Michalsky eröffnet Modezirkus

Vienna Fashion Week

Michalsky eröffnet Modezirkus

Auf diesen Kick-off freuen wir uns ganz besonders: Modemacher Michael Michalsky (47) bestreitet heuer den Auftakt zur MQ Vienna Fashion Week (Montag, 8. 9., 19 Uhr), das Defilée gerät mit Sicherheit zum Erlebnis. Ist doch der Berliner bekannt für den coolen Mix aus Mode und Musik, für die perfekte Fusion aus gutem Geschmack und Lifestyle.
Zuweilen geht das freilich nicht ohne Provokation ab: So verkündeten 2008 seine T-Shirts „No Blood for Oil“, er kooperierte mit dem World Wildlife Fund, zeichnete für die T-Shirt-Reihe „Protect“ verantwortlich. Unterstützte gemeinsam mit Topmodel Eva Padberg die Initiative Darfur. Und ist sowieso Verfechter von Streetstyle-Trends. „Ich mag Sneakers“ wird Michalsky nie müde zu betonen, die Liebe zum Turnschuh kommt nicht von Ungefähr: Michalsky studierte am London College of Fashion und begann 1995 als Designer bei Adidas. Dort arbeitete er gemeinsam mit Yoji Yamamoto und Stella McCartney am Sportschuh-Design. Nach einem Intermezzo beim koreanischen Luxus-Konzern Sungjoo machte er sich 2006 mit einem eigenen Label in Berlin selbstständig. Zum Glück, denn seither erfindet der Mann, frei nach dem Motto „Real clothes for real people“, wunderschöne, tragbare Mode mit lässig-coolem Touch.
Im Interview verrät der Modemacher, was es ihm bedeutet, seine Fashion in Wien zu zeigen, wie wichtig Wien als Modestadt ist und welchen Mode-Fauxpas frau unbedingt vermeiden sollte.                                                 

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Was bedeutet es für Sie, in Wien den Auftakt zu machen?
Michael Michalsky
: Exciting. Ich freue mich sehr.
Was ist der Kerngedanke Ihrer Herbst/Winterkollektion für Frauen?
Michalsky:
„City Love“ ist diese Saison das Kollektionsthema – eine Hommage an die großen Städte dieser Welt!
Was sind die Keyteile Ihrer ­neuen Kollektion? Was Ihr ­Lieblings-Item?
Michalsky
: Ich liebe meine Sneakers. Sneakers sind DER Megatrend. Sie sind bequem, und in High-Fashion-Sneakers sind Sie immer gut angezogen.
Für Ihren Sneakers-Tick sind Sie ja bekannt. Welche Art Sneakers meinen Sie denn da genau?
Michalsky:
Stylishe High-Top-Sneakers, vielleicht mit ein paar Nieten. Aber nicht zu viele, bitte. In Schwarz oder in Rot. Sie müssen aber auf jeden Fall bequem sein. Bei Sneakers darf man nicht zu sehr sparen.
Soll Frau im Herbst lieber Hosen oder Kleider tragen?
Michalsky:
Beides geht. Aber was spricht gegen ein Kleid, wenn Sie einen schönen, langen Mantel dazu kombinieren? Hosen sind die bequeme Lösung.
Haben Sie einen bestimmten Typ Frau vor Augen, wenn Sie designen?
Michalsky:
Die Michalsky-Kundin liebt ihr Leben und bestimmt selbst, wie sie lebt. Ich mag die Frau.
Wie wichtig ist Wien als Modestadt?
Michalsky:
Könnte wichtiger werden… (lacht). Wien hat das Potenzial.
Was sollte Frau im Kleiderkasten haben?
Michalsky:
Wenn es ein Kasten ist, dann leider kein Kleid. Jeans, eine weiße Bluse, High-Heels, stylishe Sneakers, ein kurzes Schwarzes und einen schönen Mantel.
Ihre besten Farben für den Herbst/Winter?
Michalsky:
Ein kräftiges Rot. Das gibt Kraft und Energie und Freude.
Welchen Mode-Fauxpas darf frau keinesfalls machen?
Michalsky:
Den falschen Mann begleiten.
Was können wir als Nächstes von Ihnen erwarten?
Michalsky:
Viele interes­sante Interior-Projekte. Es gibt ­gerade ein paar spannende Anfragen, Häuser und Räume zu gestalten. Vielleicht ein Hotel?
Stichwort: Normcore. Was halten Sie vom neuen Trend zur Normalität?
michalsky:
Das geht vorüber. Niemand will langweilig sein. Wozu auch?
Haben Sie eine österreichische Stil-Ikone?
Michalsky:
Falco.
Wie finden Sie den Style der Wienerin? Z. B. verglichen mit der Berlinerin?
Michalsky
: Noch zu wenig mutig. Ein bisschen konservativ. Wobei es wirklich schon sehr hippe, junge Leute in Wien gibt.
 

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