Zwei wie Pech und Schwefel

Jeannine und Simone Schiller

Zwei wie Pech und Schwefel

Die hat die Löwenmähne von der Mutter geerbt und ihre Augen glänzen, wenn sie von der Dancing Stars-Mama erzählt. Simone Fellner, die attraktive Tochter von Jeannine Schiller, ist „wahnsinnig“ stolz und oft tief gekränkt, „wenn meine Mutter ungerecht behandelt wird“. Zum ersten Mal spricht die erfolgreiche Managerin im Doppel-Talk mit Mutter Jeannine offen über ihre Kindheit – sie und Bruder Michael lebten nach der Scheidung der Eltern teils beim Vater – und über die andere Seite ihrer Mutter, die durch Wesen und extravagantes Äußeres polarisiert. Außerdem verraten die beiden, warum sie eine „abnormale Beziehung“ führen.

Frau Schiller, wie viel bedeutet Ihnen die Unterstützung Ihrer Tochter bei „Dancing Stars“?

Jeannine Schiller:
Alles! Nach jedem Tanz galt mein erster Blick meiner Tochter. Hat sie die Daumen oben oder unten. Ich fühlte mich oft unwohl in meinem Outfit. Simone aber sagte: Du bist ein Star! Das hat mich sehr aufgebaut.

Simone Fellner: Ich war so stolz auf meine Mama, dass mir die Tränen gekommen sind. Diese schlagfertige Art mit der Jury-Kritik umzugehen, habe ich sehr bewundert.

Verletzt es Sie, wenn Ihre Mutter kritisiert oder sogar verlacht wird?

Fellner:
Natürlich! Mich kränkt etwa die Behauptung, meine Mutter wäre schönheitsoperiert. Ich weiß aber, dass es nicht stimmt. Fakt ist: Sie ist eine gute Mutter, ohne G’schichtn und Eheskandale.

Schiller: Ich bin eine Affenmutter, was mir die wenigsten glauben. Viele haben ja ein falsches Bild von mir.

Fellner: Meine Mama hat einen sehr ausgeprägten Mutterinstinkt. Sie ruft mich fünfmal am Tag an, egal wo ich bin. Bei meinem Bruder ist das anders. Er schafft es, sich mehr abzugrenzen. Es ist zwar schön, dass wir uns alles anvertrauen können, aber ich bin ein Freiheitsmensch und brauche meine Privatsphäre. Dass wir so eng sind, ist auch für meinen Partner nicht immer leicht.

Frau Schiller, sind Sie tatsächlich eine „Glucke“?

Schiller:
Ja, absolut: Wir haben eine abnormale Beziehung, weil sie fast zu eng ist. Wir telefonieren mehrmals täglich, und wenn Simone nicht im Ausland ist, sehen wir uns so oft es geht.

Frau Fellner, haben Sie sehr unter der Trennung Ihrer Eltern gelitten?

Fellner: Ja, sicher, denn es war mein Wunschtraum, dass die Eltern zusammenbleiben.

Schiller: Mein Ex-Mann war Gott sei Dank ein sehr guter Vater. Die Kinder konnten immer entscheiden, bei wem sie sein wollten. Eine Trennung ist nie was Schönes. Schon mit fünfzehn habe ich meinen Verlobten kennengelernt und mit achtzehn geheiratet, noch dazu jungfräulich. Meine Mutter war so streng, weil ich als junges Mädchen ausgeschaut habe wie die Erotik pur. Ich war so ein Brigitte-Bardot-Typ. Ich war wahnsinnig jung, als ich die Kinder bekam und hätte mich damals vermutlich von jedem Mann scheiden lassen.

Frau Fellner, was stört Sie an Ihrer Mutter?

Fellner:
Es kritisiert niemand härter als die eigene Tochter oder die eigene Mutter. Wir sind so konträr: Sie hat viel schönere Beine und zeigt sie auch gern. Ich stänkere an ihren Outfits herum, sie bemängelt, dass ich nicht geschminkt bin. Wirklich schlimm ist aber ihr Sauberkeitswahn.

Schiller: Diesen Hygienetick habe ich mit Michael Jackson gemeinsam. Ich gebe Leuten ungern die Hand aus Angst vor Ansteckung und habe im Ausland immer Lysoform dabei.

Worin unterscheiden Sie sich am meisten?

Schiller:
Ich bin rastlos. Meine Tochter ist geduldiger, nicht so angerührt wie ich und verzeiht auch schneller.

Fellner: Dafür ist sie sehr hart im Nehmen. Meine Mutter ist überhaupt nicht wehleidig.

Frau Schiller, wünschen Sie sich eigentlich Enkelkinder?

Schiller:
Unbedingt! Das Alter dazu hätten wir (grinst).

Warum kokettieren Sie immer mit Ihrem Alter?

Schiller:
Das tue ich nicht. Meine Freunde wissen, wie alt ich bin. Ich möchte nur nicht, dass es in den Medien steht. (angeblich soll Schiller Jahrgang 1944 sein, sie selbst spricht von sich als „50+“)

Gelingt es Ihnen, Showbiz vom Privaten zu trennen?

Schiller:
Es ist ja nicht so, dass ich in einer Glamour-Welt lebe. Ich schaue glamourös aus. Meine Kinder aber sind sehr öffentlichkeitsscheu. Mein Sohn Michael ist wie meine Tochter Manager eines internationalen Konzerns und will nicht im Rampenlicht stehen.

Sie sind also zufrieden mit Ihren Kindern? Obwohl die beiden ganz anders sind als Sie?

Schiller:
Meine Kinder sind so, wie man sich Kinder wünscht. Beide haben studiert, daneben gearbeitet. Jeder hat seine Karriere. Michael treibt wie verrückt Sport. Von Simone kann ich sagen, dass sie schön ist. Denn sie schaut ja nicht mir, sondern dem Papa ähnlich (lacht).

Fellner: Von ihr habe ich gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen. Meine Mama ist sicher nicht perfekt und manchmal nerven ihre Anrufe. Aber das Schöne ist, zu wissen, dass sie immer für mich da ist, wenn ich sie brauche.
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