Das große Heilpflanzen-ABC

Kräuterkunde

Das große Heilpflanzen-ABC

Schon vor Jahrhunderten nutzten Hexen und Kräuterweiber die Kraft der Heilpflanzen als Medizin. Heute sind die alten Methoden bestens erforscht und populärer denn je.

Heile Welt aus der Natur. Ob Pflanzen, Kräuter oder Gewürz - diese Heilpflanzen helfen bei Menstruatinsbeschwerden, Magenproblemen, Hautkrankheiten und Co.

madonna24 - ABC der Heilpflanzen

ABC

Arnika
Steht unter strengem Naturschutz. Die Pflanze wird nur äußerlich angewendet und hilft als Tinktur oder Salbe bei Quetschungen, Zerrungen und Sportverletzungen.
Tipp: Heute wird Arnika vor allem in der Homöopathie als SOS-Mittel bei Prellungen verwendet.

Ahorn
Ahorn wirkt abschwellend und hilft bei Insektenstichen, müden Beinen und geschwollenen Augen.
Tipp: Blätter in den Händen zerreiben und auf die betroffenen Stellen legen. Bei müden Beonen die Blätter für einige Zeit in die Socken geben.

Baldrian
Das „alte Zauberkraut für Frauen“ galt auch als „Hexenkraut“. Medizinisch verwendet wird nur die Wurzel des Baldrians. Die enthaltenen Öle, Schleim- und Gerbstoffe wirken krampflösend und entspannend. Gut auch bei nervösem Magen, sowie während der Regel.
Tipp: Fördert als Tee, Tropfen oder Badezusatz die Einschlafbereitschaft in Stress-Zeiten.Basilikum
Das „Königskraut“ fördert die Fettverbrennung, steigert den Appetit und lindert Krämpfe im Magen-Darmbereich. Hat antibakterielle und schmerzstillende Wirkung.
Tipp: Im Garten oder auf der Fensterbank kultivieren! Die Blätter sollen auch vor Erkältungskrankheiten schützen.

Betonie
Heißt im Volksmund auch „Zahnkraut“ und wirkt blutstillend. Gut einsetzbar ist eine Gurgellösung aus den grünen Pflanzenteilen bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Zahnfleisch!).
Tipp: Ein Tee aus Betonie hilft auch sehr gut gegen Durchfall.Birke
Die Blätter der Birke sind reich an Mineralien, Bitter- und Gerbstoffen. Das kurbelt die Nierentätigkeit an, darum hilft die Birke bei Nieren- und Blasenentzündungen und bei Nierensteinen.
Tipp: 2 EL der trockenen Blätter mi einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Täglich 3 Tassen trinken.

Bohnenkraut
Die auch als „Pfefferkraut“ bekannte Pflanze wirkt appetitanregend und magenstärkend. Gegen unreine Haut hilft eine Kompresse mit Bohnenkraut-Tee. Kalt getrunken ist der Tee ein toller Durstlöscher!
Tipp: Schmeckt als Gewürz gut zu Tomaten, Gurken, Kürbis oder Fisch. Lindert Blähungen!

Brennnessel
Blutreinigende und harntreibende Wirkung. Tee hilft bei Harnwegsinfekten. Wird auch bei Gicht und Rheuma eingesetzt. '
Tipp: Entgiftet den Körper: Ideal als Salat bei Frühjahrskuren!

Cili
Wer mit dieser Schärfe kocht, der tötet Krankheitserreger bereits beim Essen ab. Die Verdauung wird gefördert und der Stoffwechsel angeregt. Antibakteriell und lustfördernd!
Tipp: Wie wäre es mit einem schön scharfen Pepperoni (Chilli) -Salat?


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DEF

Dill
Super für Mamis: Lindert Blähungen von Säuglingen und ist milchfördernd. Zudem hilft es auch bei Menstruationsbeschwerden und Schlaflosigkeit.
Tipp: Lecker mit Gurken im Salat.

