Wer unter Stress steht ist sensibler

Nervenbündel

Wer unter Stress steht ist sensibler

Menschen, die stark unter Stress stehen fühlen sich offenbar beobachtet.

Millisekunden braucht der Mensch um abzuschätzen ob das Gegenüber es böse oder gut mit einem meint. Blickrichtung, Mimik und Gestik fließen bei dieser Beurteilung ein. Wie gestresste Menschen auf ihr Gegenüber, in den meisten Fällen auf ihre Arbeitskollegen reagieren, hat sich der Berner Psychologe gemeinsam mit einer Kollegin in den USA angesehen.

Bei der Studie bezogen - anders als entspannte Probanden - gestresste Teilnehmer sämtliche Gesichtsausdrücke auf sich. Da war auch egal ob die Personen überhaupt in die Richtung des Betrachters schauten oder nicht. Das Ergebnis der Studie ist eindeutig: Gestresste Menschen beziehen erst einmal alles auf sich, erst dann prüfen sie ob die Emotion des Gegenübers sie selbst betrifft.

Die Forscher erhoffen sich dadurch depressive Menschen oder solche mit Angststörungen besser zu verstehen. Gleich wie Gestresste weisen sie einen erhöhten Cortisolwert auf.