Zurückhaltung ist geboten

Ärzte wappnen sich für Weihnachten

Die österreichischen Ärzte wappnen sich für die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage und fordern die Bevölkerung auf, bewusster zu feiern, insbesondere nicht zu viel zu Essen. Rund 45.000 Patienten suchen jedes Jahr während der Festtage die Spitalambulanzen auf. Dabei ließen sich viele der "Zwischenfälle" verhindern, hieß es in einer Aussendung der Österreichischen Ärztekammer.

"Die Spitalsärzte sind selbstverständlich rund um die Uhr auch zu den Feiertagen im Einsatz und stellen gemeinsam mit dem Pflegepersonal eine bestmögliche Versorgung der Patienten sicher. Allerdings ist es besser, selbst vorzusorgen und gesundheitsbewusst zu feiern, als im Notfall in einer Spitalambulanz zu landen", erklärte der Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte, Harald Mayer. In Wien wird für die Feiertage das Personal beim Ärztefunkdienst aufgestockt. Zwischen 24. Dezember und 10. Jänner stehen an jedem Sonn- und Feiertag 28 "fahrende Mediziner" zur Verfügung, sechs sind in der Telefonzentrale, so die Wiener Ärztekammer. Bei Bedarf würden noch mehr Ärzte eingesetzt.

In der Bundeshauptstadt sollten laut den Regelungen in den einzelnen Bezirken auch während der Ferienzeit beispielsweise 50 Prozent der Allgemeinmediziner Ordination haben. Die Urlaubseinteilung regeln benachbarte Ärzte untereinander. Der Chef des Wiener Krankenanstaltenverbundes, Wilhelm Marhold, hat bereits vor rund zwei Wochen für die kommenden Wochen einen vermehrten Personaleinsatz angekündigt. Rund 2,4 Millionen Patientinnen und Patienten werden jährlich in öffentlichen Krankenhäusern versorgt, mehr als 16 Millionen Mal werden die Ambulanzen aufgesucht.