Stille Kündigung

Quiet Quitting: Was hinter dem Job-Trend steckt

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Haben Sie schon von Quiet Quitting gehört? Wir erklären, was es mit der "stillen Kündigung" auf sich hat. 

Die vergangen Jahre waren wild am Arbeitsmarkt. Erst gab es in vielen Branchen komplette Schließungen von Betrieben, dann folgten Kurzarbeit, Homeoffice, und Regelungen wer, wann, in welcher Art wieder ins Büro darf, und zuletzt stieg die Inflation vielmals schneller als die Löhne. Gerade unter jungen Arbeitnehmern sorgt das für Frust - weshalb nun der neue Trend "Quiet Quitting" ins Leben gerufen wurde.

Was ist „Quiet Quitting“?

„Quiet quitting“ gilt als der größte Arbeitsmarkttrend der vergangenen Monate, ausgehend von dem TikToker Zaid Khan in New York. Der Trend bedeutet, dass jemand nur das absolute Minimum an Arbeit leistet, was er vertraglich erledigen muss. Mitarbeiter, die bereits „innerlich gekündigt“ haben, machen keine Überstunden mehr, engagieren sich nicht mehr als notwendig und sind nicht ständig erreichbar. Der Trend bekam einen Namen und viel Aufmerksamkeit als eine repräsentative Umfrage in den USA im vergangenen Jahr enthüllte, dass etwa die Hälfte aller Arbeitnehmer innerlich mit ihrem Job bereits abgeschlossen hatten.

Der Trend bedeutet übrigens nicht, dass Quiet Quitter ihren Job nicht mögen, aber er ist eben nicht mehr als das: Ein Job. 

 

@zaidleppelin On quiet quitting #workreform ♬ original sound - ruby

 

Millenials, Generation Z, Boomer: Wer sind die Quiet Quitter?

Quiet Quitting ist eigentlich kein neues Phänomen. Es trägt nur einen anderen Namen und hat vor allem durch die sozialen Medien deutlich mehr Aufmerksamkeit erlangt. Laut einer Gallup-Studie von 2022 sind vor allem bei jungen Mitarbeitenden unter 35 Jahren nach der Corona-Pandemie Zufriedenheit und Engagement im Job gesunken. Das ist ein deutlicher Unterschied zu vor der Pandemie. Jungen Arbeitskräften sind daher Familie, Freunde, Hobbys und Freizeit wichtiger geworden, als bloß die Karriere.

Ist der Trend sinnvoll?

Generell spricht nichts dagegen, an dem Trend teilzunehmen, wenn Sie mit Ihrem Job unzufrieden sind. Niemand ist gezwungen, mehr Einsatz zu zeigen als nötig. Jedenfalls gilt, dass man es nicht übertreiben sollte, also dem Arbeitgeber durch zu wenig Einsatz oder bewusste Sabotage schaden. Falls man bemerkt, dass man im Job tatsächlich unglücklich ist, sollte man sich eher einen Jobwechsel oder gar Branchenwechsel näher überlegen.

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