Maria Großbauer im MADONNA-Gespräch

Opernball 2019

Maria Großbauer im MADONNA-Gespräch

Während andere sich im neuen Jahr erst warmlaufen müssen, steckt Maria Großbauer schon mitten in der mehr als heißen Phase des Projekts Opernball. Die Organisation des Balls der Bälle, der heuer am 28. Februar stattfindet, ist zwar „ein Fulltime-Job“, doch der ehrgeizigen 38-Jährigen längst nicht genug. Großbauer sitzt auch als Abgeordnete im Nationalrat und fungiert des Weiteren als Kultursprecherin für die ÖVP. Im Talk relativiert die Mutter eines Dreijährigen dieses weite Aufgabenfeld jedoch: „Es ist natürlich eine große Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen, aber so geht es jeder berufstätigen Mutter, nicht nur mir.“           
 
Ein vorletztes Mal? Für Großbauer ist es in puncto Ball-Organisation das mittlerweile dritte Œu­v­re. In einem älteren Interview behauptete sie, die Aufgabe noch so lange zu machen, „solange Dominique Meyer Staatsoperndirektor ist“. Da dieser 2020 die Führung des Hauses an Bogdan Roscic übergibt, könnte dies aus jetziger Sicht ihr vorletzter Streich sein. Einer, für den sie „mehr Drama“ plant. Mit dem Coup Donatella Versace als Designerin der Debütantinnen-Tiaren zu gewinnen, scheint der erste Schritt in diese Richtung schon mal gelungen.       

Nachgefragt. Im MADONNA-Interview zum Auftakt der Ballsaison (der große Ballkalender ab Seite 75) spricht die Powerlady über ihre Pläne für die Nacht der Nächte, die heuer ein besonderes Jubiläum beinhaltet, die Highlights, auf die sich die Gäste freuen dürfen, und die Robe, für die sie sich am 28. Februar entschieden hat.   

Mit welchem Gefühl gehen Sie in Ihren mittlerweile dritten Opernball? 
Maria Großbauer: Mit großer Vorfreude! Wir haben ein Jahr lang Ideen ausgebrütet und umgesetzt. Bei der Pressekonferenz am 16. Jänner kann ich endlich wieder alle Geheimnisse lüften und die Vorfreude zum Wiener Opernball bei allen kräftig schüren. 

Worauf liegt heuer der Fokus? 
Großbauer: Auf dem Haus selbst, denn die Staatsoper feiert 2019 ihr 150. Jubiläum! Sie wurde im Jahr 1869 unter Anwesenheit von Kaiser Franz Josef I. feierlich eröffnet. Deshalb dreht sich ganz viel ums Haus selbst und es werden natürlich neue Opernzitate zum Leben erweckt, wie bei der Swarovski-Tiara.
 
Apropos Tiara, Gratulation zur Kooperation mit Donatella Versace! Wie kam es dazu? 
Großbauer: Danke, ich freue mich sehr darüber, dass es wieder geklappt hat mit einem großen Modehaus. Mein Wunsch an Nadja Swarovski war, Donatella Versace zu fragen, weil ich einerseits einmal eine Designerin wollte und andererseits konnte ich mir meine Idee des „Rheingold“ so gut in italienscher Opulenz vorstellen. Und die Umsetzung ist ja wirklich sehr dramatisch geworden. 2019 wird es überall etwas dramatischer sein.
 
Wie stressig ist der dritte Ball im Vergleich zum ersten? Theoretisch könnte ja langsam Gewohnheit dank der Erfahrung aufkommen ...
Großbauer: Natürlich gibt es schon viel mehr Routine in Arbeitsabläufen mit dem Team und wir kennen uns mittlerweile sehr gut – manchmal können wir schon unsere Gedanken lesen. Trotzdem ist es noch immer sehr viel Aufwand, denn die Medien wollen ja jedes Jahr auch Neuigkeiten berichten (schmunzelt)! Und wir natürlich auch.

Sie sagen immer wieder in Interviews, dass die Organisation des Opernballs ein Vollzeitjob ist – wie geht sich das mit Ihrer Funktion als Nationalrats-Abgeordnete aus?
Großbauer: Ich arbeite einfach sehr viel – und sehr gerne. Ich habe lauter spannende, sinnvolle Aufgaben in meinem Leben, und das macht mich sehr glücklich. Es ist aber natürlich eine große Herausforderung, alles unter einen Hut zu bringen, aber so geht es jeder berufstätigen Mutter, nicht nur mir. 
 
Am 28. Februar 2019 wird die Wiener Staatsoper wieder zum festlichsten und berühmtesten Ballsaal der Welt. Auf welche Highlights dürfen sich Ihre Gäste im kommenden Jahr freuen?
Grossbauer: Alle Highlights verraten wir am 16. Jänner! Aber wie gesagt: Das Haus wird noch mehr gefeiert, es wird dramatisch und Überraschungen geben ...

Welche Bälle stehen abgesehen vom Opernball heuer auf Ihrem Programm?
Grossbauer: Auf jeden Fall werde ich auch den Ball der Wiener Philharmoniker besuchen, das mache ich schon seit zwanzig Jahren. Was sich sonst noch ausgeht, werde ich eher spontan entscheiden. 
 
Gibt es schon Tendenzen zur Ballrobe – haben Sie bereits Kleider anprobiert?
Großsbauer: Mein Kleid ist schon in Arbeit und ich hatte bereits die erste Anprobe! Ich hatte ein paar Ideen betreffend Farbe und Design, aber die Zeichnung und das Stoffmuster, die ich dann bekommen habe, haben meine Vorstellungen absolut übertroffen – alles Weitere wird man am 28. Februar sehen. Diese Tradition führe ich gerne weiter, es bleibt also bis zuletzt ein Geheimnis, was ich trage.
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