Die 10 häufigsten psychischen Erkrankungen

Depressionen, Burnout & Co.

Die 10 häufigsten psychischen Erkrankungen

Immer mehr Krankenstände sind auf psychische Leiden zurück zu führen. Depressionen, Angststörungen oder Burnout sind die häufigsten Übel-Täter. Im Laufe eines jeden Jahres erleiden 27% der EU-Bevölkerung oder 83 Millionen Menschen mindestens eine psychische Störung wie z.B. eine Depression, bipolare Störung, Schizophrenie, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, Sozialphobie, Panikstörung, Generalisierte Angst, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen oder Demenz. Das Lebenszeitrisiko, an einer psychischen Störung zu erkranken liegt allerdings mit über 50% der Bevölkerung wesentlich höher! Ausmaß und Folgen sind dabei höchst variabel: Einige erkranken nur episodisch kurzzeitig über Wochen und Monate, andere längerfristiger. Ca. 40% sind chronisch, dass heißt über Jahre oder gar von der Adoleszenz bis an ihr Lebensende, betroffen.

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Platz 1: Angststörungen Geht man von der Häufigkeit der Erkrankungen aus, dann muss man klar sagen, dass Angst ein wesentlicher Faktor der Gesellschaft darstellt. Fast 30 Prozent der Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an einer Angststörung. Elf Prozent sind dabei die ‚einfachen Phobien‘ , also die Angst vor bestimmten Dingen. Weitere 13 Prozent sind ‚soziale Phobien‘ und fünf Prozent die ‚Agoraphobie‘, also die Angst vor weiten Plätzen.
Platz 2: AD(H)S AD(H)S ist die häufigste psychische Störung unter Kindern und Jugendlichen. Studien ermitteln zwischen sechs und 25 Prozent davon Betroffene. Im Erwachsenenalter ‚wächst sich die Störung aus‘: Nur noch zwischen 1 und 4,7 Prozent der Erwachsenen leiden an AD(H)S.
Platz 3: Burnout Das Gefühl, ausgebrannt zu sein, überfordert zu werden, ist weit verbreitet. Statistiker gehen von einem Burnout -Risiko von 18 Prozent aus.
Platz 4: Demenz Ähnlich wie AD(H)S ist Demenz eine psychische Erkrankung, die vor allem eine bestimmte Altersgruppe trifft: in diesem Fall sind es die über 70-Jährigen. Bis zum Alter von 74 erkranken 2,8 Prozent an Demenz. Zwischen 75 und 79 sind es bereits 6 Prozent. Bei den über 90-Jährigen haben wir bereits über ein Drittel, nämlich 34,6 Prozent Demente.
Platz 5: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) Etwa acht Prozent  leiden an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Häufig betroffen sind Rettungskräfte, Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger, Polizisten und Soldaten. Überdurchschnittlich häufig betroffen sind Frauen. Unfälle und Katastrophen, Missbrauch und Vergewaltigung, politische Haft und Folter sind Auslöser für PTBS.
Platz 6: Depression Etwa sieben Prozent sind depressiv. Frauen leiden doppelt so häufig an Depressionen wie Männer. Auslöser können belastende Lebensereignisse sein (Tod nahestehender Menschen, aber auch finanzielle Sorgen) außerdem gibt es auch eine familiäre Veranlagung. Unter Verwandten ersten Grades (Eltern-Kind-Verhältnis) ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, dreifach erhöht.
Platz 7: Borderline-Syndrom Zwischen 2 und sechs Prozent leiden an einer Borderline- Erkrankung. Es handelt sich um eine noch nicht sehr gut verstandene Erkrankung im Grenzbereich zwischen Neurose und Psychose. Symptome sind Alkoholismus und Sucht, Selbstverletzungen, Depression, Instabilität von Beziehungen, Stimmungen und Selbstbild.
Platz 8: Zwangsstörungen Etwa zwei Prozent leiden an Zwangsstörungen. Menschen, die an Zwangsstörungen leiden, müssen ihren ‚Tick‘ zwanghaft ausleben. Messies, Tourette-Geschädigte, aber auch viele Magersüchtige gehören dazu.
Platz 9: Bipolare Störung Die Erkrankung wurde früher als ‚Manische Depression‘ bezeichnet. Phasen großer Schaffenskraft und mit geradezu messianischer Zuversicht wechseln sich mit mehr oder weniger schweren Depressionen ab.
Platz 10: Schizophrenie Der ‚klassische‘ Wahnsinn. Betroffene hören Stimmen, empfinden Gedanken als von außen eingegeben, wähnen sich verfolgt und überwacht. Rund ein Prozent der Bevölkerung - also jeder Hundertste - zählt dazu.

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