Gesundes Essen: Tipps der Großmutter befolgen

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"Esst nur das, was euch eure Großmutter auch empfehlen würde", diesen Tipp gibt die australische Ernährungsexpertin Cathy McDonald am Freitag in Wien. Um gegen das steigende Übergewicht in der Bevölkerung zu kämpfen, rät sie vor allem auf natürliche Produkte, wie Gemüse und Obst, zurückzugreifen.

Australien hat weltweit die zweithöchste Rate an Fettleibigkeit. Nur in den USA sind die Bewohner noch dicker. Oftmals braucht es erst wichtige Ereignisse im Leben, die als Auslöser einer Essensumstellung dienen. Eine schwere Krankheit, der Beginn der Wechseljahre oder die erste Schwangerschaft führen oft zu einem Umdenken. Besonders problematisch ist es laut der Expertin, wenn eine übergewichtige Frau ein Kind erwartet. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Kind in Folge selbst als erwachsene Person mit den Kilos hadert, ist besonders hoch. Die Gründe dafür sind neben den genetischen Vorgaben auch die vorgelebte Essenskultur der Eltern.

Um den Winterspeck zu verlieren und sich bereits rechtzeitig für die Bikinifigur vorzubereiten, sind laut McDonald nur einige Dinge zu beachten, die große Wirkung zeigen können. Übergewichtige sollten vor allem auf natürliche Produkte zurückgreifen und hauptsächlich Gemüse, Obst, Nüsse und Samen essen. Zusätzlich dazu soll man nicht zu viel Fleisch und Milch zu sich nehmen. Fettiges und viel Zucker sollte grundsätzlich vermieden werden. Nachdem eine Umstellung zu gesundem Essen stattgefunden hat, kann es bis zu drei Wochen dauern, bis der echte und reine Geschmack der biologischen Lebensmittel wieder erlebt werden kann. Diese Änderung führt auch zu den positiven Effekten, dass sich Menschen wieder energiegeladener und besser gelaunt fühlen.

Sich gesundes Essen mit viel Gemüse und wenig Fett selbst zu kochen, dauert meist auch nicht länger, als sich Fettiges zu bestellen. "Sich selbst eine Pizza zu machen, beansprucht nicht mehr Zeit, als auf eine bestellte Pizza zu warten", erklärte McDonald. Außerdem würde man von Fast-Food viel schneller wieder hungrig.

Als besonders schwierige Herausforderung stellt sich für die Ernährungsexpertin die Tatsache, dass rund 75 Prozent der Menschen von Wörtern wie "Kalorien, Ernährungstipps und Diäten" abgeschreckt werden. Dieses Vokabular führe nur dazu, dass jegliches Interesse verloren gehe. "Es geht nicht darum, den Abnehmwilligen zu sagen, was sie nicht essen dürfen, sondern zu erklären, was sie essen dürfen", betonte McDonald, die im Rahmen des zweiten Sojasymposiums Wien besuchte.

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