37 Ausflugsschiffe sind am Neusiedler See unterwegs

Ausflugsschiffe am Neusiedler See mit neuen Routen

Die Ausflugsschiffe auf dem Neusiedler See steuern in die Saison 2010. Ab dem Osterwochenende können Rad- und Naturtouristen das Burgenland und Ungarn wieder per Schiff erkunden. Seit dem heurigen Jahr ist vom neuen Stadtsteg in Rust auch eine direkte Fahrt von der Storchenstadt nach Illmitz oder nach Fertörakos (Ungarn) möglich.

Insgesamt sind am Neusiedler See 37 Ausflugsschiffe im Auftrag von neun konzessionierten Unternehmen unterwegs. Als vor 21 Jahren der Eiserne Vorhang fiel und die ungarische Grenze nach Österreich geöffnet wurde, war das erste Schiff bereits einige Monate zwischen Fertörakos und Mörbisch (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) unterwegs, erzählte Paula Gruber-Drescher von Drescher-Touristik bei der Präsentation des aktuellen Fahrplans. Damals mussten die Fahrten 72 Stunden vorher angemeldet werden.

Am Wochenende wird nun ein weiterer direkter Wasserweg nach Ungarn eingeweiht. Die Route Rust - Fertörakos - Rust wird zweimal am Tag gefahren. Das Ausflugsschiff legt allerdings nicht wie die meisten im Haupthafen neben dem Seebad ab, sondern direkt in der Storchenstadt beim sogenannten Stadtsteg. Den Gästen will man damit die Fahrt oder den Fußmarsch zum See ersparen.

Eine direkte Verbindung nach Ungarn gibt es nun auch von Illmitz aus. Außerdem wurde für die Saison 2010 die Route Rust - Illmitz - Rust in den Fahrbetrieb aufgenommen. Zweimal täglich können die Touristen auf die jeweils andere Seite des Neusiedler Sees gelangen.

Mittlerweile werden die Schiffe nicht nur als Fähre für die Fahrradtouristen und für Rundfahrten genutzt. Auch Hochzeiten und Geburtstage darauf gefeiert.

Von den 37 Ausflugsschiffen am Neusiedler See werden derzeit sieben mit Pflanzenöl betrieben. Bereits im Herbst 2009 wurde im Schifffahrtsunternehmen Weiss-Sommer aus Mörbisch umgerüstet. Mit einer Fördermöglichkeit bis zu 40 Prozent sollen nun auch die anderen Betriebe zum Umrüsten motivieret werden. Pro Motor kostet die Anpassung laut Umweltlandesrat Werner Falb-Meixner 4.500 Euro. Das verwendete Rapsöl wird im Burgenland produziert.