Sklaverei-Modestrecke sorgt für Debatte

Provokant

Sklaverei-Modestrecke sorgt für Debatte

Die pakistanische Designerin Aamna Aqueel wählte für ein Magazin-Shooting ein äußerst sensibles Thema und inszenierte ein dunkelhäutiges Kind als Sklave des Models.

Schocken – das war wohl die Intention der bisher weniger bekannten Designerin Aamna Aqueel aus Pakistan. Ins Gespräch kam sie jetzt weltweit durch ihre Fotostrecke, die im DIVA Magazine gezeigt wurde: „Sei mein Sklave“ titelte man, zu sehen sind Fotos von einem weiblichen Model, das sich von einem jungen Bub den Regenschirm oder die Luxustasche halten lässt, bedienen lässt, auf einem anderen Foto lässt sie ihn neben sich am Boden schlafen oder hält ihm eine Standpauke. Die Fotos sind bewusst provokant und sorgen für Aufsehen.

Gegen Kinderarbeit
Laut dem Express Tribune soll Aqeel eine Debatte zum Thema Kinderarbeit damit auslösen wollen. „Sie sagte sie setze sich für einer Kinder-Charity-Organisation ein und wollte zeigen wie „Society Damen“ heutzutage Kinder in ihrem Haus beschäftigen würden.“ Viele sind allerdings der Meinung, dass die Bilder in der Modestrecke den Gegen-Effekt auslösen und Kindersklaverei „glamourisieren“, statt auf das Problem zu lenken. Aqeel erklärte weiters, dass sie für dieses Shooting absichtlich einen Jungen aus Balochistan, einer Provinz in Pakistan die für Unabhängigkeit kämpft, wählte, der in einer Garage arbeitet und Geld brauchte.

Zuletzt sorgte das Numéro Magazin für Diskussionsstoff, als es ein weißes Model als „afrikanische Queen“ inszenierte und mit dunkler Farbe übermalte. Rassismus-Vorwürfe und die Frage ob damit von Natur aus dunkelhäutige Models in der Modeszene überflüssig werden, waren die Folge.  Ein spanisches Magazin druckte First Lady Michelle Obama auf seinem Cover als nackte Sklavin ab und ging damit ebenfalls für viele zu weit.

Diashow: Skandale der Modwelt

Skandale der Modwelt

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