Mit Mode zur Selfmade-Millionärin

‚Theresa‘-Gründerin Susanne Botschen

Mit Mode zur Selfmade-Millionärin

Die Inhaberin des Luxus-Modeunternehmens ‚Theresa‘ spricht über Karriere, Kinder und Co.

Sie shoppt täglich mehr als 400 Designerteile, reist von einer Fashion-Metropole in die nächste und nennt zudem ein Multimillionen-Euro-Unternehmen ihr Eigen: Susanne Botschen hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. 1987 hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Christoph die Luxus-Boutique Theresa in München gegründet, 2006 wurde der Online-Shop mytheresa.com gelauncht – Designer wie Chloé, Balenciaga und Marc Jacobs sind hier vertreten.

Diashow: Mit Mode zur Selfmade-Millionärin

Mit Mode zur Selfmade-Millionärin

×

    Harte Arbeit
    Wer aber glaubt, dass das Business von Susanne Botschen ein Selbstläufer ist, liegt falsch. Denn hinter dem Unternehmen steckt jede Menge harte Arbeit, die die Münchnerin neben zwei – mittlerweile erwachsenen – Kindern schaukelt. In MADONNA spricht die Powerfrau über ihr Erfolgskonzept, wie sie am liebsten ihre Freizeit verbringt und ihre Liebe zu Designermode.

    Gemeinsam mit Ihrem Mann führen Sie das Unternehmen ‚Theresa’. Was sind die Pläne für die Zukunft?
    Susanne Botschen: Mit my­theresa.com befinden wir uns gerade in einer wichtigen Phase unserer internationalen Expansion und sind dabei, neue Märkte zu erschließen. Zusätzlich konnten wir für die Herbst-/Winter-Saison interessante Neuzugänge gewinnen, zum Beispiel Alexander McQueen, um unser Designer-Portfolio zu vervollständigen. Aktuell arbeiten wir außerdem intensiv daran, unsere Präsenz als Marke im Ausland zu stärken, unter anderem mit ein paar technischen Neuerungen. Der Herbst wird sehr spannend für uns!
    Was macht ‚mytheresa.com‘ besser als beispielsweise den Konkurrenten ‚Net-a-Porter‘?
    Botschen: Wir differenzieren uns durch ein fein abgestimmtes Sortiment, das den kontinental-europäischen Geschmack trifft. Dadurch konnten wir großartige Labels exklusiv online gewinnen, zum Beispiel Balenciaga und Tod’s.
    Was hat Sie dazu veranlasst, einen Online-Store zu launchen?
    Botschen: Mit unserem Einkauf haben wir schon immer ein internationales und sehr trendbewusstes Publikum angesprochen. Es war eine logische Konsequenz, unsere einzigartige Auswahl an High-End-Designerlabels auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
    Der Shop ‚Theresa‘ oder der Onlineshop ‚mytheresa.com‘ – wo stecken Sie Ihr Herzblut hinein? In welches Konzept investieren Sie mehr Zeit?
    Botschen: Ich liebe den Kontakt mit meinen Kundinnen im Laden. Sie inspirieren mich und viele kommen seit Generationen in den Laden. Der Online-Markt ist dynamisch und entwickelt sich besonders schnell. Unsere internationale Online-Kundin ist sehr anspruchsvoll und kennt sich bestens aus. Zum Glück haben wir ein fantastisches Team und bekommen besonders für unsere persönliche Beratung am Telefon sehr viel Lob.
    Bleibt bei so viel Arbeit Zeit für ein Privatleben – wie bringen Sie Kinder, Arbeit und Ehe unter einen Hut?
    Botschen: Mein Mann und ich verbringen jede freie Minute mit unseren Kindern. Es ist manchmal nicht leicht, wenn man so viel unterwegs ist – aber wir versuchen die Zeit, die wir gemeinsam haben, intensiv zu genießen.
    Was zeichnet die typische ‚Theresa’-Kundin aus?
    Botschen: Theresa-Kundinnen sind sehr qualitätsbewusst und bleiben ihren Lieblingsdesignern treu. Sie lieben luxuriösen Strick, Pelze und die riesige Auswahl an High Heels.
    Und welche Eigenschaften hat eine ‚mytheresa.com‘-Kundin?
    Botschen: Die typische my­theresa.com-Kundin ist in den Metropolen der Welt zu Hause, reist viel und ist bestens über alle internationalen Trends und Top-Designer informiert. Sie ist vielleicht ein wenig experimentierfreudiger, hat keine Angst vor Extravaganz und weiß gleichzeitig genau, was sie will. Es ist spannend, zu sehen, welche Teile bereits nach zwei Tagen restlos ausverkauft sind und dann in die ganze Welt versendet werden – das ist eben Global Chic!

    Mehr zum Thema können Sie in Ihrer aktuellen MADONNA-Ausgabe nachlesen.