Party-Tipps

High Heels ohne Schmerzen: So tanzen Sie die ganze Nacht durch

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Eine ganze (Ball-)Nacht auf High Heels – das schaffen nur die Geübtesten und jene, die sich richtig gut vorbereiten. So bleiben Sie healthy auf Heels. Die 10 besten Tipps für den perfekten Auftritt.

Sie tragen uns durchs Leben – oftmals in für die Gesundheit unzumutbarem Schuhwerk. Aufmerksamkeit und Fürsorge bekommen unsere Füße jedoch erst, wenn sie um Hilfe rufen. Bereits kleine Dysbalancen an unserer Basis beeinträchtigen den Alltag erheblich. Chronische Fußprobleme machen das tägliche Leben gar unerträglich. Daher: Spotlight auf unsere Füße.

Was belastet?

High Heels! Je höher, desto schlimmer. Wenn der Fuß flach steht, geht die Kraft überwiegend durch die Ferse nach unten zum Boden. Wenn die Ferse jedoch erhöht wird, verlagern sich die Kräfte auf den Vorfuß. Dieser wird im Gewölbebereich massiv überlastet. Hinzu kommt, dass der Fuß in Pumps in einer Spitzfußstellung steht. Dadurch wird die Fußzwischenmuskulatur lahmgelegt. Das Gewölbe drückt sich durch, die Zehen drücken sich weg. Kurzfristig äußert sich das in unangenehmen Fußschmerzen. Langfristig führt ständiges High-Heel-Tragen zu einem Spreizfuß bis hin zu einer Metatarsalgie. Als Metatarsalgie werden schmerzhafte Stellen an den Gelenken bezeichnet, die durch Überlastung entstehen. Diese Beschwerden können sich zum Morton Neurom ausweiten. Die Gelenke sind durch die dauerhafte Überlastung so stark gedrückt, dass die zwischen den Gelenken befindlichen Nerven sich entzünden. Starke, stechende Schmerzen beim Gehen sind die Folge. Eva Longoria konnte viele Monate nur Sneakers tragen.

Eva Longoria hatte lange Zeit mit dem Morton Neurom zu kämpfen. Sie litt in High Heels unter starken Schmerzen.

Eva Longoria hatte lange Zeit mit dem Morton Neurom zu kämpfen. Sie litt in High Heels unter starken Schmerzen.

© Getty Images
× Eva Longoria hatte lange Zeit mit dem Morton Neurom zu kämpfen. Sie litt in High Heels unter starken Schmerzen.

Was fit hält: Im Idealfall betreibt man eine gute Vorsorge. Treten nach durchtanzten Nächten immer öfter Schmerzen auf, heißt es: Ab zum Doc. Natürlich gibt es auch einige Quick-Fixes, die uns möglichst schmerzfrei durch die Nacht tragen. 

10 Tipps für happy Feet auf Heels

1. Es bequem angehen

Nur noch wenige Tage bis zur langen Ballnacht? Schonen Sie Ihre Füße und tragen Sie gut gedämpfte und flache Schuhe, in denen Sie guten Halt haben. Am besten auf Sneaker mit einer dicken Sohle setzen, da die Dämpfung die Fußsohle entlastet. Ballerinas tun es (zur Not) aber auch.

2. So oft wie möglich Schuhe aus

Gehen Sie zu Hause am besten immer barfuß! Das entspannt die Füße und ist gesund. Achtung: Wenn die Füße bereits lädiert sind, kann auch das Barfußgehen den Vorderfuß belasten. Daher unbedingt bei Schmerzen gleich den Spezialisten (Anm.: Nervenspezialisten oder Orthopäden) aufsuchen.

3. Flipflops verbannen

Diese sind zwar flach und bequem, schaden aber trotzdem den Füßen. Die Fußzehen müssen sich beim Gehen regelrecht festkrallen, um den Schuh nicht zu verlieren. Und das ist keine natürliche und damit gesunde Fußhaltung.

4. Den perfekten Absatz wählen

Vorbereitung ist alles. Sehr dünne Absätze sollten in der Fersenmitte des Schuhs angebracht sein. Dadurch ist der Stand etwas stabiler. Blockabsätze sorgen für einen noch sichereren Stand. Die Ferse sollte im Schuh komplett und bequem aufliegen, denn dadurch wird der Vorderfuß entlastet. Und natürlich muss der Schuh optimal sitzen und darf den Fuß nicht einengen.

5. Auf eine Polsterung achten

Beim Schuhkauf unbedingt darauf achten, dass der Vorfußbereich gut gepolstert ist. Ein kostengünstiger Quick-Fix in Sachen Polsterung: In Drogerien sind selbstklebende Geleinlagen erhältlich, die man vorne im Schuh im Ballenbereich anbringt. Sie schonen den Vorderfuß und erleichtern das Durchhalten.

6. Am besten auf Plateaus setzen

Plateauschuhe sind von Vorteil, da das Plateau den mitunter extremen Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß minimiert und den Vorderfuß dadurch entlastet. Ein weiterer Vorteil: Da der Plateauschuh eine dicke Sohle hat, hat der Hersteller die Möglichkeit, dämpfende Elemente einzubauen – dadurch wird der Vorfuß ebenfalls deutlich entlastet. Achten Sie beim Kauf auf die Dämpfung und meiden Sie knallharte Schuhe.

Zudem haben Plateauschuhe generell eine breitere Form, dadurch wird der Vorfuß weniger gequetscht – das beugt Hallux valgus (Anm.: Hammer- und Ballenzehen), Metatarsalgie, Spreizfuß und anderen Fußproblemen vor.

7. Schuhe eingehen

Auch wenn sie neu am allerschönsten sind: Wählen Sie an langen Abenden bereits eingetragene Schuhe. Sitzen neue Schuhe zunächst etwas eng, können Sie Socken beim Eingehen tragen. Das weitet die Schuhe minimal.

8. Regelmäßig dehnen

Tägliche Dehnungs- und Kräftigungsübungen für die Fuß- und Unterschenkelmuskulatur verhindern eine Verkürzung der Muskulatur und somit Fehlstellungen. Zudem wird die Wadenmuskulatur aktiviert, was gegen geschwollene Beine hilft.
Übung: stehend in Schrittstellung mit den Händen an eine Wand lehnen. Fersen drücken in den Boden. Hinteres Bein gestreckt. Wadenmuskulatur unter Zug bringen. Mindestens 60 Sekunden dehnen. Halben Schritt nach vor gehen und mit dem angewinkelten hinteren Bein 60 Sekunden dehnen. Hilft vor und nach einem langen Abend.

9. Ökonomisch defilieren

Den Fußballen beim Gehen so gut es geht entlasten, indem die Ferse zuerst aufgesetzt und dann langsam abgerollt wird.

10. SOS-Tipps für danach

Ein warmes Fußbad mit ätherischen Ölen entspannt nach der Partynacht, schafft Linderung und regt den Lymphfluss an – die Beine und Füße schwellen ab. Eine Fußmassagecreme mit hohem Mentholanteil einmassieren – bewirkt massive Verbesserung der Durchblutung. Auch eine Fußmassage hilft. Entweder mit den Händen oder mithilfe von Golfbällen.

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