Wie ekläre ich meinen Kindern die Corona-Krise?

Quarantäne mit Kids

Wie ekläre ich meinen Kindern die Corona-Krise?

Für Kinder ist die aktuelle Situation wahrscheinlich noch verwirrender als für Sie. Deshalb sollten Sie Ihrem Kind auch keine wichtigen Fakten verschweigen, sondern offen kommunizieren, wie die UNICEF in diesem Fall besonders empfiehlt: Finden Sie heraus, wie viel Ihr Kind bereits weiß und greifen Sie dies auf. Damit Ihr Kind offen und ehrlich mit Ihnen sprechen kann, sorgen Sie dafür, dass Sie sich dabei in einer angenehmen Umgebung aufhalten. Malen, Geschichten erzählen und andere spielerische Aktivitäten können helfen, das ernste Thema nebenbei anzusprechen. Dabei ist es sehr wichtig, dass Sie die Sorgen und Ängste Ihres Kindes nicht verharmlosen. Zeigen Sie, dass Sie diese ernst nehmen und dass es ganz normal ist, sich vor Dingen zu fürchten. Hören Sie zu und schenken Sie Ihrem Kind die volle Aufmerksamkeit. 
 

Spielerisch betreuen

Machen Sie deutlich, dass Ihr Kind jederzeit mit Ihnen reden kann. Erklären Sie auf eine kindgerechte Weise, was gerade passiert. Wichtig ist es, hierfür eine altersgemäße Sprache zu finden – beobachten Sie die Reaktionen Ihres Kindes und seien Sie sensibel. Wenn Sie manche der Fragen nicht beantworten können, ist das nicht schlimm. Spekulieren Sie aber nicht oder schwindeln Sie Ihre Kinder nicht an. Versuchen Sie vielmehr, die Antwort gemeinsam herauszufinden. Erklären Sie, dass manche Informationen im Internet nicht korrekt sind und dass es am besten ist, den Fachleuten zu vertrauen. Des Weiteren: Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es sich schützen kann. Machen Sie das Händewaschen eventuell zu einem Spiel und verraten Sie ihm Songs, die es während des Waschens intonieren soll. Zeigen Sie ihm auch, wie man beim Husten oder Niesen das Gesicht mit dem Ellbogen verdeckt.
 

Dieses Videodes Roten Kreuzes soll vor allem Kinder dazu animieren, ihre Handhygiene zu verstärken

 
 
 
Bitten Sie Ihr Kind, es Ihnen zu sagen, wenn es sich krank und fiebrig fühlt, oder es Husten oder Atembeschwerden hat.  Erklären Sie Ihren Kindern, wie wichtig es ist, dass sich Menschen gegenseitig helfen. Erzählen Sie von Ärztinnen oder Krankenpflegern, Wissenschaftlern oder Apothekerinnen, die sich für andere einsetzen, die helfen, den Ausbruch zu stoppen, und die dabei sind, einen Impfstoff zu entwickeln. Es gibt Ihren Kindern Hoffnung und nimmt ihnen Ängste, wenn sie wissen, dass es viele hilfsbereite Menschen gibt.
 
Besonders wichtig: Sie können Ihren Kindern nur dann gut helfen, wenn es auch Ihnen gut geht und Sie nicht besorgt oder verängstigt wirken! Denn Kinder sind sehr aufmerksam. Sie bemerken sofort, wenn Sie nicht die Wahrheit sagen. Wenn Sie sich ängstlich oder verunsichert fühlen, nehmen Sie sich Zeit für sich selbst und wenden Sie sich an andere Familienmitglieder, Freunde und Vertrauenspersonen in Ihrem Umfeld. Nehmen Sie sich auch die Zeit, um Dinge zu tun, die Ihnen helfen, sich zu entspannen und zu erholen. Nur wenn es Ihnen gut geht, können Sie Ihrem Kind auch ein bestmögliches Vorbild sein.  
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