Bauchfett erhöht das Sterberisiko

Taille macht's:

Bauchfett erhöht das Sterberisiko

Ein dicker Bauch gefährdet insbesondere die Gesundheit sonst normalgewichtiger Menschen. Sie haben ein deutlich höheres Risiko, an einer Herzkreislauf-Krankheit zu sterben, als Menschen mit einer anderen Fettverteilung im Körper. Das bestätigt eine am Montag auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellte Studie. Bis Mittwoch tagen mehr als 30.000 Herzspezialisten aus 150 Ländern bei dem Kongress für Herzmedizin.

Die Forscher um Prof. Karine Sahakyan hatten 12.785 US-Amerikaner im Alter von mindestens 18 Jahren untersucht. Sie unterteilten die Menschen in drei Gruppen mit unterschiedlichem Body-Mass-Index (BMI), dem Verhältnis von Gewicht zu Größe: normal, übergewichtig und fettleibig. Außerdem wurde jede der drei Gruppen in zwei Untergruppen geteilt - je nach Verhältnis von Taille zu Hüfte.

So bekommen Sie den Bauch weg 1/5
Typ 1 - Der Schwangerschafts-Bauch Markant: stark ausgeprägter weicher Ober und Unterbauch.Frauen mit diesem Bauch haben in den letzten Jahren eine Schwangerschaft gehabt und seither wenig Zeit für Fitness oder gesunde Nahrungsaufnahme gehabt.

So trainieren Sie den Bauch weg
Machen Sie ab täglich Übungen, die neben der Bauchdecke vor allem die Beckenboden-Muskulatur straffen. Vermeiden Sie Sit-Ups, da diese bestimmte Teiles des Bauchgewebes hindert, sich zusammenzuziehen.Ernährungstechnisch können Sie durch vermehrten Genuss von Fisch die Produktion körpereigner Fettverbrennungshormone ankurbeln.
Typ 2 – Der Stress-Bauch Markant: Fetteinlagerungen auf der Bauchdecke im Magen- und Darmabschnitt. Durch Blähungen wird der Umfang in der Darmgegend zusätzlich erhöht. Oft bei Frauen mit Hang zu Perfektionismus. Lang anhaltender Stress führt zu vermehrtem Kortisolausstoß. Dieses Hormon führt dazu, dass Fett in der Magen- und Bauchgegend abgelagert wird. Stress führt auch häufig zu einem Reizmagen oder gar Reizdarm, der mit Symptomen wie starken Blähungen einhergeht, die die Silhouette zusätzlich vergrößern.

So trainieren Sie den Bauch weg
Der größte Feind des Stress-Bauchs ist Leptin, ein Hormon, das im Schlaf produziert wird und den Appetit reguliert. Also schlafen Sie sich schlank und verzichten Sie auf Kaffee (nicht mehr als zwei Tassen pro Tag) Entspannen Sie sich mit Atem-Übungen. Der Reizmagen beruhigt sich mit einem gesteigerten Konsum von magnesiumhaltigen Lebensmitteln wie grünem Gemüse und Nüssen.
Typ 3 – Der Blähbauch Markant: am Morgen meist flach, im Laufe des Tages vor allem im unteren Bauchbereich dicker.Die Blähungen resultieren hauptsächlich neben Stress aus Unverträglichkeiten und Lebensmittel-Allergien.

So trainieren Sie den Bauch weg
lassen Sie sich auf Lebensmittel-Unverträglichkeiten wie Laktose- oder Gluten-Intoleranz testen. Gluten ist in stärkehaltigen Lebensmitteln - also u.a. Brot, Pasta, Pizza - enthalten. Laktose ist in Kuhmilchprodukten enthalten.
  • Ernährungsumstellung
  • Morgens und mittags das meiste essen
  • Naturbelassenes Joghurt (hilft genauso gut wie probiotisches)
Typ 4 – Der Rettungsring-Bauch Markant: zwei bis mehrere Fetteinlagerungen, die unter dem Bauchnabel ringartig um gesamte Taille verlaufen.Frauen mit dem Rettungsring Bauch-Typ haben sehr häufig eine sitzende Tätigkeit, lieben kohlenhydratreiche, süße Nahrungsmittel und trainieren gar nicht bis unregelmäßig.

