Ruzowitzky: "Waltz hat Favoritenrolle" bei Oscars

Preisverleihung

Ruzowitzky: "Waltz hat Favoritenrolle" bei Oscars

Der österreichische Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky meint: "Waltz wird ziemlich sicher für den Oscar nominiert".

Stefan Ruzowitzky würde nach den Golden Globes für Michael Haneke und Christoph Waltz "viel darauf wetten, dass Waltz für den Oscar nominiert wird". Dies sagte der Regisseur im Gespräch mit der APA.

"Christoph Waltz hat jedenfalls eine Favoritenrolle." Nicht so sicher könne man sich bei Hanekes "Das weiße Band" für einen Auslands-Oscar sein: "Beim fremdsprachigen Film sind die Regularien sehr unterschiedlich", so Ruzowitzky. So seien weder Ruzowitzkys Oscar-gekrönter Film "Die Fälscher" noch der japanische Vorjahressieger "Departures" für einen Golden Globe nominiert gewesen "und umgekehrt. Dieser Schluss, dass ein Golden Globe automatisch zur Oscar-Nominierung führt, taugt in dieser Kategorie wenig als Omen". Gönnen würde er eine Oscar-Nominierung aber auch dem von Österreich eingereichten Film "Ein Augenblick Freiheit" von Arash T. Riahi - "Das weiße Band" wurde ja bekanntlich von Deutschland vorgeschlagen.

"Es wäre schön gewesen, wenn der Film für Österreich starten hätte können", so Ruzowitzky, "Und das wäre auch klar gewesen, wenn das Finanzierungsverhältnis anders gewesen wäre". Wenn zu wenig Geld für den Film da sei, werde es allerdings "immer mehr Minderheitsproduktionen geben, wo die majoritären nicht-österreichischen Partner den Ruhm forttragen". Seit seinem Oscar für "Die Fälscher" im Jahr 2008 seien "schon einige Sachen passiert", so der Regisseur. "Auch muss man sagen, dass in Österreich viel Hand in Hand geht. Das Medieninteresse ist größer, die österreichischen Kinogeher haben den heimischen Film wieder für sich entdeckt. Und die Politiker merken einfach, dass es gut ankommt, den österreichischen Film zu fördern."

Ob das "österreichische Filmwunder" als solches auch im Ausland angesehen werde? Laut Ruzowitzky würde er dieses Feedback vor allem aus Deutschland bekommen: "Die merken das, sie fragen: Warum habt ihr so viele spezielle Filme?" In der internationalen Filmwelt seien die Nationalitäten dagegen nicht so Thema.