Eiche
Die Eiche hilft bei Entzündungen im Mund, geschwollenen Mandeln und bei Angina.
Tipp: 2 EL Eichenrinde (aus der Apotheke) 20 Minuten in 500 ml Wasser kochen - abseihen. Mehrmals täglich damit gurgeln.

Erle

Die Erlenrinde hat eine zusammenziehende Wirkung, ein Tee hilft bei Zahnfleischbluten und Halsentzündungen.

Esche
Eschenblätter sind gute Heilmittel gegen Rheuma und Gicht und haben auch eine harntreibende Wirkung.

Frauenmantel
Wirkt gegen typische Frauenleiden – von Regelschmerzen bis PMS. Ätherische Öle heben die Stimmung; Gerbstoffe wirken entzündungshemmend. Auch Husten und Zyklusunregelmäßigkeiten werden damit erfolgreich behandelt.
Tipp: Warme Kompressen mit Frauenmanteltee helfen sehr gut bei Regelschmerzen.

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GHI

Ginkgo
Es ist das bekannteste Hilfsmittel bei Durchblutungsstörungen. Seine ledrigen Blätter wirken bei den Krankheiten wie Diabetes, Asthma und Vergesslichkeit.
Tipp: Umschläge bei äusserlichen Wunden.

Heidekraut
Ist leicht zu finden: Im Spätsommer und im Herbst blüht die Pflanze üppig in Rot- und Violetttönen. Ein Tee aus Blüten und Blättern hilft bei Harnwegsinfekten und Nierenleiden. Als Badezusatz auch bei Rheuma-Erkrankungen geeignet.
Tipp: Bei Schmerzen in der Nierengegend: Heidekraut mit heißem Wasser übergießen. Aus dem Sud einen Umschlag machen.

Holunder
Holunderblüten wirken stark schweißtreibend, stärken das Immunsystem und lindern Schmerzen. Die helfen bei Erkältungskrankheiten und Ohrenschmerzen.
Tipp: Bei Ohrenschmerzen ein mit Blüten befülltes Leinensäckchen überbrühen, ausdrücken warm aufs Ohr legen.

Ingwer
Inger wird nicht nur als Gewürz benutzt. Es hilft auch bei Magenbeschwerden wie Übelkeit, Appetitlosigkeit und Blähungen.
Tipp: Der Wurzelstock des Ingwers wird im Herbst geerntet.

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JKL

Johanniskraut
Der „Stimmungsmacher“ wurde schon früh als Mittel gegen böse Geister eingesetzt. Heute dient das Kraut in Kapsel- oder Tropfenform als Anti-Depressivum bei leichten Verstimmungen. Kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen!
Tipp: Johanniskrautöl beruhigt trockene, gereizte Haut.

Kamille
Die antiken Heilerinnen kannten Kamille ebenso wie die Hexen des Mittelalters. Entzündungshemmende und krampflösende Wirkung: Wird bei Magen-Darmerkrankungen und Erkältungen eingesetzt.
Tipp: Bei Schnupfen: 2 EL Blüten auf einen Liter heißes Wasser geben. Den Dampf inhalieren.

Lavendel
Der Seelentröster zeigt seine beste Wirkung als Nerven- und Entspannungsmittel. Verspannungen lösen sich hervorragend in einem Lavendelbad. Heilpflanze 2008 - weiter lesen ...
Tipp: Zum Abschalten: Für eine Tasse Tee 2 EL Blüten mit heißem Wasser übergießen. Vor dem Einschlafen trinken!

Linde
Die Lindenblüten enthalten reizlindernde Schleimstoffe und helfen als Tee bei Husten. Die gelben Farbstoffe, die Flavonoide, haben auch immunstärkende Wirkung, daher hilft der Tee bei Grippe und allen Erkältungserkrankungen.


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MNO

Melisse
Wurde im Mittelalter in jedem Klostergarten angebaut: Heute wird Melisse in erster Linie wegen seiner entspannenden Wirkung eingesetzt. Stärkt auch die Abwehrkräfte und hilft bei Verdauungsproblemen.
Tipp: Melissen-Extrakt soll auch gegen Fieberblasen helfen.