So trainieren Sie den Bauch weg

Verzichten Sie auf süße Snacks, Fertigprodukte und vor allem Alkohol für mindestens zwei Wochen. Greifen Sie bevorzugt zu Fischgerichten (ohne Panier), Eiern, fettarm gegrilltem Fleisch und Gemüse. Gutes Fett, wie in Avocados, Nüssen und Fisch enthalten, können Sie ohne Bedenken zu sich nehmen.Lange Spaziergänge und Yoga-Übungen sind für diesen Bauch-Typ eine ideale Möglichkeit, wieder in Form zu kommen.
Typ 5 – Bäuchlein-Bauch Markant: Oberbauch ist flach, unterhalb des Bauchnabels steht eine kleine Schwabbelmasse ab
Exzessive Crunches und falsch ausgeführte Sit-Ups sowie das Training mit Geräten (z.B. Abroll-Konstruktionen) die die Bauchmuskulatur aufbauen sollen, begünstigen die Bildung des Bäuchleins. Diese Übungen verstärken den Druck auf die Lendenwirbelsäule, der Rücken beugt sich stärker nach innen und lässt den Unterbauch stärker hervortreten

So trainieren Sie den Bauch weg Statt Sit-Ups Liegestütze, bei denen sie sich Unterarme und Zehen stützen – Diese Position für etwa eine Minute halten.

Nach 14,3 Jahren waren 2.562 Studienteilnehmer gestorben, darunter 1.138 an einer Herz-Kreislauf-Krankheit. Das höchste Todesrisiko aller sechs Untergruppen hatten demnach normalgewichtige Studienteilnehmer mit einem hohen Verhältnis von Taille zu Hüfte. "Die Gesamtsterblichkeit und die Herz-Kreislaufsterblichkeit in der Gruppe mit normalem BMI und hohem Taille-Hüfte-Verhältnis war sogar höher als bei Fettleibigen", berichteten die Studienautoren nach ESC-Angaben. Normalgewicht bei fettreicher Taille sei daher gefährlicher als alle anderen fünf Kombinationen von BMI und Fettverteilung.

So checken Sie Übergewicht richtig

Lange gingen Mediziner davon aus, dass vor allem Übergewicht zu Herz-Kreislauferkrankungen führt. Deshalb galt der BMI als wichtiger Indikator für dieses Risiko. In den vergangenen Jahren bestätigten jedoch mehrere Studien unter anderem des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) bereits, dass die Fettringe am Bauch besonders schädlich sind. Gerade das Bauchfett setzt demnach Botenstoffe frei, die chronische Entzündungen hervorrufen, welche wiederum Herz und Stoffwechsel schädigen. Durch die Entzündungsstoffe wird auch die Gefäßverkalkung begünstigt. Warum gerade das Bauchfett diese Stoffe produziert, ist noch nicht geklärt.

Das sind die neuen Figurtypen: 1/5
Karotte Wenn Brust und Hüfte um rund 15 bis 20 Zentimeter größer als die Taille sind, spricht man von einer Karottenform. Die Promis Cameron Diaz und Nicole Kidman entsprechen am ehesten diese Figur.
Brokkoli Ist der Busen besonders groß und haben Taille und Hüfte in etwa die gleichen Maße, dann spricht man von einer Brokkoliform. Promi-Beispiele: Salma Hayek und Lindsay Lohan betrachtet.
Melanzani Die Figur ähnelt einer Aubergine. Im Grunde gleicht diese Körperform der Birne. Der Unterschied zwischen Brust- und Hüftumfang beträgt hier allerdings mehr als 25 Zentimeter. Promi-Beispiele: Adele und Claire Richards.
Apfel Eine Apfelfigur ist durch einen gleich großen  Brust-, Taillen- und Hüftumfang charakterisiert. Promi-Beispiele: Kerry Katona und Jennifer Hudson.
Birne Wer einen Birnen-Body hat, dessen Taille ist um etwa 25 Zentimeter kleiner als die Hüfte, der Brustumfang fällt ebenfalls geringer aus. Promi-Beispiele: Jennifer Lopez und Kristin Davis zum Beispiel sind solche Birnentypen.

Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von Oe24-Gesundheit.

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden