Dänischer Film gewann Festival in Rom

Der dänische Film "Brotherhood" hat die vierte Ausgabe des Filmfestivals in Rom gewonnen. Die Jury unter der Leitung des Filmemachers Milos Forman verlieh am Freitag dem dänischen Regisseur italienischer Abstammung Nicolo Donato den goldenen Marc-Aurel-Preis für den besten Beitrag.

Donato, der mit "Brotherhood" seinen ersten Film vorstellte, hat lang mit dem dänischen Regisseur Lars von Trier zusammengearbeitet. Der Streifen dreht sich um eine dramatische homosexuelle Liebesgeschichte zwischen zwei Neonazis.

Der Film "L'uomo che verra" ("Der Mann, der kommen wird") des Regisseurs Giorgio Diritti über das SS-Massaker im norditalienischen Marzabotto erhielt den Großen Preis der Festivaljury, in der dieses Jahr auch die Wiener Schauspielerin Senta Berger saß. Die Britin Helen Mirren wurde für ihre Rolle als Ehefrau des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi im Film "The Last Station" als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Der Römer Sergio Castellitto, Protagonist im Film "Alza la testa", erhielt den Marc-Aurel-Preis als bester Schauspieler.

"Sons Of Cuba" von Andrew Lang, die Geschichte junger Boxer auf Kuba, wurde als bester Dokumentarfilm prämiert. US-Star Meryl Streep, die in Rom ihren kulinarischen Film "Julie & Julia" präsentierte, nahm den Ehren-"Marc-Aurel" für ihre Karriere in Empfang. Im vergangenen Jahr wurde diese Ehre Al Pacino und der New Yorker Schauspielwerkstatt "The Actor's Studio" zuteil.

Insgesamt wurden seit 15. Oktober im Auditorium der Ewigen Stadt 137 Filme gezeigt, von denen 14 Werke im Wettbewerb um den "Goldenen Marc Aurel" konkurrierten. Darunter befand sich der kürzlich in Toronto als Oscar-verdächtig erklärte Streifen von "Juno"-Regisseur Jason Reitman mit George Clooney in der Hauptrolle, "Up In The Air". Die Oscar prämierten Regisseure und Drehbuchautoren Joel und Ethan Coen zeigten im Rahmen des Festivals ihre letzte Komödie "A Serious Man". Martin Scorsese stellte zwei Dokumentarfilme über seinen Freund vor, den Schauspieler und Schriftsteller Steven Prince, die der Regisseur in 20 Jahren gedreht hat. Die Besucherzahl hat gegenüber der vergangenen Jahre zugenommen.