Manche Krankheiten kann man tatsächlich riechen

So riecht Krankheit

Manche Krankheiten kann man tatsächlich riechen

Kaum zu glauben, aber manche Geruchsprobleme werden durch bestimmte Krankheiten ausgelöst. Gerüche geben in der Medizin schon lange Hinweise auf den Gesundheitszustand. Viele Krankheiten haben ihren eigenen Geruch. Nun soll die Medizin noch einen Schritt weitergehen: Wissenschaftler arbeiten an einer Entwicklung von bestimmten Instrumenten, die Krankheiten – insbesondere Krebs – innerhalb kürzester Zeit anhand des Körpergeruchs feststellen können.

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Chronische Entzündungen der Atemwege
Übler Mundgeruch entsteht aufgrund der bakteriellen Infektion von Bronchien, Mandeln oder Nasennebenhöhlen.
Harnwegsinfekt
Übler Geruch nach Harn, da bestimmte Bakterien Fäulnisprozesse im Urin in Gang setzen. Manche Betroffene verlieren auch unfreiwillig Harn, was man ebenfalls riecht.
Diabetes
Der Atem riecht nach Nagellackentferne, beziehungsweise nach Aceton. Der Geruch Bilder sich im Körper, wenn eine Unterversorgung von Zucker besteht. Das ist beispielsweise auch beim längeren Fasten der Fall.
Lebererkrankungen
Geruch nach einer Mischung aus rohem Fisch und Erde, der entsteht, wenn die erkrankte Leber bestimmte Stoffwechselprodukte nicht abbauen kann.
Unterfunktion der Schilddrüse
Schweißgeruch, der an Harn oder Essig erinnert. Der Grund: Bei einer Schilddrüsenunterfunktion verändern sich der gesamte Stoffwechsel und der Körpergeruch.
 


Anstoßfür die Forschung gab eine Untersuchung : „Du riechst komisch – bist du krank?" Ist laut Forschern um Mats Ollson vom Karolinska-Institut bei Stockholm gar keine so abwegige Frage. Olssons Team verabreichte acht Versuchspersonen giftige Bakterien, die eine Abwehrreaktion des Immunsystems auslösen. Die „Infizierten“ trugen daraufhin vier Stunden lang ein eng anliegendes T-Shirt, das anschließend tiefgefroren wurde. Nach fachmännischer Präparierung des geruchsintensiven Achselstücks nahmen 40 Probanden eine Geruchsprobe davon. Zur Kontrolle gaben die Spender zu einem anderen Zeitpunkt auch eine Dosis normalen Achselschweiß ab.

Der Nase vertrauen
Et voilà: Alle empfanden den Schweißgeruch der „Kranken“ als unangenehmer, wie BBC News berichtet. Die Immunreaktion verändere vermutlich die Konzentration der körpereigenen Geruchsstoffe, denn die "Kranken" schwitzten im Schnitt nicht mehr als in Topform. Um Ansteckung zu vermeiden, dürfen wir also ruhig unserem Näschen vertrauen.

Tierischer Geruchssinn
An die feine Nase eines Hundes reicht die Menschliche Nase noch nicht heran. Schon so manchem Patienten wurde durch den feinen Geruchssinn der Vierbeiner das Leben gerettet.  Wann die Entwicklungen vom künstlichen Näschen auch tatsächlich einsetzbar sind und somit ebenfalls vielleicht Leben retten können, ist noch nicht gewiss.

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