Warum eine vegane Ernährungsweise gesund ist

Nicht nur für die Umwelt

Warum eine vegane Ernährungsweise gesund ist

Veganer schützen nicht nur das Wohlergehen von Tieren und Umwelt, sondern tun sich selbst auch was Gutes. 

Veganismus liegt voll im Trend! Weltweit wird die Zahl der vegetarisch oder vegan lebenden Menschen auf etwa 1 Milliarde Menschen geschätzt, und diese Zahl ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Mit 5 Prozent am gesamten Bevölkerungsanteil hat Israel den größten Veganer-Anteil. Hier hat der Trend bereits die Mittelschicht erreicht und jedes 10. Restaurant bietet ausschließlich vegane Speisen an. Österreich hingegen kann lediglich ca. 80.000 Veganer vorweisen. Nichtsdestotrotz gibt es fast einen gleich so großen Anteil an Vegetariern und knapp 2,3 Millionen "Flexitarier". Damit gehört Österreich zu den 10 Ländern mit dem höchsten Bevölkerungsanteil an Vegetariern. 

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Umsatz der Vegan-Industrie

Der steigende Trend zum Veganismus zeigt sich auch im Handel. Die traditionelle Kuhmilch wird immer mehr von pflanzlichen Milchalternativen, wie Sojamilch, Mandelmilch und Hafermilch verdrängt. So hat sich der globale Umsatz von Pflanzenmilch innerhalb von 8 Jahren (2010 bis 2018) mehr als verdoppelt. Immer mehr vegane Produkte schaffen es in die Supermarktregale und auch viele Restaurants bieten inzwischen vegane Alternativen. 

© Polina Tankilevitch

Vegan aus gutem Grund

Gründe für den Verzicht von tierischen Produkten gibt es viele. Hier eine Liste wichtiger Gründe:

  • Jedes Jahr werden weltweit Millionen Tiere unter grausamen Bedingungen gehalten und geschlachtet. So gut wie alle Tiere erreichen nicht annähernd ihr natürliches Lebensalter und leiden auf qualvolle Weise bis zur schlussendlichen Tötung.
  • Ein für die meisten harmlos wirkendes Produkt wie Kuhmilch weist traurige Hintergründe auf: Die Mutter-Kuh wird direkt nach der Entbindung auf gewaltvolle Weise von ihrem jungen Kalb getrennt. Kuhmilch ist nämlich für das Kalb gedacht und Milchkühe werden permanent künstlich geschwängert, damit sie Milch geben. Lässt die Milchproduktion nach, wird die Kuh geschlachtet.
  • Auch das Frühstücksei hat einen bitteren Beigeschmack: Bei der Züchtung von Legehennen werden männliche Küken direkt geschreddert oder vergast. Die Legehennen haben auch keine schönere Aussicht. Sie müssen auf engstem Raum über das natürliche Maß Eier produzieren und können keinem artgerechten Verhalten nachgehen.
  • Auch die Umwelt leidet unter der Massentierhaltung. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden 15.000 Liter Wasser benötigt. Des Weiteren produzieren Rinder große Mengen Methan  Ein Treibhausgas, das 25 Mal schädlicher als Co2 ist. 
  • Weltweit werden 90 Millionen Tonnen Fisch aus den Meeren gezogen. Viele Fischarten sind bereits am Aussterben. 

Dies sind nur einige wenige Gründe für den Verzicht von tierischen Produkten. Aber auch die Gesundheit von Menschen profitiert vom veganen Lebensstil.

Gut für Tier, Umwelt UND Mensch

Studien zeigen, dass Fleischesser ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Krankheiten haben. Sie leiden wesentlich häufiger an Bluthochdruck und einem zu hohen Cholesterinspiegel. Des Weiteren neigen sie häufiger zu einem höheren Body-Mass-Index (BMI). Das liegt an den gesättigten Fettsäuren und dem Cholesterin im Fleisch.

Veganer haben nicht mit solchen Problemen zu kämpfen. Da sie sich überwiegend von Gemüse, Obst und komplexen Kohlenhydraten ernähren, leben sie im Durchschnitt auch gesünder.