Barbara Becker im offenen Interview

MADONNA-Talk

Barbara Becker im offenen Interview

Barbara Beckers Terminkalender ist randvoll. Jedoch ist nur ein einziger Termin wirklich präsent in ihrem Kopf. Bei unserem Interviewtermin in Seefeld drehen sich ihre Gedanken immer wieder um diesen einen wichtigen Tag im Frühling, an dem ihr jüngerer Sohn (aus der Ehe mit Boris Becker) an seiner Highschool in der Heimat Miami graduieren wird. Ein bedeutender richtungsweisender Tag nicht nur für Elias (18), sondern auch für sie selbst. Denn der Ältere, Noah (23), ist längst aus dem Haus und macht als Künstler Karriere in Berlin. Also in der Nähe von Papa Boris (er geriet zuletzt ob eines laufenden Insolvenzverfahrens in den medialen Fokus), der mit Gattin Lilly und Sohn Amadeus in London lebt. Wenn nun auch der Jüngere flügge wird – in den USA ist es unüblich, in der Heimat zu studieren – beginnt auch für Babs ein ganz neuer Lebensabschnitt.   


Mit neuer Liebe & neuer Leidenschaft.  Dieser Teil ihres Lebens gehört erstmals ein wenig ihr selbst – und auch ihrem neuen Partner. Seit etwa einem Jahr ist sie mit dem argentinischen Unternehmer Juan Lopez Salaberry (33) liiert. Er, wie sie, ein Globetrotter. Das passt – so sieht man auf den ersten Blick – gut zusammen. Die beiden harmonieren, haben Spaß. Der Triathlet begleitet sie nur allzu gerne auf ihre zahlreichen Europa-Reisen, auf denen sie nicht nur Noah besucht, sondern ihr Geschäft, mittlerweile ein kleines Imperium, nach und nach ausbaut. Ob Interior, Fitness oder Mode: Die Marke Barbara Becker zieht! Ihr neuestes Baby ist die Sport-DVD „Mein Langlauf Training“, auf der sie ihre Leidenschaft Langlaufen mit ihrer großen Fitness-Community teilt – und mit uns. MADONNA durfte ein Wochenende mit Becker auf der Loipe und im Yoga-Studio verbringen (Fitness-Strecke im kommenden gesund&fit) und mit ihr über persönliche Details aus ihrem Leben plaudern.

Barbara, wir haben nun schon drei Tage auf der Loipe und im Yoga-Studio verbracht. Sie wirken so sehr in sich ruhend und relaxt. Gibt es überhaupt noch etwas, das Sie aus der Ruhe bringen kann? Stichwort: Bad News über Clan-Mitglieder.
Barbara Becker:
Es ist tatsächlich so, dass ich keine Schlagzeilen mitbekomme. Ich lese keine Hass-Postings aus dem Internet und meine Freunde wissen, dass sie mir auch solche Sachen nicht schicken sollen. Ich bin daher wirklich ahnungslos. Meine Kinder sind beide groß und für sich selbst verantwortlich.


Sie stehen seit knapp 30 Jahren in der Öffentlichkeit. Manchmal etwas, das Sie bereuen?
Becker:
Das Leben in der Öffentlichkeit  ist nicht schwieriger als jedes andere Leben. Man muss wissen, wo man selbst steht, und sich mit Leuten umgeben, die einen ins Lot bringen – die dir die Wahrheit erzählen und ein normales Leben führen. Dann muss man sich auch noch ein dickes Fell zulegen und Dinge mit Humor nehmen. Gerade eben wurde ich gefragt, ob ich mir meine Scheidung von Boris eigentlich im TV und den Zeitschriften angesehen hätte. Ich sagte: Wieso, ich war doch dabei. (lacht)  


Ihre Kids sind erwachsen. Ihr Jüngerer graduiert demnächst. Beginnt nun ein ganz neues Leben?
Becker:
Er wird aufs College gehen und ich muss mich dann tatsächlich ganz neu eingewöhnen. Aber ich habe mir viel vorgenommen. Langweilig wird es nicht.


Schwingt da Wehmut mit?
Becker:
Ich weiß, dass anders auch immer schön ist und jede Veränderung etwas Neues, Schönes mit sich bringt. Da ich ein sehr neugieriger Mensch bin, freue ich mich auch auf diese neue Zeit, die ich selbst gestalten kann. Ich werde definitiv nicht mehr um 6.15 Uhr täglich das Frühstück richten, das weiß ich bereits. Aber  mal sehen, wer nächstes Jahr zum Frühstück kommt. (lacht)


Vermutlich Ihr Lebensgefährte?
Becker:
(lacht) Vermutlich nicht. Ja, wir leben zwar zusammen – aber er schläft sehr lange!


Die Beckers sind eine Vorzeige-Patchwork-Familie. Der letzte große Anlass war der 50er von Boris Becker, den er mit seinen Söhnen in London feierte. Sie konnten aus beruflichen Gründen nicht dabei sein. Wie schwer wiegt manchmal die große Distanz zwischen den Familienmitgliedern?  
Becker:
Ich habe gelernt, da ja auch meine Mutter in Europa wohnt, damit bewusst umzugehen. Ich verabschiede mich immer von jemandem, um ihn dann neu zu begrüßen. Feste drehen sich nicht um ein Datum, sondern werden dann gefeiert, wenn wir alle zusammen sind. Und wenn dann wirklich die ganze Familie vereint ist, dann versuche ich, innerlich noch mehr Licht anzuknipsen, den Moment aufzublasen, ihn festzuhalten und in meinem Kopf Bilder zu machen.

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