Frauentag

Stärkung der Frauenrechte gefordert

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Duzdar erfreut über Zahl der Chefinnen im Öffentlichen Dienst - Jarmer will "Unsichtbarkeit" von behinderten Frauen beenden

Am diesjährigen Frauentag haben sich zahlreiche Parteivertreter und Organisationen mit ihren Forderungen zu Wort gemeldet. Für eine weltweite Stärkung der Frauenrechte setzt sich Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) ein. Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) zeigte sich in einer Aussendung erfreut über den Chefinnenanteil im Bundesdienst.

Die Gleichberechtigung sei ein wesentlicher Grundwert und das Fundament der Gesellschaften in Europa, sowie für das Zusammenleben in Österreich: "Ich bin froh, dass es in meiner Generation einen breiten Konsens über die Gleichberechtigung gibt. Es ist das Ergebnis eines langen und zähen Kampfes vieler Frauen", erklärte Kurz. Nun müsse man sich weiter für Gleichberechtigung einsetzen, so der Minister.

Staatssekretärin Duzdar sieht den Öffentlichen Dienst als Vorbild, seien doch gezielt Maßnahmen gesetzt worden, um den Frauenanteil zu steigern. "Wir hatten mit 35,2 Prozent noch nie so viele Frauen in Führungspositionen und wir haben weitaus geringere Einkommensunterschiede mit 12,8 Prozent im öffentlichen Dienst als in der Privatwirtschaft", erklärte Duzdar.

Die ÖVP Frauen wünschten in einem Newsletter einen "großartigen Weltfrauentag" und wiesen auf ihre Forderungen hin. So brauche es etwa im Rahmen der Wahlrechtsreform frauenfördernde Maßnahmen und auch die geplante Frauenquote für Aufsichtsräte sei nur ein erster Schritt. Die Quote sollte auf Vorstandsetagen ausgeweitet werden, hieß es. Der ÖAAB drängt in einer Aussendung auf die Anrechnung von zumindest vier Jahren pro Kind für die Pension, unabhängig vom Abstand in dem die Kinder geboren wurden.

Forderungen

Gleich doppelte Diskriminierung ortet Grünen-Abgeordnete Helene Jarmer für Frauen mit Behinderung: "Seit Jahren gibt es in diesem Bereich keine merkbaren Verbesserungen." Auch ein Förderkonzept zur beruflichen Eingliederung von behinderten Frauen werde von Jahr zu Jahr verschoben, kritisierte sie. Die "Unsichtbarkeit" behinderter Frauen sollte "dringend" beendet werden, forderte Jarmer.

Eine breitere Repräsentation von allen Frauen jeglicher Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung forderte auch die sozialdemokratische LSBTI-Organisation SoHo. "Diskriminierung bekämpfen wir durch Aufklärung, durch Sichtbarmachen und Aufzeigen der Probleme", hieß es in der Aussendung.

Die Bundesjugendvertretung pochte darauf, dass die Schieflage am Arbeitsmarkt beseitigt wird und forderte eine Neugestaltung der Berufsorientierung. Die Kürzung bei der Mindestsicherung sei "klar frauenfeindlich", kritisierte BJV-Vorsitzende Julia Herr außerdem.

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