Nicole Öttl im MADONNA-Talk

Nicole Öttl im MADONNA-Talk

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Powerfrau – auch ohne Held

Ihr Facebook-Eintrag vor zwei Wochen sorgte für Schlagzeilen: „Felix und ich haben uns nach vier Jahren getrennt!“, schrieb Nicole Öttl (33) in ihrem einzigen öffentlichen Statement zu ihrem Liebes-Aus nach vier aufregenden, aber auch anstrengenden Jahren an der Seite von Red-Bull-Jahrtausendjumper Felix Baumgartner (44). „Der Preis war hoch, fehlende Privatsphäre, viele respektlose Frauen und die unermüdliche Abenteuerlust und somit verbundener Egoismus des „Helden“ sind einige Dinge, mit denen ich nicht mehr leben möchte!“ So Öttl in ihrem Facebook-Statement. Mehr möchte die hübsche Turnerin nicht dazu sagen. Stattdessen genießt sie ihr neues Leben als Single – und die Tatsache, dass sie für den Leading Ladies Award in der Kategorie „Aufsteigerin des Jahres“ nominiert ist. Das MADONNA-Interview.


Frau Öttl, Sie sind unter den vier Award-Anwärterinnen in der Kategorie „Aufsteigerin des Jahres“ –  was bedeutet Ihnen diese Nominierung?
Nicole öttl:
Natürlich war ich überrascht, aber auch sehr geehrt, dass ich nominiert bin. Ich weiß natürlich, dass ich die Nominierung wegen Felix’ Präsenz im letzten Jahr bekommen habe. Da kann man schon ganz ehrlich zu sich selbst sein – ohne Felix wäre ich auch nicht in den Medien gewesen. Aber vielleicht soll diese Nominierung auch ein bisschen symbolisch für all die anderen Frauen stehen, die ihre Männer auch unterstützen.  Egal, ob sie die Kinder zu Hause betreuen, damit der Mann sich der beruflichen Karriere widmen oder – so wie es bei mir war – sich seinen Traum erfüllen kann.
Sie sind inzwischen von Felix Baumgartner getrennt. Hat er Ihnen zur Nominierung gratuliert?
öttl:
Nein. Aber das ist ein Thema, das ich jetzt gar nicht anschneiden will…
Aber es geht Ihnen im Moment sichtlich sehr gut?
Öttl
: Mir geht es gut – natürlich, als Frisch-Getrennte! (Lacht.) Ich habe mir meine Entscheidung gut überlegt. Ich bin kein Mensch, der etwas macht, wenn er sich seiner Entscheidung nicht sicher ist. In meinem Beruf bin ich sehr beschäftigt und das lenkt mich natürlich auch sehr ab. Gerade hat die neue Trainingssaison gestartet und die Schüler brauchen mich natürlich. Somit bin ich beruflich voll im Einsatz.
Sie arbeiten als Trainerin bei dem Verein „Das andere Leistungszentrum“, wo Sie mit Kindern trainieren. Ihr absoluter Traumberuf?
Öttl:
Genau, aber ich habe ja zwei Jobs. Vormittags arbeite ich im Büro der Landessport Union Oberösterreich. Mir wird also nicht langweilig (lacht). Sport und Kinder liegen mir sehr am Herzen, deshalb bin ich dort, wo ich bin, genau richtig.
Sie waren für Felix Baumgartner eine wichtige Stütze, als er seinen Jahrhundertsprung wagte. Wer sind Ihre wichtigsten Stützen?
Öttl:
Meine Familie. Wer mich immer auffängt, ist meine Oma, bei der ich aufgewachsen bin. Und natürlich meine Freundinnen und die Kinder, mit denen ich nicht nur arbeite, sondern die inzwischen ein Teil meines Lebens sind.
Gibt es etwas, dass Ihnen Ihre Oma mit auf den Lebensweg gegeben hat, das zu Ihrem Leitsatz wurde?
Öttl:
Was ich von meiner Oma gelernt habe, ist, stets Bodenhaftung zu bewahren. Nicht umsonst bekomme ich immer wieder von Leuten  positives Feedback, dass ich immer am Boden geblieben bin.
Viele Menschen hätten wohl tatsächlich Bodenhaftung verloren, wenn sie so ein aufregendes Jahr erlebt hätten wie Sie nach dem Sprung Ihres Ex-Partners. Sind die Kontakte, die Sie in diesem Rahmen knüpfen konnten, für Sie hilfreich?
Öttl:
Gar kein Thema, wenn man gute Leute kennt, hat das Vorteile. Aber das ist mir nicht so wichtig – sonst hätte ich auch die Entscheidung nicht getroffen, die ich kürzlich getroffen habe. Gerade im Sport geht es viel um Bodenständigkeit, das Miteinander und das Zusammenhelfen – das habe ich mir über die Jahre selbst aufgebaut, auch ohne Felix.
Welche Träume und Ziele haben Sie sich noch gesetzt?
Öttl:
Ich lege mich da gar nicht so fest, für mich muss die innere Zufriedenheit vorhanden sein. Für mich ist es wichtig , sagen zu können, dass man angekommen und zufrieden ist. Und dass man Menschen um sich hat, die man mag und die einen mögen. 

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