60. Berlinale: Brosnan und McGregor über Polanski

60. Berlinale: Brosnan und McGregor über Polanski

Bei den Dreharbeiten sei Polanski dagegen sehr präsent gewesen: "Es war sehr intensiv mit ihm zu arbeiten. Und ich bin sehr stolz auf diesen Film." "Er hat alles unter Kontrolle am Set, in jeder Abteilung möchte er eigentlich alles machen", ergänzte Co-Star Ewan McGregor. "Er ist der Meister. Ich finde es traurig, dass er nicht hier sein kann." Buchautor Robert Harris habe beim gemeinsamen Drehbuchschreiben mit Polanski bereits alle Rollen gespielt. "Daher konnte ich dann Robert fragen, wie es ist, mit Roman zu arbeiten", so McGregor, der in die Rolle des Ghostwriters für einen britische Ex-Premier schlüpft, dessen Zeichnung sehr an Tony Blair erinnert.

"Roman sagte mir immer, nein, du spielst nicht Tony Blair. Das hat mich sehr befreit", meinte Brosnan vor der Weltpremiere des Films am Freitagabend, wo er neben McGregor und auch Kollegin Olivia Williams über den roten Teppich schreiten wird. "Ich habe mein Bestes gegeben. Wir wollten das alle", ließ Williams keinen Zweifel an der Rückendeckung für Polanski. Doch schon allein die Fertigstellung des Films war durch die Verhaftung schwierig geworden, musste das Material doch mit Hilfe von Anwälten ins Gefängnis gebracht werden.

Als Biografie des britischen Ex-Premiers Tony Blair sieht Robert Harris unterdessen in keinem Fall. Auch dessen Ghostwriter könnte sich der Autor nicht vorstellen zu sein. "Nicht, dass er mich fragen würde. Vor allem jetzt nicht mehr. Aber einige meiner Freunde sind Ghostwriter. Das ist jemand, der den Job machen muss, weil er Geld bekommt. Und wenn einem dann Lügen präsentiert werden, ist eben die Frage, was man dann macht."

INFO: http://www.berlinale.de.

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