So ticken unsere Lieblinge

Dog-Mania

So ticken unsere Lieblinge

Der Hund, der beste Freund des Menschen, unser treuester Begleiter. So genau unsere vierbeinigen Lieblinge über unsere Gefühle Bescheid wissen, so wenig wissen wir über ihr Seelenleben. Im neuen Buch Was fühlt mein Hund? Was denkt mein Hund? setzt sich die deutsche Moderatorin Nina Ruge gemeinsam mit dem international anerkannten Experten für Wolfs- und Hundeverhalten Günther Bloch ganz gezielt mit diesen Fragen auseinander. MADONNA hat die interessantesten Passagen für Sie zusammengefasst.

Sozialisierung
Brauchen Hunde Kontakt zu Artgenossen?

Bei unserem MADONNA-Redaktionshund, dem 9-jährigen Chihuahuamischling Helmut, ist die Antwort auf diese Frage schnell gefunden. Er ist am glücklichsten, wenn er möglichst keinen Kontakt mit Artgenossen hat. Freilich ist er damit eine große Ausnahme. Verhaltensforscher Günther Bloch: „Auf jeden Fall brauchen Hunde den regelmäßigen Kontakt zu ihren Artgenossen! Wir selbst können sie als Spielpartner nicht einmal ansatzweise ersetzen, dazu sind wir einfach viel zu stark naturentfremdet. Zudem ist das Spielen in einer Hundegruppe enorm wichtig für die Sozialisation. Körperkontakt und Knabbereien sind völlig normales Hundeverhalten und dienen dem Tier dazu, herauszufinden, wer wer ist, wer was meint und wer wie momentan sozioemotional gestimmt ist. Das nennt man im hündischen Verständnis soziales, kommunikatives und in Rituale gekleidetes Lernen.

Intelligenz
Wie intelligent sind Hunde?
Dr. Immanuel Birmelin beschäftigt sich seit über 25 Jahren intensiv mit der Intelligenz von Hunden. Um das intellektuelle Potenzial unserer vierbeinigen Lieblinge wirklich einschätzen zu können, müssen sie sich aber richtig wohlfühlen. „Wenn ein Tier sich nicht wohlfühlt, denkt es einfach nicht und löst auch keine Aufgaben. Diese Erkenntnis habe ich in Forschungen mit Zirkustieren gewonnen, aber auch aufgrund eigener Experimente“, so Dr. Birmelin. Um die hündischen Fähigkeiten zu erforschen, hat der Experte einige Experimente durchgeführt. „Bei einem Test musste der Hund zum Beispiel ein Leckerli aus einem präparierten Käfig angeln oder um eine Glasscheibe laufen, um an die Belohnung zu kommen. Sennenhündin Cora bewies bei dem Test, dass sie sich ihrer Handlungen tatsächlich bewusst war. Wenn der Hundehalter weiß, wie intelligent sein Hund ist, kann er ihn angemessener behandeln.“

Entwicklung
Durchleben Hunde wie Kinder Trotzphase und Pubertät?
Chihuahua-Mädchen Emma ist gerade mal sechs Monate alt und eine Prinzessin wie aus dem Bilderbuch. Auch wenn sie nur eine Handvoll Hund ist, weiß sich die Kleine ordentlich zu behaupten. Regeln und Grenzen zu ignorieren, ist für sie selbstverständlich. Für Hundeexperte Günther Bloch keine Überraschung: „Protestieren und Rebellieren ist seit jeher das Privileg der Jugend; diese Weisheit gilt für Hund und Mensch. Wie unsere Kinder testen junge Hunde vor allem in den Teenagerjahren, dieser entscheidenden Entwicklungsphase, permanent ihre Grenzen. Sie wollen wissen, wo sie stehen, wo genau ihr Platz innerhalb einer sozialen Gruppe ist.“

Lesen Sie den ganzen Aritkel in Ihrer aktuellen MADONNA!

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Was fühlt mein Hund? Was denkt mein Hund? – Hundeexperte antwortet Hundefreundin (GU Verlag, 20,60 Euro)

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