Nelken
Die Gewürznelke gehören einfach zum Lebkuchen - aber sie haben weitaus mehr Fähigkeiten: Hilfe bei Zahnschmerzen, Verdauungsfördernd und beruhigend.

Oregano
Sie denken an Pizza? Wussten Sie denn auch dass die Pflanze antiseptisch wirkt und bei Husten und Mundentzündungen hilft?
Tipp: Tinktur daraus als Hustentropfen verwenden.

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PQR

Pfefferminze
Kannte man sogar schon bei den alten Ägyptern: Hilft bei Magen- und Darmbeschwerden. Die Inhaltsstoffe wirken keimtötend und beruhigend. Gut auch bei Schnupfen und Husten.
Tipp: Wird meist als Tee getrunken. Bei Erkältungen wirkt die Pflanze auch als Badezusatz.

Quitte
Schon Großmutter wusste von der Heilwirkung von Quitten Bescheid. Hilft bei Durchfall und Husten.

Rosmarin
Galt im 15. Jahrhundert als Wundermittel gegen alle Leiden – von Appetitlosigkeit bis Rheuma. Heute ist Rosmarin als Kreislauftonikum wissenschaftlich anerkannt. Ideal bei niedrigem Blutdruck! Wirkt anregend und hilft auch bei Regelkrämpfen.
Tipp: Für mehr Schwung: Am Morgen eine Waschung mit Rosmarinöl durchführen!

Ringelblume
Als Liebesweiserin, Wundenheilerin und Linderin bei Magenbeschwerden ist die Ringelblume bekannt. Wir verraten, was die Heilpflanze 2009 noch alles kann! Tipp: Kochen mit Heilkräuter!

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STU

Salbei
Wirkt als Tee gut bei Störungen im Magen-Darmtrakt. Bewährt auch bei Entzündungen im Hals-Rachenraum.
Tipp: Hilft auch hervorragend gegen übermäßiges Schwitzen.

Thymian
Kräuterweiblein setzten das würzige Gewächs bei Atemwegserkrankungen ein. Auch heute noch wird Thymian vor allem bei Husten, Asthma und Bronchitis angewendet. Außerdem wirkt das Kraut stimmungsaufhellend und macht Schwerverdauliches bekömmlicher.
Tipp: Für Kinder: Thymiantee mit Honig wirkt hustenstillend.

Ulme
Heilkundlich genutzt wird die Rinde der Ulme. Durch ihren hohen Gerbstoffgehalt eignet sie sich zur Behandlung von Durchfällen, Hautausschlägen und Wunden. Der Tee aus der Rinde kann auch bei Rheuma eingesetzt werden. In der Gemmotherapie nutzt man die Knospen bei nässenden Ekzemen und Akne. Das Bachblütenmittel Elm hilft den Menschen, die sich zu viele Aufgaben aufgebürdet haben, den Überblick zu bekommen, was wichtig ist und welche Aufgaben warten können.


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VWX

Veronica
Veronica officinalis ist der wissenschaftliche Name vom Ehrenpreis. Dieser hilft vor allem bei Juckreiz. Es wirkt beruhigend und blutreinigend.

Wacholder

Wacholder hilft bei Bronchitis und Erkältungskrankheiten.
Tipp: Bei Erkältung Beeren in einer Schüssel mit kochendem Wasser übergießen und mehrmals täglich inhalieren.

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YZ

Yams
Wilder Yams (die Wurzel) ist ein Allerlei-Heilmittel. Gerade bei Beschwerden hormoneller Art wie bei Wechseljahren und Menstruation ist es sehr hilfreich. Es wirkt entspannend und krampflösend.
Tipp: Ein Tee aus getrockneten Wurzeln.

Zitone

Ja sie ist eine Vitaminbome - diese Frucht. Und dadurch auch ein Heilpflanze, denn sie wirkt antibakteriell, belebend und hilft bei Frühjahrsmüdigkeit.
Tipp: Wasser mit Zitonensaft mixen - Frische pur!