind wir alle ein super eingespieltes Team. Ich denke, das A und O ist es, ­immer miteinander über alles offen zu reden.

Was haben Sie von Rosi in den letzten Jahren gelernt?
Autenrieth:
Die Rosi ist ein Mensch, die immer so angenehm zu allen und zu jedem ist. Durch die Arbeit hier habe ich viel über mich selbst und den Umgang mit Menschen gelernt. Es gibt ja auch immer wieder Gäste, die – sagen wir mal – ungeduldig sind. Da war ich schon eher jemand, der sich geärgert hat – aber die Rosi hat immer die Ruhe weg. Diesbezüglich und natürlich auch was Disziplin und Liebe und Leidenschaft für die Arbeit betrifft, kann man viel von ihr lernen.

Ihre Schwiegermutter hat im letzten Jahr ihren 80. Geburtstag gefeiert. Ist ihr Ruhestand ein Thema in der Familie?
Autenrieth:
Ich glaube, die Rosi könnte gar nicht aufhören. Das wäre gar nicht gut für sie und ihr Herz. Und das ist auch in Ordnung. Es hat ja inzwischen jeder seinen Bereich hier und das ist auch das Schöne. Der Fridel macht die Küche und das Catering, ich PR und Marketing und ich brauche ja auch nicht den großen Auftritt in der Gaststube. Das macht die Rosi so einzigartig, es kann sie sowieso niemand ersetzen.

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