Galliano: Nach Rassimus-Skandal wieder dabei

Mini-Comeback

Galliano: Nach Rassimus-Skandal wieder dabei

Der britische Designer - der im Jahr 2011 auf Grund von anti-semitischen Kommentaren in einem Pariser Café in öffentliche Ungnade gefallen war und in der Folge seinen Kreativchef-Posten bei 'Dior' räumen musste - darf nun wieder  Fashion-Kollege Oscar de la Renta aushlefen.

Der wegen antisemitischer Äußerungen in Ungnade gefallene Modedesigner John Galliano wagt mit Hilfe von Kollege Oscar de la Renta ein Mini-Comeback. Galliano werde ihm in den kommenden drei Wochen in seinem Studio helfen, teilte de la Renta am Freitag in New York mit. „John und ich kennen uns seit vielen Jahren und ich bin ein großer Bewunderer seines Talents. Er hat lange und hart an seiner Genesung gearbeitet und ich bin glücklich, ihm die Gelegenheit geben zu können, wieder in die Modewelt einzutauchen.“ US-Medienberichten zufolge soll Galliano seinem Kollegen bei der Vorbereitung der New Yorker Fashion Week im Februar helfen.

„Ich bin Oscar unendlich dankbar dafür, dass er mich in die vertraute Umgebung eines Designstudios eingeladen hat. Seine Unterstützung und sein Glaube an mich lassen mich sehr demütig werden“, teilte Galliano mit. De la Renta kündigte an, er wolle Galliano aktiv an seiner Arbeit beteiligen. „Während ich an einer Kollektion arbeite, sitze ich mit allen meinen Assistenten um mich herum. Ich bin kein Einzelgänger. Ich höre allen zu“, zitierte ihn die „Vogue“. Berichte, nach denen Galliano sein Nachfolger werden könne, wies de la Renta aber zurück.

Diashow: Designer John Galliano im Zwangsurlaub

Der britische Modeschöpfer John Galliano gerät wegen der Vorwürfe antisemitischer Äußerungen zunehmend unter Druck.

Am Montag veröffentlichte die britische Boulevardzeitung "The Sun" ein Video, das Galliano mit der Äußerung "Ich liebe Hitler" zeigt.

Eine Frau erstattete laut einem Justizsprecher Anzeige gegen den 50-Jährigen, der am Nachmittag wegen antisemitischer Pöbeleien einem Paar gegenübergestellt werden sollte.

Designer John Galliano und sein Anwalt Stephane Zerbib am Weg zur Polizeistation.

Der 50-Jährige weist die Anschuldigungen nach Angaben seines Anwalts Stephane Zerbib als "Diffamierung" zurück.

Das traditionsreiche Modehaus Dior schickte seinen Chefdesigner am Freitag in Zwangsurlaub.

Seine Modeschau für die Herbst-Winter-Kollektion 2011 will Dior dennoch wie geplant am Freitag in einem Pariser Museum abhalten.

Galliano wurde im November 1960 als Sohn eines britischen Vaters und einer spanischen Mutter auf Gilbraltar geboren.

Seine Ausbildung absolvierte er 1984 an der renommierten Londoner St. Martin's School of Arts.

Bereits drei Jahre später wurde er als britischer Modemacher des Jahres ausgezeichnet.

Seit 1999 ist der für seinen exzentrischen Stil bekannte Designer verantwortlich für die Kollektionen des Modehauses Dior. Parallel dazu entwirft er seine eigenen Kollektionen.