,Wurde auch  betrogen‘

Meg Ryan im Interview

,Wurde auch betrogen‘

300 MADONNA-Leserinnen sehen den neuen Kinohit „The Women“ mit Meg Ryan! Das offene Interview.

(c) ReutersSie war so lange „Eveybody’s Darling“, dass ihr der Ausbruch aus dieser Rolle nicht verziehen wurde: Als Meg Ryan (47)vor sieben Jahren vor den Trümmern ihrer Ehe stand und sich in eine leidenschaftliche Beziehung mit Schauspielkollegen Russell Crowe stürzte, war auch die Gunst des Publikums dahin. Ihre darauf folgenden Filme floppten und Ryan zog sich zurück.

Neue Rolle
Sieben Jahre nach der Krise feiert die zweifache Mutter – sie lebt mit Sohn Jack (8) und Adoptivtochter Daisy (3) in Los Angeles – ein fulminantes Comeback. In The Women brilliert sie in ihrer Rolle als New Yorker Society-Lady und wurde dafür mit dem Bambi ausgezeichnet.
Im Interview mit dem Lifestyle-Magazin InStyle reflektiert sie schonungslos offen den Weg dahin. MADONNA lädt 300 Leserinnen zur hochklassigen Spezialvorführung von The Woman ins Top-Kinocenter „Village Cinema“ in Wien. Spielen Sie sich mit und sehen Sie den neuen Kultfilm auf Einladung von MADONNA!

Sie galten lange Zeit als „America’s Sweetheart“. Wie stehen Sie heute dazu?
Meg Ryan:
Ich habe das früher durchaus als Kompliment verstanden, als die Liebenswerte zu gelten. Mit der Zeit hatte ich allerdings den Verdacht, dass hier Vorstellungen auf mich projiziert wurden, die überhaupt nichts mit mir zu tun hatten. Ich habe mich nie als besonders konventionelle Person gesehen.

Nach ihrer Beziehung mit Russell Crowe änderte sich Ihr Bild in der Öffentlichkeit.
Ryan:
Es war ein Skandal. Aber was nie erwähnt wurde, waren die Hintergründe meiner zehnjährigen Ehe.

Und die waren?
Ryan:
Dennis hat mich jahrelang betrogen. Das war sehr schmerzhaft. Erst nach der Scheidung habe ich alle Details herausgefunden.

Was haben Sie aus dieser schweren Zeit gelernt?
Ryan:
Wenn eine Frau ihren Kerl betrügt, ist die Frau die Schuldige und wenn der Mann fremdgeht, liegt der Fehler auch bei der Frau. Sachverhalte nur schwarz oder weiß zu sehen, ist eine Spezialität der Presse. Sie will keine komplexen Geschichten erzählen. Ich bin kein Opfer, ich war freiwillig in dieser Ehe.

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Wie ging es Ihnen danach?
Ryan:
An manchen Tagen dachte ich: Das ist alles so verrückt! Ich versuchte dann, das Ganze intellektuell zu betrachten. An anderen Tagen trifft es einen dann so richtig.

Sie haben nie über die Untreue Ihres Mannes gesprochen.
Ryan:
Ich glaube, das war ein Fehler.

Wie stehen Sie heute zu Ihrer Beziehung mit Russel Crowe?
Ryan:
Russell kam in mein Leben, als meine Ehe mit Dennis ohnehin schon am Ende war. Es war ein Chaos. Letztendlich habe ich Russell verletzt. Ich war einfach nicht in der Lage, diese Beziehung zu führen.

Ihre Erkenntnisse aus Ihrer gescheiterten Ehe?
Ryan: Um verzeihen zu können, musste ich erst mal herausfinden, wer ich bin. Jetzt weiß ich, warum ich da durch musste. Ich war lange Zeit nicht fähig, mich als liebenswerten Menschen zu akzeptieren.

In der Öffentlichkeit wurden Sie für die zerbrochene Ehe bestraft?
Ryan: Meine Zeit als sogenannte Schlampe war wirklich interessant. Es war bitter, aber auch unglaublich befreiend. Plötzlich musste ich mich nicht mehr darum scheren, was die Leute von mir denken. Ich konnte genau das tun, wovon ich insgeheim schon immer geträumt hatte. Ich packte also meinen Rucksack und ging auf Reisen. Fantastisch! Unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit zwar, aber immerhin.

In dieser Zeit adoptierten Sie Ihre Tochter Daisy aus China.
Ryan: Sie war von Anfang an kein Adoptivkind, sondern eine über alles geliebte Lebensgefährtin. Daisy ist brillant. Sie sagt jeden Tag Sachen, die mich einfach baff machen. Es ist magisch, ein Baby zu gebären. Bei Daisy verspürte ich den gleichen Zauber. Es war, als hätten wir vor langer Zeit an einem fernen Ort die Abmachung getroffen, uns zu begegnen.