Als einzige überlebt

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Als einzige überlebt

Ein kleines Mädchen (14) als ganz großes Wunder. Jetzt gibt es das erste Foto der kleinen Bahiya Bakari.

Bahija Bakari (14) die einzige überlebende des Flugzeugs-crash. Bild (c) Stephane De Sakutin
Ein kleines Mädchen (14) als ganz großes Wunder. Jetzt gibt es das erste Foto der kleinen Bahiya Bakari, die einen Absturz ins Meer überlebte.

Die Bilder aus dem Spital auf den Komoren sind unglaublich: Das 14-jährige Mädchen liegt zwar im Bett, angeschlossen an eine Infusion, mit einem Verband am rechten Arm. Aber sie ist wohlauf, kann sprechen und ist den Umständen entsprechend bei bester Gesundheit. Ein ganzes Team an Ärzten kümmert sich rund um die Uhr um sie.
Bahiya Bakari (auf Deutsch „Hoffnung“) saß in dem Airbus, der am Dienstag von Frankreich kommend vor der Küste Ost-Afrikas mit 153 Insassen abgestürzt war. Offenbar wurde das Mädchen beim Aufprall am Wasser aus dem Flugzeug geschleudert.

12 Stunden lang an Wrackteil festgeklammert
Rund 12 Stunden lang hatte sich der Teenager danach bei starken Böen und stockdunkler Nacht an ein Wrackteil geklammert. Suchmannschaften fanden die 14-Jährige stark unterkühlt, von Leichen und weiteren Wrackteilen umgeben im Atlantik. Wie gestern bekannt wurde, konnte das Mädchen weder schwimmen, noch trug es beim Absturz eine Schwimmweste.

„Ich habe Leute sprechen gehört, alles war schwarz“
In einem ersten Telefonat mit ihrem Vater sagte die Kleine nach der Rettung: „Papa, wir sind ins Wasser gefallen. Ich konnte Leute sprechen hören. Doch ich habe niemanden gesehen. Um mich herum ist alles schwarz gewesen.“ Verzweifelt suchte das Mädchen nach ihrer Mutter, die ebenfalls in der Maschine saß. Doch wie für die restlichen Menschen an Bord der Maschine besteht fast keine Hoffnung mehr, immer mehr Leichen werden aus dem Meer geborgen.
Vater Kassim Bakari erzählt in einem ersten Interview: „Ich habe mich am Flughafen von meiner Frau und meiner Tochter noch mit einem Kuss verabschiedet.“ Er wisse, dass es für seine Frau keine Chance mehr gebe. Über die Rettung der Tochter zeigte er sich überglücklich. Er will sie jetzt so rasch wie möglich wiedersehen.

Wut auf Fluglinie: „Das sind fliegende Särge“
Bei den Angehörigen der Toten wächst die Wut auf die Fluglinie Yemenia, am Flughafen Paris kam es zu Protesten. Der Unglücks-Airbus habe in Frankreich Landeverbot gehabt, sagte der französische Verkehrs-Staatssekretär Dominique Bussereau. Yemenia nutze „fliegende Särge“ für ihre Flüge in den armen Inselstaat Komoren. (rep)